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Imst | Chronik | 12. Jänner 2021 | Manuel Matt

Kaum Zeit für vertiefendes Einarbeiten

Kaum Zeit für vertiefendes Einarbeiten
Bezirkshauptfrau folgt auf Bezirkshauptmann: Mit der Pensionierung von Raimund Waldner ist seit
1. Jänner die Imsterin Eva Loidhold die oberste Beamtin im Bezirk. Landeshauptmann Günther Platter stellte die Juristin vergangene Woche offiziell vor. Foto: Land Tirol/Brandhuber
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Eva Loidhold löst Raimund Waldner an der Spitze der Imster Bezirkshauptmannschaft ab

Mit der Juristin Eva Loidhold steht dieses Jahr seit 1. Jänner erstmals eine Frau an der Spitze der obersten Behörde im Bezirk. Sie folgt auf Raimund Waldner, der sich mit Jahresende in den Ruhestand verabschiedete, und übernimmt inmitten der wohl herausforderndsten Wochen in der Geschichte der Imster Bezirkshauptmannschaft.
Von Manuel Matt

Sie sind der verlängerte Arm des Landeshauptmanns und beauftragt mit der Organisation einer bürgernahen Verwaltung, arbeiten eng mit den Gemeinden zusammen und haben obendrein noch eine beachtliche Anzahl von Mitarbeitern zu führen – die Bezirkshauptleute. Über 21 Jahre ruhte in Imst dieses Amt in den Händen des aus Pians stammenden Raimund Waldner. Mit dem vergangenen Jahr ging diese Ära mit der verdienten Pensionierung zu Ende – und der 63-Jährige habe seine Sache „ausgezeichnet, mit unermüdlichen Einsatz“ gemacht, dankt Landeshauptmann Günther Platter am Donnerstag vergangener Woche: „Wir haben viele Projekte umgesetzt, Herausforderungen gemeistert und gemeinsam neue Wege beschritten.“ In Waldners Fußstapfen werde nun eine nicht weniger fleißige und begabte Juristin treten, stellt Platter sogleich vor – nämlich Eva Loidhold. Mit ihr übernehme eine langjährige Mitarbeiterin der Bezirkshauptmannschaft Landeck und so zugleich eine erfahrene wie kompetente Führungspersönlichkeit die Position als Imster Bezirkshauptfrau. „Ich bin überzeugt davon, dass sie die Geschicke der Bezirkshauptmannschaft professionell leiten und mit ruhiger Hand führen wird“, so Platter: „Ich freue mich auf die Zusammenarbeit und wünsche viel Erfolg und Kraft für die künftigen Aufgaben und Herausforderungen.“

GLEICH MITTENDRIN. Herausfordernd werden die kommenden Wochen und Monate allemal sein, übernimmt die gebürtige Imsterin doch inmitten der Corona-Krise. Zwar sei die Lage in Tirol „im Griff“, die Zahl der Infizierten (132 bis zum Redaktionsschluss am Montag) aber nach wie vor zu hoch, sagt Platter – ebenso wie die 3972 als arbeitslos gemeldeten Personen im Bezirk, wobei allein seit November rund 947 Arbeitslose hinzugekommen seien. Eine Ausnahmesituation, die auch die Bezirkshauptmannschaft fordert wie nie – und kaum Zeit lässt für ein vertiefendes Einarbeiten, wie die neue Bezirkshauptfrau zu bestätigen weiß: „Die Bekämpfung der Pandemie hat oberste Priorität. 115 unserer 140 Mitarbeiter sind momentan ausschließlich damit beschäftigt“, erklärt Loidhold. So würde sich diesbezüglich zwar alles – wie etwa das Ausstellen von Absonderungsbescheiden – „flott abarbeiten“ lassen, vieles andere aber auf der Strecke bleiben. Diese entstandenen Rückstände aufzuholen sei anschließend ein Hauptaugenmerk, so Loidhold, wie auch die Unterstützung der Gemeinden bei der diesjährigen Budgeterstellung. Nicht zu vernachlässigen seien jedoch auch Personalführung und Organisation: „Wir können nur dann gut für die Bürgerinnen und Bürger arbeiten, wenn wir eine straff funktionierende Organisation haben und die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter entsprechend motiviert und geschult sind. Dahingehend möchte ich mein Engagement und meinen Einsatz aufwenden, um die Bezirkshauptmannschaft Imst als serviceorientierten und bürgernahen Dienstleistungsbetrieb weiterhin zu stärken.“ Mut zur Gestaltung lässt Loidhold ebenso durchblicken: „Es wird während meiner Amtszeit sicherlich zu der ein oder anderen Veränderung kommen, doch hat das im Hinblick auf die aktuellen Herausforderungen noch Zeit.“

WERDEGANG. Erstmals in Landesdiensten stand Loidhold im Jahr 2000 – als Verwaltungspraktikantin an der Bezirkshauptmannschaft Landeck. Anschließend fungierte sie als Leiterin des Referats für Polizei-, Verkehrs- und Grundverkehrsrecht an der Bezirkshauptmannschaft Imst, wurde später erste Stellvertreterin des Landesgrundverkehrsreferenten und übernahm dann die Leitung des Referats Natur und Umwelt in Landeck. Vor der Rückkehr nach Imst leitete die verheiratete Mutter einer Tochter das Referat Wasser und Energie in Landeck und war zudem Teil der Bezirkseinsatzleitung. Trotz dieser beachtlichen Laufbahn begegne sie ihrer künftigen Aufgabe als Imster Bezirkshauptfrau mit viel Respekt, sagt Loidhold: „Aber die Freude überwiegt noch immer!“
Kaum Zeit für vertiefendes Einarbeiten
Mit den besten Wünschen von Landeshauptmann Günther Platter: Eva Loidhold leitet künftig die Geschicke der Bezirkshauptmannschaft Imst. RS-Fotos: Matt
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