„Ich werde alles daran setzen“

NR Dominik Schrott möchte, dass die neu aufzustellende Tiroler Pionierkompanie in der Pontlatzkaserne stationiert wird. Foto: Dominik Schrott/ÖVP

Wird die neu aufzustellende Tiroler Pionierkompanie in Landeck stationiert?

 

Verteidigungsminister Mario Kunasek hat in seiner Bundesheerreform u.a. eine Pionierkompanie pro Bundesland vorgesehen. Die Pontlatzkaserne würde sich für deren Stationierung anbieten – die Entscheidung ist aber noch nicht gefallen.

 

Von Daniel Haueis

 

Verteidigungsminister Mario Kunasek hat den Generalstab beauftragt, die Struktur des Bundesheeres so zu planen, dass die Truppe ge-stärkt und die Verwaltung verschlankt wird. Die Zahl der Dienstbehörden sei zu verringern und die obere operative Führung auf zwei Kommanden zu reduzieren. Die Bundesländer sollen von stärkeren Militärkommanden profitieren. Und: „Sie bekommen jeweils eine neu aufzustellende Pionierkompanie dazu, um besser für regionale Assistenzeinsätze zur Katastrophenhilfe gewappnet zu sein“, heißt es in der Aussendung des Verteidigungsministeriums. „Es ist mir wichtig, dass sich die Bevölkerung in Katastrophenfällen voll auf unser Bundesheer verlassen kann. Mit dieser Reform können Entscheidungen schneller umgesetzt werden und es wird die Sicherheit in den Bundesländern gestärkt“, sagt Minister Kunasek.

 

SCHROTT FÜR „LANDECK“. Derzeit gibt es keine Pionierkompanie in Tirol – sie muss erst aufgebaut werden. Als Standort würde sich die Pontlatzkaserne anbieten – immer wieder spielte sie bei Hilfseinsätzen nach Katastrophen im Bezirk Landeck eine zentrale Rolle: „Galtür“ 1999 und das Hochwasser 2005 seien stellvertretend genannt. Das Land hat in der Pontlatzkaserne zudem sein Katastrophenlager eingerichtet. Fix ist aber nix: „Die Pionierkompanie ist die Vorgabe des Ministers, die Örtlichkeiten sind noch nicht definitiv“, erklärt Presse-Oberst Wilfried Tilg vom Militärkommando Tirol. NR Dominik Schrott, der Mitglied im Landesverteidigungsausschuss ist, freut sich: „Es ist gut zu wissen, dass unser Bundesheer auf Abruf bereit steht, um dort auszuhelfen, wo es dringend benötigt wird. Sei es wegen dem speziellem Gerät oder weil punktuell einfach irgendwo zusätzliche Mannschaften gebraucht werden“, so Schrott. Und er spricht sich für die Pontlatzkaserne als Standort aus: „Ich möchte die Pionierkompanie natürlich gerne in der Pontlatzkaserne haben – es gibt mehr Vorfälle im Oberland als im Unterland.“ Er werde sich für „Landeck“ stark machen: „Ich werde alles daran setzen, dass sie nach Landeck kommt.“