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Imst | Glanzlichter | 6. Oktober 2020 | Meinhard Eiter

Straßen für Frauen

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Liebe Freunde der Gleichbehandlung!

Im Kampf der Geschlechter orten Frauen in vielerlei Hinsicht noch immer massive Benachteiligungen. Dies gilt speziell bei Löhnen, Besetzungen von Führungspositionen, Rentenauszahlungen oder Kinderbetreuungseinrichtungen für Berufstätige. Für die Politik ist das ein Dauerthema. Der reale Erfolg der Emanzipation in vielen Alltagsbereichen lässt jedoch nach wie vor zu wünschen übrig. Im Bemühen, die Lage zu verbessern, setzen unsere Volksvertreterinnen und Volksvertreter gerne Symbole. Jüngstes Beispiel dafür ist eine Landtagsentschließung, die dem Wunsch Ausdruck verleiht, öffentliche Plätze und Straßen nach verdienstvollen Damen zu benennen. Frauen sind jedenfalls in der Würdigung eklatant unterrepräsentiert. So gibt es etwa in Innsbruck zirka 300 Straßen, die nach einer Person benannt worden sind. Lediglich sieben Prozent davon, also etwas mehr als 20 Straßen, sind nach Frauen benannt. Darunter befinden sich Fürstinnen wie Philippine Welser, Dichterinnen wie Klara Pölt oder NS-Opfer wie die Schülerin Ilse Brüll. Die bekannteste Namensgeberin ist Kaiserin Maria Theresia. In unseren Landgemeinden schaut das noch trüber aus. Dort werden Wege, Gassen und Plätze ohnehin nicht selten nach Bäumen wie Eichen, Föhren oder Birken benannt. Und das Thema Frauen und Straße diente hierzulande eher der Verunglimpfung des schwachen Geschlechts. Jeder kennt den Spruch: Frau am Steuer, Ungeheuer! Ich zähle da nicht dazu. Weil ich weiß, dass meine Frau wohl die bessere Autofahrerin ist als ich. Männer sind freilich die besseren Selbstvermarkter. Daher sind jetzt die Frauen aufgerufen, verdienstvolle Kolleginnen zu nennen. Mir fiele Hilde Schwarzkopf, die Chefin der Planseewerke, ein. Weitere Vorschläge bitte melden!

Meinhard Eiter
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