Rundschau - Oberländer Wochenzeitung
Imst | Chronik | 8. Oktober 2019 | Bogdan Dujic

NMSK goes Vienna

NMSK goes Vienna
Mehr geht nicht! Die Schülerinnen und Schüler der NMS Königsweg sahnen mit ihrem Projekt „Black.Ice“ die tollsten Preise ab. Für die Verleihung des "IMST" Awards reiste die Gruppe nach Wien. Foto: NMSK
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Award für Gletscherforschungsprojekt – Reuttener Schüler kehrten mit IMST heim


Pädagogin Gerda Bubendorfer und ihre „Sparkling Kids“ wurden für ihre Arbeit und Zusammenarbeit beim „Sparkling Science-Projekt des Forschungsteams der Uni Innsbruck ausgezeichnet.

Von Michaela Weber

„Sparkling Sience“ ist ein Forschungsprojekt des Bundesministeriums für Bildung. Für dieses Bildungsprojekt nahmen die Schülerinnen und Schüler der NMSK viel Arbeit auf sich. Ziel war nicht nur, ihnen einen Einblick in internationale Forschung zu vermitteln, sondern sie auch für die Verletzlichkeit des Lebensraums der Alpen zu sensibilisieren. Daraus resultierten einzigartige Erfahrungen und Forschungsmitarbeit, wissenschaftlich fundierte Ergebnisse und jede Menge Spaß, den sie gemeinsam erlebten. Die Wissenschaftler Birgit Sattler, Klemens Weisleitner und Sabrina Obwegeser nahmen die wissbegierigen Außerferner unter ihre Fittiche. Es zeigten sich bereits während des Projekts überaus großer Ernst, hohes Verantwortungsgefühl und enorme Wissensbegierde der Schülerinnen und Schüler, was auch die betreuenden Wissenschaftler überraschte. Überraschend war auch die Vielfalt der unterschiedlichen Stärken der Kinder: die Kreativ-Talente, die Tüftler im Labor, die Organisierten, die Analytischen, und auch die mit erzählerischen Fähigkeiten, was bei der Präsentation der Ergebnisse deutlich wurde. Ein Schüler meinte: „Dieses Projekt hat mir zum ersten Mal gezeigt, dass ich auch etwas kann.“
Angefangen vom Black.Ice-Logo, das Manuel aus der Klasse 2c gestaltete, über die vielen Eindrücke am Jamtal Gletscher bis hin zu den verschiedenen Auszeichnungen, die Frau Bubendorfer mit ihrem Forschungsteam nun – verdient – abholen kann. Ein kleines Hinkebein an der ganzen Sache waren die anfallenden Reisekosten nach Innsbruck und Wien. Aber auch da scheute die Pädagogin die Arbeit nicht. Mit Müh und Not suchte Gerda nach den günstigsten Angeboten und schlug noch einen „Städtebildungsinput“ oben drauf. Die Gesichtspunkte für die Verleihung des IMST Awards wurden mit dem „Black.Ice“ Projekt voll erfüllt. Das Forschungsprojekt ist innovativ und steigert die Lernaktivität im Unterricht. Das Projekt ist nachhaltig. Jungen und Mädchen werden in gleicher Weise gefördert. Der Entwicklungsstand, der Verlauf und die Ergebnisse wurden den Mitschülern, Eltern und der Öffentlichkeit präsentiert. Die Ergebnisse wurden evaluiert und überprüft.
Uni und Schule brauchen mehr Akzeptanz. Birgit Sattler (Uni Innsbruck) findet, dass das Verständnis für die Zusammenarbeit von Uni und Schule größtenteils auf kargen Boden trifft. Umso mehr freut es die Wissenschaftlerin, dass sie für dieses tolle Gemeinschaftsprojekt ausgezeichnet wurden. Die „Fridays For Future-Bewegungen“ bestätigen einmal mehr, dass man der Jugend mehr Verantwortung zutrauen sollte“, so Sattler. Den Kindern im Labor das Werkzeug in die Hand zu geben ist das eine, die wissenschaftlichen Inhalte zu vermitteln, das andere. Diesen Part erfüllt Gerda Bubendorfer mit innigster Hingabe und Leidenschaft.
IMST. „Innovation macht Schule toll“ – diesen Award erhielten die Außerferner in der Bundeshaupstadt.
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