Rundschau - Oberländer Wochenzeitung
Imst | Kultur | 31. August 2020 | Manuel Matt

Das Feuer der Kulturvermittlung weitertragen

Das Feuer der Kulturvermittlung weitertragen
Bezieht am 1. September das Kulturbüro am Stadtplatz: Kathrin Deisenberger Foto: Privat
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Ablöse in der Kulturarbeit der Stadt Imst: Kathrin Deisenberger, Nachfolgerin von Andrea Schaller

Wenn es um Kunst und Kultur in der Stadtgemeinde Imst geht, führte über viele Jahre kein Weg vorbei an Andrea Schaller. Nun in die wohlverdiente Pension verabschiedet, gibt die engagierte Kulturarbeiterin die Fackel an Kathrin Deisenberger weiter, die aus einer Vielzahl an Bewerberinnen und Bewerbern den Gemeinderat von sich überzeugen konnte. Leibhaftig der Öffentlichkeit vorgestellt wird Deisenberger am 17. September beim Ausstellungsdebüt von Architekt Raimund Wulz in der Hörmann-Galerie, ihren künftigen Arbeitsplatz bezieht sie allerdings bereits zu Monatsbeginn.
Von Manuel Matt

Seien es die Laurentius-Konzerte in ihrer heutigen Form, die unzähligen, professionell begleiteten Ausstellungen in der Hörmann-Galerie oder auch das schlicht unverzichtbare Wirken im Hintergrund: Das kulturelle Imst hat Andrea Schaller zweifellos viel zu verdanken. Doch selbst den engagiertesten, brennendsten Menschen unter uns sei irgendwann der Ruhestand vergönnt – und wenn auch so ein Abschied zwangsläufig mit Wehmut verbunden ist, bleiben die Fußstapfen, in denen gewandelt werden will.

DIE KULTUR, EIN FEINES ZUHAUSE. Dass sie das notwendige Rüstzeug für diese Aufgabe mitbringt, dürfte jedenfalls außer Zweifel stehen: Kathrin Deisenberger. Zuletzt den Tiroler Landesmuseen im Bereich Öffentlichkeitsarbeit und Marketing dienend, kann die Schaller-Nachfolgerin nicht nur auf einen handfesten Erfahrungsschatz zurückgreifen, sondern überzeugte den Imster Gemeinderat wohl auch durch ihr Bachelor-Studium der Kommunikationswissenschaft mit Kulturmanagement-Schwerpunkt sowie einen Master-Abschluss im Bereich des Medien-Managements samt Fokus auf Content und Marketing. „Ob im Studium oder in meiner bisherigen beruflichen Laufbahn – die Kulturlandschaft war immer mein Zuhause, in dem ich mich stets wohlgefühlt habe“, verrät die designierte Kulturarbeiterin der Stadtgemeinde Imst.

FAIBLE FÜR DIE SCHÖNEN KÜNSTE. Kunst und Kultur sind ein delikater Genuss, wissen die Seelen in luftige Höhen zu treiben, zu bewegen – „und mich ganz besonders“, sagt Deisenberger: „Von Kindesbeinen an hat es mich zu den schönen Künsten hingezogen und diese Liebe begleitet mich bis heute.“ Auch die etwas sperrige Kultur-Definition aus dem Duden – die Gesamtheit der geistigen, künstlerischen, gestaltenden Leistungen einer Gemeinschaft als Ausdruck menschlicher Höherentwicklung – weiß die Kulturarbeiterin so in einfachen Worten auf den Punkt zu bringen: „Kultur bezeichnet im weitesten Sinne alles, was der Mensch selbstgestaltend hervorbringt. Und das ist ganz schön facettenreich. So facettenreich, dass es nie langweilig wird und man sich ein Leben lang damit befassen kann.“

BRENNEN, STREBEN – UND EIN EHRENVOLLES ERBE. Vor ihrem Wirken in Innsbruck war die gebürtige Oberländerin übrigens auch in Berlin tätig. „Meine gesammelten Erfahrungen möchte ich jetzt in Imst gerne einbringen. Dank meiner Vorgängerin Andrea Schaller kann ich auf eine sehr gute Basis aufbauen und mich langsam an neue Projekte herantasten. Langfristig gesehen möchte ich den Kulturstandort Imst noch weiter beleben und öffnen. Mir ist es wichtig, den Kulturgenuss für alle zugänglich zu gestalten und bereits junge Menschen für Kultur zu begeistern.“ Sie freue sich auf ihre neuen Aufgaben, schließt Deisenberger – und auch darauf „Andreas Feuer der Kulturvermittlung weiterzutragen“.
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