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Imst | Kultur | 18. Feber 2020 | Agnes Dorn

Bildchronist der 20er und 30er Jahre

Hansjörg Haßlwanter digitalisierte die Glasplatten und traf mit Helmut Hörmann die Auswahl der Bilder für die Ausstellung. RS-Foto: Dorn
Bilder wie diese vom Stampfers Kreuz oder den Fassbindern vor der Stiftstischlerei um 1930 sind derzeit im Gemeindeamt Stams zu sehen. RS-Foto: Dorn
Abt German Erd mit dem Neffen und Erben des Künstlers Johann Larcher. RS-Foto: Dorn
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Ausstellung von Karl Larcher im Gemeindeamt Stams



Vergangene Woche wurde im Gemeindeamt Stams eine Fotografie-Ausstellung eröffnet, die 27 ganz besondere Schätze birgt: Aus dem reichen Nachlass des Künstlers Karl Larcher (1907 bis 1939) werden Fotografien gezeigt, die Einblick gewähren in die späten 20er und 30er Jahre. Landschaftsaufnahmen sind dabei ebenso zu sehen wie Fotografien von Gebäuden und Familienaufnahmen.



Von Agnes Dorn



Dass den akademischen Bildhauer und leidenschaftlichen Fotografen Karl Larcher wenige kennen, habe wohl vor allem mit seinem frühen Ableben zu tun, spekuliert Ortschronist Helmut Hörmann und trifft damit vermutlich ins Schwarze. Denn anders ist es nicht zu erklären, dass der Name des Erschaffers jener Reiterstatue von Meinhard II, die von 1936 bis 1995 den Giebel des Zisterzienserstifts zierte, nicht mehr in aller Munde ist. Doch dank der monatelangen Arbeit von Hansjörg Haßlwanter hat sich das nun geändert: Einen großen Teil der insgesamt 800 Glasplatten hat der gelernte Drucker bereits digitalisiert. Gemeinsam mit dem Chronisten Helmut Hörmann erfolgte dann die (schwierige) Auswahl jener 27 Motive, die in DinA3-Format und hochwertiger Qualität ausgedruckt wurden.


Bilder wie diese vom Stampfers Kreuz oder den Fassbindern vor der Stiftstischlerei um 1930 sind derzeit im Gemeindeamt Stams zu sehen. RS-Foto: Dorn


Bildhauer, Maler, Fotograf


Karl Larcher, der 1939 bei einem Verkehrsunfall mit nur 32 Jahren verstorben ist, wuchs als Sohn eines aus dem Pitztal stammenden Lehrers im Stamser Widum auf. Nach seiner Gesellenprüfung zum Tischler absolvierte er auch eine Lehre beim akademischen Bildhauer Josef Diechtl im Stift Stams, wo er sich auch eine Werkstatt einrichten konnte. Neben der Bildhauerei war Larcher auch leidenschaftlicher Maler und eben Fotograf. Dass der Stamser Künstler nun zumindest in seiner Heimatgemeinde kein Unbekannter mehr sein wird, dafür werden wohl die zahlreichen Besucher der Vernissage im Gemeindeamt sorgen, die bei der Betrachtung der Fotografien so manchen Vorfahren und so manches altes Gebäude wiedererkannten. Bei dem fotografischen Rundgang durch Stams werden aber auch ganz andere Einblicke gewährt: So sieht man den hölzernen Meinhard noch auf fester Erde reiten, eine Gruppe junger Männer spielt im Stiftspark Karten, die Theatergruppe Stams posiert im Kostüm, der Fährmann setzt über den Inn an und die Fassbinder präsentieren stolz ihr jüngstes Werk. Die Ausstellung, die übrigens auch einige gemalte Werke des Künstlers enthält, ist während der Öffnungszeiten des Gemeindeamts zu besichtigen.


Abt German Erd mit dem Neffen und Erben des Künstlers Johann Larcher. RS-Foto: Dorn
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