Holländer kaufen Luxusobjekt „Sir Henry“

Die Luxus-Appartements samt Restaurant am Seefelder Gschwandtkopf haben neue holländische Besitzer. Rendering: Archiv

Neue Besitzer wollen im Winter Pleite-Hotel unter neuem Namen als Bergrestaurant  wiedereröffnen

Bei der jüngsten Reither Gemeinderatssitzung ließ Bürgermeister Dominik Hiltpolt „die Katze aus dem Sack“: das insolvente „Sir Henry“ am Gschwandtkopf habe neue holländische Besitzer. Zumindest das Restaurant könnte bereits im Winter wieder in Betrieb gehen. Das Gerücht, die Holländer hätten auch den Seefelder Campingplatz gekauft, konnte nicht bestätigt werden.

Wie die RUNDSCHAU-Recherchen ergaben, wurde das Luxusobjekt am Gschwandtkopf vom Masseverwalter Mitte Juni an die holländische TBA GmbH verkauft. Hinter der Gesellschaft stecken ein niederländisches Pharmaunternehmen und ein in Seefeld ansässiger Holländer. Ansprechpartner Loek Beuker von der TBA gegenüber der OR: „Als uns das Gebäude das erste Mal gezeigt wurde, waren wir sehr verärgert über den schlechten Zustand. Das hat die Verhandlungen leider in die Länge gezogen. Nunmehr führen wir aber sehr konstruktive Gespräche mit der Gemeinde Reith, dem Land Tirol und dem Liftbetreiber, wie wir gemeinsam die Herausforderungen bewältigen können. Wir wollen dem Haus eine neue Identität verleihen und ein nachhaltiges Geschäftsmodell etablieren!“ Vom neuen Konzept gab er uns Preis, dass man kurzfristig einen Partner suche, der dort ein für alle zugängliches, zeitgemäßes Bergrestaurant betreiben wolle. Eine Eröffnung zu Beginn der Wintersaison wäre möglich!“

GERÜCHT. Auch Rainer Schneider von den Gschwandtkopfliften bestätigt erste Gespräche mit den neuen Eigentümern: „Wir bemühen uns um eine Genehmigung für den Lift nach Reith. Zwei Liftstützen sind am Grundstück der Holländer geplant. Das Gesprächsklima mit den neuen Besitzern ist sehr offen. Auch im Genehmigungsverfahren sind wir schon weit fortgeschritten!“ Ein Gerücht, das in Seefeld den Umlauf macht, dass die TBA auch den Seefelder Campingplatz erworben habe, wurde von Loek Beuker nicht bestätigt: „Zur Zeit sind wir nicht Eigentümer der Camp Alpin Seefeld GmbH“, meinte er kryptisch.

Von Bernhard Rangger

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