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Imst | Glanzlichter | 19. Mai 2020 | Meinhard Eiter

Der Sepp ist kein Depp

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Liebe Freunde des politischen Schmierentheaters!

Die Hoffnung, das Coronavirus hätte uns Menschen ein wenig zur Besinnung gebracht, ist im Schwinden. Ein trauriges Beispiel dafür sind die Debatten rund um die vom Tiroler Landtag eingerichtete Kommission zum Fall Ischgl. Wer glaubt, irgendwer hätte dabei eine sachliche Aufklärung im Sinn gehabt, irrt gewaltig. Egal, ob Schwarz, Grün, Rot, Blau, Pink oder die Liste Fritz – alle im Landesparlament vertretenen Parteien nützten die Diskussion rund um den Untersuchungsausschuss nur dafür, vermeintliches politisches Kleingeld zu verdienen. Einmal mehr hatte man den Eindruck, es geht unseren Volksvertretern nicht um die Sache. Sondern ausschließlich darum, Köpfe zu benennen, um selbige im gleichen Atemzug rollen zu lassen. Auf der Abschussliste steht dabei nicht nur Gesundheitslandesrat Bernhard Tilg. Auch die Position des Chefs der Kommission gestaltete sich als peinliches Hick-Hack um Personen. Letztlich warf der als Vorsitzender nominierte Ex-Richter Dr. Josef Geisler schon vor Antreten seines Amtes das Handtuch. Dass der Präsident des Tiroler Fußballverbands nicht als Schiedsrichter den Buhmann eines kleinkarierten Ränkespiels geben wollte, ist mehr als verständlich. Sein Wunsch, dass alle Abgeordneten ihn einstimmig nominieren, wurde nicht erfüllt. Und so pfiff der Zillertaler das unfaire Match ab. Der pensionierte Richter bleibt oberster Funktionär der Tiroler Kicker. Und wird nicht Zirkusdirektor eines clownesken Kasperltheaters. Der Sepp, wie ihn seine Freunde nennen, ist kein Depp. Er hat Urteilsvermögen. Und wollte nicht, dass aus einer Steilvorlage ein Eigentor wird. Ihm gebührt ein dreifaches „Hipp, hipp, hurra!“ Und der Politik ein „Zicke, zacke, hoi, hoi, hoi!“ 

Meinhard Eiter
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