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Imst | Chronik | 3. Dezember 2019 | Gebi G. Schnöll

Kein Weihnachtspaket für Rietzer Bahnpendler

Kein Weihnachtspaket für Rietzer Bahnpendler
Ab kommenden Montag kann man im neuen Parkhaus beim Bahnhof Telfs-Pfaffenhofen parken, bis Jahreswechsel noch kostenlos. Foto: MGT/Dietrich
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Neues Parkhaus beim Bahnhof Telfs-Pfaffenhofen fertig: Weil Rietz nicht im Verbund ist, wird das Parken teuer


Ab kommenden Montag können beim Bahnhof Telfs-Pfaffen-hofen die Bahnkunden im neuen Parkhaus ihre Fahrzeuge parken. Für die Bahnpendler aus Rietz und aus anderen Gemeinden, die das Projekt nicht mitfinanziert haben, wird es nun teuer.


Von Gebi G. Schnöll


Wie die RUNDSCHAU bereits berichtete, hat sich die Gemeinde Rietz gegen eine Beteiligung an der Interessengemeinschaft für die „Park & Ride“-Anlage beim Bahnhof Telfs-Pfaffenhofen ausgesprochen. „Bis heuer im Juni habe ich das Gespräch gesucht, man hat aber kein Interesse für einen Beitritt gezeigt“, erklärte bei der jüngsten Gemeinderatssitzung der Telfer Bürgermeister Christian Härting.  Im Parkhaus kann ab kommenden Montag geparkt werden. 295 Pkw- sowie 80 überdachte Rad- und Mopedabstellplätze stehen den Bahnreisenden zur Verfügung. Tagespendler werden – nach einer Weihnachtsamnestie – ab 1. Jänner 2020 für die ersten 18 Stunden drei Euro bezahlen, für weitere 18 Stunden ebenfalls jeweils drei Euro, die Maximal-Parkdauer beträgt 72 Stunden. Diese Tarife gelten für alle Parkhausbenutzer gleich. Billiger parken können die Bahnpendler aus jenen Gemeinden, die das Parkhaus mitfinanziert haben. Das sind die Gemeinden Telfs, Obsteig, Mieming, Wildermieming, Mötz, Stams, Flaurling, Oberhofen und Pfaffenhofen. Pendler aus den genannten Gemeinden, die im Besitz eines VVT-Monatstickets oder eines VVT-Jahrestickets sind, können für das Parkhaus in den jeweiligen Gemeindeämtern das Monatsticket um 20 Euro und das Jahresticket um 200 Euro erwerben. „Es ist halt eine schwierige Situation, weil Rietz nicht dabei ist. Vier Jahre haben es die ÖBB und der VVT nicht geschafft, ein vernünftiges Bewirtschaftungssystem auf die Beine zu stellen. Nun haben wir ein System in die Runde geworfen, mit dem die ÖBB und der VVT einverstanden sind“, so Härting.



Rücklagen

Schranken wird es im Ein- und Ausfahrtsbereich des Parkhauses vorerst nicht geben, sondern normale Parkautomaten mit Tickets. Das gezogene Ticket muss gut sichtbar hinter der Windschutzscheibe hinterlegt werden. Für die Überprüfung sind Parkraumbewirtschaftungsorgane der Marktgemeinde Telfs zuständig. „Parkvergehen können sogar eine Besitzstörungsklage nach sich ziehen“, lässt Bürgermeister Christian Härting wissen. Die Bewirtschaftungsentgelte für das neue Parkhaus wurden vergangenen Donnerstag vom Telfer Gemeinderat einstimmig abgesegnet. Die Einnahmen aus dem Parkhausinkasso verwaltet die Marktgemeinde Telfs. „Die beteiligten Gemeinden haben sich verpflichtet, 50 Jahre lang für die Instandhaltung und Betreuung des Parkhauses zu sorgen. In den ersten Jahren rechnen wir mit Einnahmen in Höhe von rund 70.000 Euro und Ausgaben um die 35.000 Euro. Mit dem Überschuss werden Rücklagen gebildet, die in fernerer Zeit wahrscheinlich wieder in das Parkhaus investiert werden müssen“, erklärte Härting bei der Gemeinderatssitzung vor der Abstimmung.

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