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Imst | Chronik | 28. Juli 2022 | Martin Grüneis

Da blieb kein Auge trocken

Da blieb kein Auge trocken<br />
Die harte Vorbereitung hat sich gelohnt: Die Bewerbsgruppe Niederthai 3 konnte bei den internationalen Feuerwehrwettbewerben in Slowenien Gold holen. Fotos: FFW Niederthai
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Feuerwehr Niederthai holt Gold bei internationalem Bewerb

Allein die Möglichkeit, sich bei einem internationalen Bewerb präsentieren zu dürfen, ist schon etwas ganz Besonderes. Die Mitglieder der Feuerwehr Niederthai wollten sich damit aber nicht begnügen. Monatelang bereiteten sie sich intensiv auf die 17. internationalen Feuerwehrwettkämpfe in Celje (Slowenien) vor – mit Erfolg. Die Heimreise traten die Florianijünger aus dem Ötztal nämlich mit einer Goldmedaille im Gepäck an.
Nur alle vier Jahre werden vom internationalen Feuerwehrverband CTIF die internationalen Feuerwehrwettkämpfe veranstaltet. Dabei wird auf der Bewerbsbahn ein trockener Löschangriff vorgenommen, bei dem die Mannschaft die Schlauchleitung von der Wasserentnahmestelle bis zu den Strahlrohren aufbauen muss. Schnelligkeit und Präzision sind dabei gefragt, denn es gewinnt die schnellste Zeit mit möglichst wenig Fehlerpunkten. Der Staffellauf, mit Übergaben eines Strahlrohres als Staffette alle 50 Meter, ist im Unterschied zu den österreichischen Feuerwehrleistungsbewerben mit zusätzlichen Hindernissen versehen. Dazu gehören ein Schwebebalken und eine 150 Zentimeter hohe Hinderniswand, die überwunden werden müssen. Zudem müssen die Teilnehmenden möglichst schnell durch ein acht Meter langes Rohr gelangen. Die Qualifikation fand bereits im Oktober des vergangenen Jahres statt. Die besten Tiroler Bewerbsgruppen traten in Schwaz gegeneinander an. Am Ende konnte Niederthai die Qualifikation für sich entscheiden.

HARTE VORBEREITUNG UND GLÜCKLICHES ENDE. Die Vorbereitungen auf die internationalen Wettkämpfe in Celje begannen sogleich zur Jahreswende. Zu Beginn lag der Fokus vor allem auf Kraft und Kondition. Ab März wurde dann mehrmals in der Woche ein Bewerbstraining durchgeführt und der Staffellauf geübt. Vor Ort in Slowenien durften die Teilnehmer aus Niederthai zwei offizielle Trainings durchführen. „Die größte Herausforderung war die Hitze – und natürlich das Warten auf den Tag X“, blickt Feuerwehrkommandant Manuel Falkner zurück. Die Konkurrenz sei sehr stark gewesen, insbesondere die Gruppen aus Österreich und Slowenien. Die Bewerbsgruppe Niederthai 3 wurde jedoch von zahlreichen mitgereisten Fans lautstark unterstützt. Nach dem Wettbewerb sei die Stimmung allerdings etwas gedrückt gewesen, da man sich über Strafpunkte ärgerte. Nachdem aber klar war, dass es trotzdem für Gold reicht, blieb kein Auge mehr trocken.
Da blieb kein Auge trocken<br />
In einem Stadion mit rund 5000 Zuschauern muss man natürlich auch mental sehr stark sein. Fotos: FFW Niederthai
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