Rundschau - Oberländer Wochenzeitung
Imst | Chronik | 15. September 2020 | Ewald Krismer

Corona macht Fasnachten nicht durchführbar

Corona macht Fasnachten nicht durchführbar
Um die Absage ihrer Fasnachten korrekt von den Medien verlautbaren zu lassen, sind die Fasnachtskomitees von Wenns und Tarrenz letzte Woche im Tarrenzer Gemeindeamt mit Redakteuren der lokalen Presse zusammengekommen: Für die Wenner Fasnachtler, Bürgermeister und Fasnachtsobmann-Stellvertreter Walter Schöpf und Fasnachts-Obmann Siegfried Fadum, und für die Tarrenzer, Fasnachts-Obmann Bernhard Juen und Bürgermeister Rudolf Köll (v.l.). RS-Foto: Krismer
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Wenner und Tarrenzer Fasnachten auf 2022 verschoben

Für die im kommenden Jahr geplant gewesenen Fasnachten in Wenns und Tarrenz wäre in diesen Tagen der Zeitpunkt gewesen, um mit dem Bau der Fasnachtswägen und den sonstigen Vorbereitungen zu beginnen. Jedoch aus den mittlerweile wohlbekannten Gründen haben sich die Komiteemitglieder beider Fasnachtsorte entschlossen, ihre Fasnachten abzusagen und auf das Jahr 2022 zu verschieben.
Von Ewald Krismer

Zusammenhalt und Einigkeit zeigten die Fasnachtsobmänner Siegfried Fadum aus Wenns und Bernhard Juen aus Tarrenz betreffend der Absage ihrer 2021 geplant gewesenen Fasnachten. Beide Obmänner und auch ihre Gefolgsleute erachten es als unmöglich und unverantwortlich, eine derartige Großveranstaltung mit tausenden Zuschauern unter den gegebenen Umständen durchzuführen – allein schon wegen der momentanen Beschränkungen, geschweige denn eventueller Verschärfungen oder Erweiterungen derselben in Hinblick auf die kommende Fasnachtszeit. Was alle aber hoffen, ist, dass die ins Auge gefassten Ersatztermine eingehalten werden können. Für Tarrenz wäre das der 30. Jänner 2022 und für Wenns der 6. Februar 2022. Am 13. Februar 2022 folgt dann die Imster Buabefasnacht und am 20. Februar 2022 das Nassereither Schellerlaufen. So Gott will, wird es dann im Oberland an vier Sonntagen hintereinander Fasnachten geben.
Über die GRÜNDE DER VERSCHIEBUNG. „Vor allem mussten wir jetzt die Entscheidung treffen, ob wir 2021 in die Fasnacht gehen oder nicht. Schließlich geht es um den Wagenbau, der die längste Vorbereitungszeit in Anspruch nimmt und die Wagenbauer frühzeitig informiert sein sollten“, sind die beiden Obmänner Fadum und Juen gleicher Überzeugung. Die Wenner hätten zwar erst im November begonnen, ihre drei Wägen zu bauen, die Tarrenzer mit ihren sieben bereits jetzt im September. „Schon allein die Tatsache, dass auf den Fasnachtswägen zwar ausgeschenkt, nicht aber konsumiert werden darf und zudem der Abstand nicht eingehalten werden kann beziehungsweise die Besucher die Abstände nicht einhalten werden, macht das Ganze sinnlos“, untermauern beide Obleute ihre Entscheidung.

DIE BÜRGERMEISTER AM WORT. Tarrenz‘ Bürgermeister Rudolf Köll gab zusätzlich zu bedenken, dass für die Tarrenzer Fasnacht – so wie bei der letzten 2017 – die Bundesstraße im Gurgltal komplett gesperrt werden muss und dieses Prozedere einer langen Vorlaufzeit bedarf, denn schließlich müssen temporäre Maßnahmen wie Sperren und Umleitungen koordiniert werden. Für Köll bedeutet die Absage einen momentanen Verlust für das dörfliche Zusammenleben, „denn eine Fasnacht verbindet nicht nur Generationen und soziale Schichten, sondern ist auch von kultureller und wirtschaftlicher Bedeutung“. Für Wenns‘ Bürgermeister und Fasnachtsobmann-Stellvertreter Walter Schöpf ist die Absage ebenso unerfreulich, sieht diesen Umstand aber mit einem weinenden und einem lachenden Auge. „Diese fasnachtslose Zeit können wir nun nützen, um unser neues Fasnachtsarchiv im Mehrzweckhaus in aller Ruhe fertigzustellen. Die Übersiedelung vom bisherigen Archiv in das neue sollte dann bis Mitte nächsten Jahres abgeschlossen sein.
Corona macht Fasnachten nicht durchführbar
Der Tarrenzer Künstler und Fasnachts-Haus- und Hofmaler Wernfried Poschusta ist besorgt um seine 1996 entstandene „Tårreter Hex“ und verpasste ihr kurzerhand eine Corona-Schutzmaske. Diese Abbildung fand sich – von Fasnachts-Obmann Bernhard Juen arrangiert – als Flaschenetikett limitiert auf 40 Flaschen Starkenberger Bier. Grafik: Poschusta
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