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Imst | Glanzlichter | 27. Juli 2020 | Meinhard Eiter

Geld ohne Ende

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Liebe Freunde gut verwalteter Finanzen!

Früher hat es geheißen: Man muss das Geld erst verdienen, bevor man es ausgibt. Um für Notzeiten gewappnet zu sein, sollte man Rücklagen bilden. Dann kam der wirtschaftliche Aufschwung. Verbunden mit einer gesteigerten Risikobereitschaft, die Zukunft auf Kredite aufzubauen. Um in der Gegenwart bereits das konsumieren zu können, auf das man als konservativer Sparer sonst noch lange warten hätte müssen. Wir alle hatten einst noch ein bisschen Respekt vor der Kohle oder der Marie, wie wir unser Zahlungsmittel liebevoll nannten. Heute kommt der Strom aus der Steckdose, der Benzin aus dem Zapfhahn und die Knete aus dem Bankomaten. Droht eine Krise, dann werden es Papa und Mama schon richten. Oder eben Vater Staat. Koste es, was es wolle! Zumindest im eigenen Land sehen wir uns gut versichert. Im Ausland, beim Verteilen der EU-Gelder, gehören wir zu den Sparsamen. Weil wir glauben, dass wir die Einzigen sind, die etwas leisten. Und arbeitsscheue Menschen nicht sponsern wollen. Hierzulande haben wir ja Banken. Auf die wir jederzeit zugreifen können. Und Zaster abheben, den es real vielleicht schon gar nicht mehr gibt. Egal, ob Bawag-Desaster, Hypo-Alpe-Adria-Skandal, die Liquidierung der Meindl-Bank oder neuerdings die Pleite der Commerzialbank im burgenländischen Mattersburg. Wir Österreicher sind oft nicht mehr in der Lage, auf unser Geld aufzupassen. Für viele gilt längst: Am Ende des Geldes noch so viel Monat! Nicht nur das Geld selbst, auch die Arbeit wird knapp. Da klingt die neue Verpflichtung, beim Betreten von Banken Masken aufzusetzen, fast schon wie ein Überfall. Vielleicht kommen bald noch Augenbinden für den Supermarkt. Damit wir nicht mehr alles sehen, was man kaufen kann!

Meinhard Eiter
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