Rundschau - Oberländer Wochenzeitung
Imst | Galerie | 8. Oktober 2019 | Klara Fritz

Eine 20-jährige Erfolgsgeschichte

Nach einem feudalen Mahl und reichlich Gerstensaft waren „Konrad von Gebratstein“, der fesche Jüngling in der Mitte, und seine stolzen Ritter dermaßen kampfeslustig dass sie mit Schwertkampf sogar noch aufeinander losgingen. RS-Foto: Krismer
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Im Museum im Ballhaus gibt es bei der „Langen Nacht der Museen“ immer etwas zu schnabulieren: Diesmal waren es Getränke und Speisenkreationen, welche in den 1970er-Jahren bei uns populär geworden sind. RS-Foto: Krismer
Als Imster Vogelhändler voll in seinem Element war der „Larcher Ritschi“. Beherzt erzählte er die Geschichte sowohl über den Vogelhandel als auch über die Figur bei der Imster Fåsnåcht. RS-Foto: Krismer
Alchemist Leonhard Thurneysser bei der Arbeit. Er verbreitete dabei eigenartige Gerüche, die wohl auch bei der nebenan ruhenden „Heilerin vom Straderwald“ Gänsehaut hervorgerufen haben dürfte. RS-Foto: Krismer
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„Lange Nacht der Museen“ auch wieder in Imst und Tarrenz


Das „Museum im Ballhaus“ und das „Haus der Fåsnåcht“ in Imst sowie die „Knappenwelt“ und der „Biermythos Starkenberg“ in Tarrenz waren die einzigen Museen des Bezirkes Imst, die sich auch heuer wieder der – vor 20 Jahren vom ORF ins Leben gerufene – „Lange Nacht der Museen“ angeschlossen haben. Neben viel Althergebrachtem gab es auch viel Neues zu entdecken – ein abwechslungsreiches Programm, was schlussendlich viele Besucher in Anspruch genommen haben.


Von Ewald Krismer


Hauptthemen im „Museum im Ballhaus“ waren wiederum die Sonderausstellung „Zimmer mit Arbeit“, welche die Zeit der Gastarbeiter in den 1960er- und 1970er-Jahren erzählt, sowie Wanderbewegungen, von denen Imst in früheren Zeiten durch Wanderhandwerker, Bergleute und die heimischen Vogelhändler geprägt war. Um die Vogelhändler ging es auch im „Haus der Fåsnåcht“. Aber nicht nur um die beim Schemenlaufen, sondern die echten Imster Vogelhändler, die mit ihren dressierten Singvögeln bis nach Sankt Petersburg, London oder Konstantinopel kamen und von denen die gleichnamige Operette von Carl Zeller erzählt.



Hoher Besuch

Mystisch ging es in der „Knappenwelt“ zu. Unweit der „Heilerin vom Straderwald“ trieb Alchemist Leonhard Thurneysser sein Unwesen. Die Besucher erfuhren dort eine Menge über das Leben und Arbeiten von echten Alchemisten. Thurneysser soll ja schon 1559 in Tarrenz als Metallurg und als Bergwerksunternehmer tätig gewesen sein. Ebenso hoher Besuch fand sich auf Starkenberg ein. „Konrad von Gebratstein“ hielt dort Hof mit seinem Gefolge. Wie viel Krüge Bier die kampfeslustigen Ritter verschlungen haben, wurde nicht bekannt. Jedoch wo und wie dieser Gerstensaft gebraut wird, darüber konnten sich die Besucher bei einer Führung durch den „Starkenberger Biermythos“ informieren.


 
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