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In Haiming wurde „Poetry geslamt“

Helli Maier gab den Ton an und Roswitha Matt hatte das letzte Wort

Kürzlich war die Bibliothek in Haiming bis auf den letzten Platz gefüllt, als ein außergewöhnliches Duo das Publikum begeisterte. Die beiden Künstler Helli Maier und Roswitha Matt, die sogar miteinander verwandt sind, verzauberten die Zuhörer mit ihrem beeindruckenden Zusammenspiel aus Gitarrenmusik und Wortkunst.
24. September 2024 | von Christoph Hablitzel
In Haiming wurde „Poetry geslamt“<br />
„Familienbande“: Zusammen mehr als doppelt so gut – Helli Maier an der Gitarre und Roswitha Matt am Wort.
Foto: Gudrun Mayr-Bergant
Roswitha Matt, die schon lange als Volksschauspielerin und Dichterin bekannt ist, entdeckte vor einigen Jahren das inzwischen sehr beliebte Format des Poetry Slams für sich. In diesem Genre gehört sie mittlerweile zu den besten Künstlerinnen Österreichs. Poetry Slams sind in Österreich eng mit Markus Köhle, einem gebürtigen Nassereither, verbunden. Er gilt als einer der Hauptinitiatoren dieser literarischen Wettbewerbe und organisiert bis heute die größten und bekanntesten Veranstaltungen im Land. Bei einem Poetry Slam tragen die Teilnehmer selbst verfasste Texte vor, die etwa fünf Minuten dauern dürfen. Das Publikum bewertet die Beiträge, und der Autor mit den meisten Punkten gewinnt am Ende – neben der Anerkennung oft auch humorvolle, ideelle Preise.

WORTGEWALTIG. Matt brachte einige ihrer humorvollen und wortgewandten Texte mit nach Haiming, die das Publikum begeisterten und für viele Lacher sorgten. Zunächst beschäftigte sie sich mit dem Thema Sprache und nahm dabei so manches Wort genau unter die Lupe. Danach führte sie ihr „leerer Magen“ in eine humorvolle Reise durch Tiroler Ortsnamen, bei der sie das Wortspiel „GSCHNITZel“ zum Ziel hatte. Auch das Älterwerden und die eigene Persönlichkeit nahm Roswitha mit viel Humor aufs Korn.

GITARRENVIRTUOSE. Zwischen ihren Texten zeigte Helli Maier, Gitarrenlehrer und Musiker, sein außergewöhnliches Können und forderte seine Gitarre bis an die Grenzen ihres Möglichen heraus. Schließlich bekam auch das Publikum die Chance, sich im Poetry Slam zu versuchen. Die Aufgabe bestand darin, Texte zum Thema Urlaub zu verfassen, ohne die üblichen damit verbundenen Wörter zu verwenden. Noch lange nach Ende der Veranstaltung blieben die Besucher in geselliger Runde beisammen und ließen den gelungenen Abend Revue passieren. „Wir waren doch etwas überrascht, dass heute so voll war, aber einerseits ist Roswitha ja mittlerweile so bekannt, dass man damit rechnen musste, Ersatzstühle zu brauchen, die hatten wir ja zum Glück“, freute sich Claudia Reich, die Leiterin der
Bücherei Haiming.

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