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Imst | Glanzlichter | 7. September 2020 | Meinhard Eiter

Das Virus auf Reisen

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Liebe Freunde volksnaher politischer Sprüche!

Unser Kanzler Sebastian Kurz macht seinem Nachnamen alle Ehre. Er formuliert kurz und bündig. Und bringt auch komplexe Themen mit wenigen Worten auf den Punkt. Das erhöhte Risiko, in Urlaubszeiten das Coronavirus aufzugabeln, kommentierte unser Staatschef jüngst mit dem Satz: Das Virus kommt mit dem Auto! Dass selbiges zuweilen auch in Flugzeuge einsteigt oder Züge und Busse benützt, um sich weiter auszubreiten, ließ Kurz weg. Das wäre dann doch schon zu viel an Information auf einmal gewesen. Politisch freilich hätte der Türkis-Chef punkten können, wenn er auch die Öffis als bedrohliche Virenschleudern genannt hätte. Das hätte die Grünen ein wenig entzaubert, für die Autos und Flugzeuge ja kriminelle Waffen zur Naturvernichtung darstellen. Aber die Umweltpartei hat jetzt ja die Ampel als politisches Spielzeug. Wenn Gesundheitsminister Rudolf Anschober auf Grün stellt, ist die Welt in Ordnung. Gelb und Orange sind bereits Warnsignale. Und Rot die Alarmstufe eins. Da wären dann die Sozis an allem Schuld! Die Sache ist gefinkelt, aber kompliziert. Daher fährt der Basti mit dem Auto. Da kennt er sich aus. Er startete seinen Siegeszug ja einst über das Geilomobil, das historische Perpetuum Mobile der Jungen Volkspartei. Der Rudi darf dafür an der Ampel schalten und walten. Weil der treibt es ohnehin gerne bunt, wenn es um neue Gesetze und Verordnungen geht. Punktet aber ebenfalls beim Volk. Schon allein wegen seiner starken Medienpräsenz. Diesbezüglich gibt es aktuell noch einen dritten Sieger: Den Wolf. Nicht den Armin vom ORF. Und nicht den Jakob von der ÖVP. Nein. Den realen mit den vier Füßen, der laufend das Schweigen der Lämmer bricht. Und das ganz ohne Auto. Nur auf leisen Sohlen!

Meinhard Eiter
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