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Imst | Kultur | 24. Jänner 2023 | Friederike Bundschuh

„Ereignishorizont“ in der Imster Hörmanngalerie

„Ereignishorizont“ in der Imster Hörmanngalerie<br />
Laura Manfredi präsentiert Zeichnungen, Aquarelle und Drucktechniken. Als Vorbilder für ihre Motive dienen getrocknete Blätter, Samen, Äste oder Blüten aus ihrer „Wunderkammer“. RS-Foto: Bundschuh
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REDAKTION
Imst  Friederike Bundschuh
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Laura Manfredi präsentiert neue Werke

„L‘orizzonte degli eventi“ – Ereignishorizont – ist das Motto von Laura Manfredi‘s neuester Ausstellung in Imst. Musikalisch begleitete Christine Köhle die zahlreichen Besucher auf ihrem Weg zur Grenzfläche eines schwarzen Loches.
Von Friederike Bundschuh

In der allgemeinen Relativitätstheorie wird die Grenzfläche eines schwarzen Loches „Orizzonte degli eventi“ bezeichnet. Die in Telfs lebende Künstlerin Laura Manfredi nahm diesen klingenden Begriff als Inspiration für ihre eigens für diese Ausstellung konzipierten und kreierten Werke. Kulturreferentin Barbara Hauser: „Mit der Eröffnung der Ausstellung von Laura Manfredi geht der Reigen von Ausstellungen starker Frauen in die letzte Runde. Ein Jahr lang wurden nur Werke von Frauen gezeigt. Damit wollten wir einen kleinen Beitrag leisten, um Frauen, die im Bereich der Kunst und Kultur unterrepräsentiert sind, weiter in den Fokus der Aufmerksamkeit zu rücken.“

LAUDATOR AO UNIV.-PROF. DR. MARKUS NEUWIRTH. „Kunst inspiriert vom schwarzen Loch, in dem gerade noch etwas erfahrbar beziehungsweise nachweisbar ist, ist eine spannende Sache. Manfredi stellt das Feine, Zarte, Filigrane, Sensible, Sensitive ins Zentrum ihres Ansatzes. Sie verwendet feines dünnes Papier, zarte Abstufungen in der Benützung von Schwarz und Weiß, in ihren gemalten Werken sind es winzige minutiöse feine Pinselstriche, das ist eine Herausforderung: Man muss näher Hinschauen. Auf Rahmen verzichtet die Künstlerin, um die Werke nicht zu erdrücken. Laura Manfredi lässt uns an einer Mikrowelt teilhaben, die sie mit mikroskopischem Blick visuell analysiert. Der Aspekt der spezifischen Wahrnehmung wird thematisiert.“

„WUNDERKAMMER” ALS FUNDUS. Die Künstlerin widmet sich in ihren in Imst ausgestellten Arbeiten vegetabilen Formen. „Ich habe sehr viele Blüten, Ästen, Samen und Blätter über Monate und Jahre in meiner „Wunderkammer“ gesammelt und getrocknet. Die unterschiedlichen, natürlichen Formen faszinieren mich. Denn wenn sie trocken sind, ist ihre Originalform noch zu erkennen, allerdings ist sie durch das Trocknen verzerrt. Die Farbe verschwindet, die neue Form ist wie kristallisiert. So kann ich sie auf meinem Zeichentisch aufstellen und eine Perspektive suchen, die ich interessant finde. Diese neuen Formen erinnern mich dann an Insekten, Knochen oder Architektur in der Landschaft und werden von mir gezeichnet.“ Manfredi präsentiert Zeichnungen, Aquarelle und Drucktechniken und kehrt damit Inneres nach außen, lässt Wahrnehmungen entstehen, spielt mit den unterschiedlichen Perspektiven getrockneter Blumen, Samen und Blätter und regt damit zum kritischen Hinterfragen der gezeigten Formen an, die vielschichtig interpretiert werden können.

Noch bis März. Die Ausstellung ist bis zum 04.03.2023 zu sehen. Laura Manfredi ist am Samstag, 04.02.2023 und Samstag, 25.02.2023 anwesend. Öffnungszeiten: Donnerstag – Samstag, 14 Uhr bis 18 Uhr. An Feiertagen geschlossen.

 
„Ereignishorizont“ in der Imster Hörmanngalerie<br />
Vernissage der Ausstellung „L‘orizzonte degli eventi“ – „Ereignishorizont“ von Laura Manfredi in der Imster Hörmanngalerie: Kulturreferentin Barbara Hauser, Raiffeisenbank Oberland-Reutte Vertreter Jörg Gamroth, Laura Manfredi und Sabine Schuchter (Museum im Ballhaus, v.l.). RS-Foto: Bundschuh
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