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Imst | Chronik | 8. Feber 2021 | Ewald Krismer

Imster Fastenkrippe hat neue Heimat gefunden

Imster Fastenkrippe hat neue Heimat gefunden
Freuen sich, dass die Ausstellung noch rechtzeitig vor der Fastenzeit eröffnen werden kann, und hoffen, dass nicht wieder Corona-Beschränkungen ins Haus stehen: Hans-Peter Aschaber, Hausherr Hans „Zilleler“ Strobl, Walter Singer, Wernfried Poschusta, Manfred Singer und Franz Westreicher (v.l.) RS-Foto: Krismer
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Probleme in der Vergangenheit führten zum Ortswechsel

Die imposante Fastenkrippe der Tarrenzer Krippenakademie, die bisher viermal in der Imster Johanneskirche aufgestellt gewesen war, ist ab Aschermittwoch an einem neuen Standort zu bewundern. Nicht weit vom ehemaligen Aufstellungsort entfernt, am Beginn der Malchbachgasse gegenüber den Stadtwerken, hat das Meisterwerk zusammen mit vielen Weihnachtskrippen eine neue längerfristige Bleibe gefunden.
Von Ewald Krismer

Voller Eifer gingen die Verantwortlichen der Tarrenzer Krippenakademie auch letztes Jahr ans Werk, um mit dem abermaligen Aufstellen der Fastenkrippe in der Imster Johanneskirche den Gläubigen eine Freude zu bereiten. Kurzfristig war das Bestaunen auch möglich, bis die Corona-Pandemie auch über Imst hereinbrach und die mit dem „Zusperren des Landes“ einhergehenden Einschränkungen unsere Lebensgewohnheiten massiv veränderten.

VANDALENAKTE UND DIEBSTÄHLE. Den verordneten Maßnahmen fiel auch der Besuch der heiligen Messe zum Opfer. Das Imster Kabel-TV übertrug in dankenswerter Weise täglich um 18 Uhr den Gottesdienst aus der Johanneskirche live über DVB-T2 im gesamten Tiroler Oberland. Aus logistischen Gründen aber wurden die Kameras tagsüber stehengelassen, weshalb das Eisengitter versperrt werden musste und so die Fastenkrippe nicht mehr in Augenschein genommen werden konnte. Das bewog die Mitglieder der Krippenakademie zu dem Entschluss, das Meisterwerk nicht mehr in der Johanneskirche aufstellen zu wollen – auf die Gefahr hin, es könnte wieder zugesperrt werden. Das war aber nicht der einzige Grund. Immer wieder wurde von Vandalen brennende Kerzen unter die Krippe gestellt, die aber gottlob früh genug entdeckt keinen Schaden anrichten konnten. Außerdem wurde mehrmals der hölzerne Spendenkasten aufgebrochen und daraus Geld entwendet.

DER „ZILLELER“ MACHT’S MÖGLICH. Die Krippenakademiker aber mussten nicht lange nach einer neuen Bleibe suchen. Zum Glück gibt es mit Hans „Zilleler“ Strobl, dem seit der Gründung 1971 bis heute amtierenden Obmann des Imster Krippenvereins, einen begeisterten Krippeler, der den Tarrenzer Krippenbauern einige seiner Geschäftsräume als Ausstellungsfläche längerfristig und kostenlos zur Verfügung stellt. So haben die Fastenkrippe und auch vielen Weihnachtskrippen eine neue Heimat gefunden, in der sie nicht nur angemessen präsentiert werden können, sie sind jetzt auch vor Vandalismus und Diebstahl sicher. Außerdem entfällt das ständige Auf- und Abbauen, was den Kunstwerken auch nicht zuträglich wäre.

GANZ IN DER NÄHE. Und wenn die Fastenkrippe von nun an nicht mehr direkt am Beginn zum Gang übers Bergl steht, so ist sie trotzdem nicht zu weit davon entfernt, als dass man sie nicht besuchen könnte. Lediglich 150 Meter trennen den neuen Ausstellungsort vom alten. Dass die Fastenkrippe allemal sehenswert ist, steht außer Frage. Immerhin bespielen mittlerweile 110 Südtiroler Heide-Figuren 14 einzelne Szenen vom „Einzug Jesu in Jerusalem“ bis zur „Auffahrt Jesu in den Himmel“ und sechs weitere kommen vor dem Aschermittwoch noch dazu. Mit ihnen hat das Meisterwerk dann endgültig seine künstlerische Vollendung erreicht. Die Fastenkrippe ist vom 17. Februar bis zum 5. April jeweils montags bis freitags von 13 bis 17 Uhr und samstags und sonntags von 10 bis 17 Uhr zu besichtigen.
Imster Fastenkrippe hat neue Heimat gefunden
Das vierte schmerzhafte Geheimnis: „Jesus, der für uns das schwere Kreuz getragen hat.“ RS-Foto: Krismer
Imster Fastenkrippe hat neue Heimat gefunden
Jesus am Kreuz flankiert von den beiden Schächern und zwei römischen Soldaten. Vor dem Kreuz seine Mutter und Maria von Magdala und der Apostel Johannes. RS-Foto: Krismer
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