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Imst | Glanzlichter | 13. Oktober 2020 | Meinhard Eiter

Die Wiederauferstehung

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Liebe Freunde kirchlicher und weltlicher Rituale!

In wenigen Tagen stehen wir vor den Grabstätten und gedenken unserer Verstorbenen. Als Katholiken glauben wir an die Auferstehung. Diese durch die Geschichte von Jesus genährte Hoffnung pflegen wir traditionell in der Karwoche vor Ostern. Heuer fällt dieses Fest laut Inszenierung des wohl mächtigsten Mannes der Welt bereits auf den 3. November. Zumindest in den USA. Denn: Unmittelbar nach Allerheiligen und Allerseelen wählen die Bürger der Vereinigten Staaten von Amerika ihren Präsidenten. Dabei will der amtierende Staatschef Donald Trump mit aller Gewalt an der Macht bleiben. Um dieses Ziel zu erreichen, scheint ihm jedes Mittel recht zu sein. Selbst das positive Testergebnis einer Corona-Erkrankung von sich und seiner Frau Melania nützte Trump für eine politische Selbstinszenierung. Ein nur kurzer Spitalsaufenthalt samt rascher Rückkehr auf die Politbühne ohne Maske ließ die Amis sinngemäß wissen: Donald ist stärker als Covid und Corona zusammen, der Virus auch nicht schlimmer als eine Grippe. Trump schlägt alle Warnungen seiner Ärzte in den Wind und mimt den Unsterblichen. Und der 74-jährige Amtsinhaber lässt damit seinen knapp 78-jährigen Gegenkandidaten Joe Biden ziemlich alt aussehen. Der brave demokratische Maskenträger wird zum Weichei degradiert, der republikanische Führer gebärdet sich wie ein bärenstarker Gorilla. Bedient werden das Schwarz-Weiß-Denken im Wilden Westen und die These, dass ein soziales Gesundheitssystem ohnehin eher ein Luxus für Nichtsnutze sei. Geld und Gesundheit sind eben nicht für alle da. Um derartige Dummheiten mehrheitsfähig zu machen, braucht es einfache Drehbücher. Und knackige Filmtitel. Wie „Stirb Langsam“ oder „Spiel mir das Lied vom Tod“!

Meinhard Eiter
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