„Hotel Klosterbräu“ erhält einen Streichelzoo

Bei der jüngsten Seefelder Gemeinderatsssitzung drehten sich fast alle Debatten um die Zukunft des Hotel Klosterbräu. Foto: Archiv

Seefelder Gemeinderat einigte sich mit Hotelier Alois Seyrling über die Zukunft des Fünf-Sterne-Betriebs

Bei der jüngsten Seefelder Gemeinderatssitzung ging es fast ausschließlich um die Zukunft des „Hotel Klosterbräu“. Besitzer Alois Seyrling errichtet am Pfarrerbichl oberhalb des SKZ ein Privathaus samt Landwirtschaft, in dem ein Streichelzoo und ein kleiner Bauernmarkt für die Hotelgäste untergebracht werden. Damit es künftig eine klare Erbschaftsregelung gibt, erhält eine seiner Schwestern das Haus seiner Mutter, die unterhalb des „Magic Castle“ einen Neubau errichtet. Im Gegenzug erhält die Gemeinde zwei Gründe im Bereich des Dorfplatzes und einen beim SKZ. 

„Die Regelung hat lange Zeit in Anspruch genommen, da wir auf Punkt und Beistrich die gleichen Vorgaben machen wollten, wie wir sie in der Vergangenheit bei anderen Seefelder Betrieben abgeschlossen haben“, erklärte Bauauschuss-Obmann Sepp Kneisl. „Damit Seyrling nun aber rechtzeitig mit dem Bau seines Privathauses beginnen kann, wurde diese Sitzung einberufen“, ergänzte Bürgermeister Werner Frießer. So wurde der Grund für sein Privathaus in landwirtschaftliches Mischgebiet umgewidmet, damit dort nicht nur ein Wohnhaus sondern auch eine Landwirtschaft entstehen kann. Alois Seyrling gegenüber der RUNDSCHAU: „Das genaue Konzept kann ich erst im Frühsommer bekannt geben. Soviel steht aber schon fest: Es sollen dort ausschließlich kleine Tiere gehalten und keine Schlachtungen durchgeführt werden. Hotelgäste können diesen Bauernhof besuchen. Es wird eine Art Streichelzoo. Darüberhinaus werden wir auch landwirtschaftliche Produkte herstellen, die im Hotel angeboten werden und die man auch am Hof erwerben kann.“

GEMEINDE ERHÄLT GRÜNDE. Außer Alois hatte auch dessen Mutter Cristina Seyrling um mehrere Umwidmungen angesucht. Um die Erbschaft eindeutig zu regeln, gibt sie ihr Haus am Ortsende an eine ihrer Töchter weiter. Sie selbst wird auf einem angrenzenden Grundstück einen Neubau errichten.  Auch die Gemeinde wurde bei dem Grundstücksdeal großzügig bedacht: Sie erhält zwei Gründe im Dorfzentrum. Einer betrifft die Auffahrt zum Kapitelsaal, den die Pfarre im Zuge der Kirchenrenovierung in einen barrierefreien Zugang zur Pfarrkirche umwandeln möchte. Beim zweiten handelt es sich um jene Grünfläche am Dorfplatz zwischen dem Siglu und der Pfarrkirche, den zur Zeit die Kinder als Rodelhügel nutzen. Auch am Pfarrerbichl erhielt die Gemeinde ein zusätzliches wertvolles Grundstück, das direkt ans SKZ angrenzt.

Die Umwidmungen und Grundtäusche erfolgten einstimmig.