„Imst is(s)t Vielfalt“

Gabriella Schatz und Valentina Eberlein von ubuntu

Interkulturelle Begegnungen im Herzen der Stadt

Am vergangenen Samstag, dem 23. Juli, luden das Integrationsbüro Imst, das Projekt „Miteinand in Imst“, das Stadtmarketing Imst und der Verein „Freiraum“ von 13 bis 18 Uhr zum internationalen Kulturenfest in die Sommerfußgängerzone. Bereits das zweite Jahr in Folge begeisterte die Veranstaltung unter dem Titel „Imst is(s)t Vielfalt“, bei der sich verschiedene, in Imst ansässige Nationen durch Speisen, Musik, Kunst u.v.m. präsentierten und somit miteinander in Kontakt traten.

„Nachdem in der Welt eine so agressive Stimmung herrscht, wird es immer wichtiger, dass das Miteinander im Kleinen gelebt wird. Die Veranstaltung „Imst is(s)t Vielfalt‘ ist ein feines, gemütliches Fest, bei dem sich verschiedene Kulturen mithilfe von Speisen, Musik und Kunst präsentieren und somit ins Gespräch kommen können. Das ist richtige Integration, wenn es um ein gemeinsames Miteinander geht“, so die Imster Integrationsbeauftragte Kirsten Mayr. Auch GR Brigitte Flür freute sich über die gelungene, bunte Veranstaltung: „Über andere Kulturen wird oft vorschnell geurteilt. Hier sieht man, wie bemüht und herzlich die Menschen sind. So sind Begegnungen der besonderen Art möglich.“ Während die Imster „Schölfelermusig“ für die Getränke sorgte, wurden Speisen aus dem Iran, dem Irak sowie aus Brasilien, Somalia, Nigeria und Asien geboten. Auch das SOS-Kinderdorf, das Flüchtlingsheim Imst, der Verein Atib und die Alevitische Glaubensgemeinschaft boten kulinarische Köstlichkeiten an. Ergänzt wurde das vielseitige Angebot durch Verkaufsstände der gemeinnützigen Initiativen Esperanza, Karibu und Kerala. Alberto bot Handwerk aus Ecuador, ein iranisches Künstlerpaar präsentierte kreative Werke und die Nähgruppe des Imster Flüchtlingsheims „Sonneninsel“ veräußerte selbstgefertigte Produkte. Zudem gab es einen Informationsstand, an welchem die Diakonie, das Zentrum für Migrantinnen und Migranten in Tirol (ZeMiT) und der Österreichische Integrationsfonds (ÖIF) Auskunft gaben. Weiters beteiligten sich auch der „Wortraum – Plattform Oberländer AutorInnen“, der Verein „EigenArt“, die Tyrolia, der Verein Issba, die Stadtbücherei Imst, die Spinnerei und ubuntu, die Kulturinitiative von SOS-Kinderdorf, mit verschiedenen Aktionen am Fest der Vielfalt. Abgerundet wurde die Veranstaltung durch ein buntes Kinderprogramm. Für die musikalische Umrahmung des Nachmittags zeichnete sich der Verein „Freiraum“ verantwortlich, der mit der Trommelgruppe „Seck & Friends“ sowie den Formationen „Ikarus“, „Dark Moon“ und „Flower Power“ für abwechslungsreiche Klänge sorgte. Auch, wenn sich selbst das Wetter vielfältig gestaltete, konnte sich das Organisatorenteam über zahlreiche BesucherInnen und vielfältige interkulturelle Begegnungen freuen.

Über Oberländer Rundschau

Die Oberländer Rundschau ist die regionale Wochenzeitung für die Bezirke Imst, Landeck, Reutte und Telfs im Tiroler Oberland.