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Imst | Chronik | 14. Mai 2019 | Klara Fritz

Venter Schüler nach Sölden

Venter Schüler nach Sölden
Die Volksschule in Vent wird nun stillgelegt. Ein Wiederaufnahme in einigen Jahren wird dabei nicht ausgeschlossen. Foto: Privat
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Stilllegung der Volksschule Vent nun fixiert


Im Bezirk Imst besuchten im Schuljahr 2017/18 2463 Schüler die heimischen Volksschulen. In Vent im Ötztal sind es im Moment nur zwei Volksschüler, die die dortige Schuleinrichtung besuchen. Wie die RUNDSCHAU berichtete, soll diese nun geschlossen werden. Nun ist auch klar, wo die verbliebenen Schüler weiter zur Schule gehen sollen.


Von Barbara Heiss

„Das Regelwerk in Tirol sieht für die Zukunft vor, dass mindestens zehn Schüler eine Volksschule besuchen müssen, damit diese aufrechterhalten werden kann“, erklärt Söldens Bürgermeister Ernst Schöpf, zu dessen Zuständigkeitsbereich auch das kleine Örtchen Vent gehört. Grundsätzlich könne man von den bisher sechs Schülern, die in Tirol benötigt werden, auf drei zurück gehen, aber auch nur im Falle einer Aussicht auf nachwachsende Schülergenerationen. Wie bereits vermutet, werden die Volksschüler in Zukunft in Sölden weiter zur Schule gehen. „Wir werden die Schule in Vent aber lediglich stilllegen. Dies ist ein gelinderes Mittel zur Schließung, damit wir im Falle einer neuerlichen Steigerung an Kindern die ins Volksschulalter kommen, wieder leichter öffnen können. Das Gebäude ist dafür gut ausgelegt und wir hoffen, dass es irgendwann wieder zu einer Öffnung kommen wird“, so Schöpf.



Kritik an der Verbindung

Die Frage, die sich einige nun stellen, ist die Erreichbarkeit für die sechs bis zehn Jahre alten Kinder nach Sölden. Mitunter ist es theoretisch möglich, dass die Straße von Vent nach Sölden im Winter an einigen Tagen wegen starker Schneefälle oder Lawinengefahr gesperrt sein könnte. „Das ist natürlich alles Theorie. Die Venter Straße ist eine gefährdete Straße – das ist richtig. Dennoch wird sie immer sicherer und weitere Verbauungen sind in Planung“, erklärt der Bürgermeister. Eine 100-prozentige Sicherheit gäbe es natürlich nicht, im Einzelfall könne es passieren, dass Schüler eventuell nicht zur Schule gebracht werden können oder in Sölden bleiben müssen. „Dies war im letzten Jahr an nur elf Tagen der Fall, an denen die Schüler dann schulfrei hatten“, beruhigt Schöpf. Die Volksschüler werden somit in Zukunft, wie auch schon die Kinder, die zu einer Neue Mittelschule pendeln müssen, mit dem Schulbus nach Vent gebracht werden.

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