Rundschau - Oberländer Wochenzeitung
Imst | Glanzlichter | 7. April 2020 | Sabine Schretter

Das Beste ist Nichtstun

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Liebe Freunde der tiefenpsychologischen Aufarbeitung von Krisen!



Das Virus kam aus dem Nichts. Es legte große Teile unseres Lebens lahm. Speziell Unternehmen stehen dramatisch vor dem Nichts. Und weil man gegen diesen unsichtbaren Feind namens Corona so gut wie nichts tun kann, empfiehlt uns der Staat als Notfallmaßnahme das Nichtstun. Bis auf die sogenannten systemrelevanten Berufe, die unsere Grundversorgung aufrecht halten, heißt es jetzt für viele Arbeitgeber wie Arbeitnehmer auf gut französisch: Rien ne va plus. Also: Nichts geht mehr! Für uns Europäer ist das ein Schock. Schlagartig, plötzlich, abrupt oder wie vom Blitz getroffen steht vieles still. Wir, die wir uns über das Tun, im Sinne von Arbeit, definieren, haben Sein wie Schein über das Berufliche organisiert. Der Nichtstuer ist ein Taugenichts. Und so ist das Nichts für uns schier nicht bewältigbar. Dabei tun wir ja nicht wirklich nichts. Nur etwas anderes. Zum Beispiel den ganzen Tag Fernsehen oder Radiohören. Um informiert zu sein. Über aktuelle Daten und Fakten. Auch wenn viele Betriebe, Schulen, Ämter, Geschäfte, Gastlokale und öffentliche Parkanlagen geschlossen sind, geht das Leben weiter. Wir fühlen uns jetzt als Statistiker, Virologen, Psychologen, Lebensberater oder Systemkritiker. Vielfach ersetzt der Zweifel das Wissen. Und die Frage nach Schuldigen die Antworten für Auswege. Wir Menschen sind in Zeiten wie diesen wie medizinische Tests. Dabei ist es positiv, negativ zu sein! Da auch ich nicht weiß, wie man aus diesem Nichts herauskommt, habe ich „Doktor Google“ und „Professor Wikipedia“ befragt. Da gibt es jede Menge Tipps fürs Nichts. Es falle zwar schwer, aber gezielt sei das Nichtstun sogar heilsam. Dem ist leider nichts hinzuzufügen.



Meinhard Eiter


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