Rundschau - Oberländer Wochenzeitung
Imst | Kultur | 20. Dezember 2021 | Ewald Krismer

Ein Museum als Herzensangelegenheit...

Ausschnitt einer „Luammandle-Krippe“, wie sie nach der Eröffnung mehrfach im Museum bewundert werden kann. Foto: Archiv Krismer
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Imst  Ewald Krismer
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...von Robert Jordan, der weiterhin Chef der Nassereither Krippeler bleibt

Er ist seit 2006 Obmann des Nassereither Krippenvereins und möchte dieses Amt schon lange in jüngere Hände geben; das mehrmalige Verschieben von Neuwahlen verhinderte dies aber immer wieder. Robert Jordan kam zu dieser Funktion wie die Jungfrau zum Kind. Noch nicht einmal Mitglied, übernahm er nach langem Zureden diese Aufgabe.
Von Ewald Krismer

Ganz aus dem Krippenverein zurückziehen möchte sich der Robert aber natürlich nicht; voll und ganz dem Krippenmuseum – das in den letzten Jahren entstand und seiner Fertigstellung entgegensieht – möchte er sich widmen. Untergebracht ist das Prunkstück im Dachgeschoss des Musikhauses in der Nachbarschaft der Ausstellungsräume „Nassreither Bergbau“. Die Räumlichkeiten des Krippenmuseums sind zwar nicht übermäßig groß, beinhalten aber einen wertvollen, umfangreichen Fundus an Krippen mit „Luammandle“, jene Figuren, für die Nassereith als Krippendorf bekannt geworden ist. Nicht weniger sehenswert sind Krippendarstellungen des heimischen Schnitzers Reinhold Melmer. Die derzeit ausgestellten Krippen werden aber nicht die einzigen bleiben. Denn es ist noch Platz für weitere Kunstwerke.

EIN VERBOT MIT FOLGEN. Franz von Assisi war es, der 1223 in Greccio das Weihnachtsgeschehen mit Menschen und lebenden Tieren nachstellte. Die erste Weihnachtskrippe also. Später folgten prunkvolle dreidimensionale Darstellungen in Kirchen und Klöstern; bis Kaiser Joseph II. 1782 das Verbot erließ, die von ihm als lächerlich und kindisch bezeichneten Krippendarstellungen aufzustellen. Die Folge daraus war, dass die Krippe eben in den Wohnstuben Einzug hielt. Tja, was ein Verbot nicht alles bewirken kann.

VON DER KÜNSTLERFAMILIE FALBESONER. Daraus resultierte wohl auch die hausindustrielle Erzeugung der „Nassereither Luammandle“ der heimischen Künstlerfamilie Falbesoner. Sowohl Martin Falbesoner (1726 – 1815) als auch sein Sohn Josef (1767 – 1848) und sein Enkel Ignaz (1808 – 1881) waren Bildhauer. Von ihnen stammen die aus Holz geschnitzten Model für die aus Lehm gefertigten Figürchen – wobei Josef die schönsten geschnitzt haben soll. Typisch für die Nassereither Luammandle-Krippe ist der steil terrassenförmig aufragende Krippenberg. Eine solch sogenannte „Arme-Leute-Krippe“ besaß jeder, der nicht gerade eine mit aus Holz geschnitzten Figuren sein Eigen nennen konnte. Viele solche Krippen werden nach der Fertigstellung des Nassereither Krippenmuseums darin zu bestaunen sein.
Ein Museum als Herzensangelegenheit...
Originalmodel zur hausindustriellen Fertigung von „Luammandle“ der Nassereither Künstlerfamilie Falbesoner. Foto: Archiv Krismer
Ein Museum als Herzensangelegenheit...
Freut sich schon, in Bälde das Nassreither Krippenmuseum betreuen zu können: Robert Jordan auf der Eckbank, auf der es auch den einen oder anderen „Krippenhuangart“ geben wird.Foto: Archiv Krismer
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