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Imst | Chronik | 20. Oktober 2020 | Manuel Matt

425 Mio. Euro in Summe

425 Mio. Euro in Summe
Ein Blick auf die Bergwelt von Kühtai – und auf den geplanten Standort des neuen Speichers samt Staudamm.Foto: Tiwag
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Tiwag: Zuschlag für Hauptbaulos beim Kühtai-Ausbau

Die beträchtliche Summe von rund einer Milliarde Euro lässt sich die Tiroler Wasserkraft AG unter anderem den Bau eines weiteren Staudamms samt Krafthaus und Beileitung in Kühtai kosten. Ein Auftragsvolumen von 425 Millionen Euro wurde dabei jüngst bereits vergeben: Über den Zuschlag beim Hauptbaulos freut sich das heimische Konsortium Swietelsky-Jäger-Bodner.
Von Manuel Matt

Investitionen im Ausmaß von insgesamt 1,2 Milliarden Euro, verteilt auf die kommenden fünf Jahre – ein „wichtiges Signal für den Standort Tirol“, das Günther Platter als Landeshauptmann und Eigentümervertreter bei der Tiroler Wasserkraft AG (Tiwag) gleichermaßen begrüßt: „Gerade in Zeiten wie diesen ist das derzeit größte und wichtigste Ausbauprojekt der Tiwag ein wichtiger Konjunkturmotor für die heimische Bauwirtschaft.“ Rund 500 Menschen würden während der Bauarbeiten zudem eine Beschäftigung finden.

SPEICHER, KRAFTHAUS UND BEILEITUNG. Die Hauptarbeiten zur Optimierung und Erweiterung der bestehenden Kraftwerksanlage in Kühtai sollen bereits im kommenden Frühjahr angegangen werden. Wesentlicher Teil des Projekts ist die Errichtung eines neuen Speichers im hinteren Längental mit einem 113 Meter hohen Staudamm und einem Fassungsvermögen von etwa 30 Millionen Kubikmetern. Dazu kommt ein neues, unterirdischen Pumpspeicherkraftwerk sowie die Beileitung in Form eines 25 Kilometer langen Stollen, der bei einem Durchmesser von 4,20 Meter das Wasser aus mehreren Bächen im Stubai- und im Ötztal bündeln soll. Das alles lässt schließlich mit einer Steigerung der bisherigen Speicherkapazität von etwa 50 Prozent rechnen, das zusätzliche Wasser sorgt für ein Mehr an Strom im Ausmaß von 216 Millionen Kilowattstunden. „Damit wird die Energieunabhängigkeit und die Versorgungssicherheit Tirols unmittelbar gestärkt. Nur mit solchen Speicheranlagen kann die Energiewende in Tirol, in Österreich und auch in Europa erfolgreich umgesetzt werden.“, steht für Tiwag-Vorstandsvorsitzenden Erich Entstrasser fest.

ZUERST UMSIEDLUNG, DANN SCHWERES GERÄT. Momentan laufen die Vorbereitungsarbeiten zur Einrichtung der kommenden Großbaustelle im Längental. „Im Vorfeld haben wir sämtliche Amphibien aus dem betroffenen Bereich in neu geschaffene Biotope umgesiedelt. Wertvolle Oberböden wurden abgetragen und für die spätere Rekultivierung gelagert“, informiert der zuständige Bauvorstand Johann Herdina über den Stand der Dinge. Mit April nächsten Jahres sollen dann die Baumaschinen auffahren. Beim Zuschlag beim Hauptbaulos in Höhe von 425 Millionen Euro entschied sich die Tiwag für österreichische Unternehmen. Zusammenarbeiten werden das in Linz ansässige Bauunternehmen Swietelsky, die Jäger Bau GmbH aus Schruns in Vorarlberg und die Baugesellschaft Bodner mit Sitz in Kufstein.
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