Rundschau - Oberländer Wochenzeitung
Imst | Kultur | 31. Mai 2022 | Agnes Dorn

Kulturmanagement für die ganze Gemeinde

Kulturmanagement für die ganze Gemeinde
Früher ehrenamtlich als Kulturobfrau tätig, hat Maria Thurnwalder nun den Auftrag bekommen, die Kultur der Gemeinde Mieming zu managen.RS-Foto: Dorn
Feedback geben
REDAKTION
Imst  Agnes Dorn
TAGS
Ausgabe Imst Mieming Mariva Maria Thurnwalder
Artikel teilen
Artikel teilen >

Maria Thurnwalder wird als „externe“ Kulturarbeiterin weiterhin die Kulturarbeit der Gemeinde Mieming managen

Mit der jüngsten Wahl des Gemeinderats hat es im Kulturausschuss von Mieming einen Wechsel gegeben: Denn Maria Thurnwalder, sechs Jahre lang Kulturreferentin der Sonnenplateaugemeinde, ist nicht mehr zur Wahl angetreten. Stattdessen hat sie nun vom Gemeinderat den Auftrag bekommen, mit ihrer Künstler- und Eventmanagementagentur „Mariva“ die Gemeinde kulturtechnisch zu betreuen. Thurnwalder freut sich darauf, sich gemeinsam mit dem Kulturausschuss der Organisation von Veranstaltungen und der Betreuung der Vereine zu widmen.
Von Agnes Dorn

Als Mieminger „Kulturlady“ hat sich Maria Thurnwalder in den letzten Jahren einen Namen über die Gemeindegrenzen hinaus erarbeitet und auch weiterhin wird sie der Kultur am Sonnenplateau erhalten bleiben: Denn noch vom alten Gemeinderat wurde das von Thurnwalder ausgearbeitete Konzept der Kulturmanagements beschlossen und die Miemingerin mit dessen Umsetzung beauftragt. „Der Kulturort Mieming soll zur Marke werden und dabei war mir wichtig, dass nicht jemand von außen kommt, sondern dass die Gemeinde als Veranstalter bleibt“, erklärt die neue Kulturmanagerin der Gemeinde. In der letzter Kulturperiode sei es eine ziemliche One-woman-show gewesen, räumt die frühere Kulturobfrau ein und nun sei sie froh, dass sie Unterstützung durch den neu gebildeten Kulturausschuss unter Obmann Vizebürgermeister Stefan Pickelmann erhalte: „Wenn man immer alles allein macht, scheitert manches an der Kreativität. Das Miteinander bringt neue Ideen.“

STETIG GEWACHSEN. Das  Kulturprogramm war durch das Engagement der Kulturarbeiterin in den letzten Jahren beträchtlich gewachsen und irgendwann auf ehrenamtlicher Basis kaum mehr zu stemmen, wie die Leiterin einer Werbe- sowie einer Event- und Künstleragentur ausführt. So konnte die Anzahl der Veranstaltung seit 2017 von 15 auf – trotz Corona – 21 Stück, die Anzahl der Besucher von 900 auf insgesamt 1434 gesteigert werden. „Kulturarbeit bedeutet nämlich: Organisation, Planung, laufende Künstlerrecherche, Unterstützung der Kulturvereine, Werbung und Pressearbeit, Kartenverkauf, Betreuung während der Veranstaltungen, laufende Budgetkontrolle, Planungen für das Folgejahr, Förderansuchen stellen sowie laufende Sponsorensuche. Also unzählige Arbeitsstunden“, zählt Thurnwalder auf. Vorerst für ein Jahr ist sie nun mit der Ausführung dieser zahlreicher Aufgaben in Absprache mit dem Bürgermeister beziehungsweise dem jeweiligen Ausschuss betraut, an denen sich wenig ändern wird, denn wie bereits bisher sollen an den beiden Spielstätten – Gemeindesaal und Kulturstadl – Konzerte, Lesungen und Kabarettabende stattfinden. 

KULTUR FÜR ALLE. „Dass ich die Zusage nun bekommen habe, sehe ich als große Wertschätzung meiner Person und meiner langjährigen Arbeit. Mithilfe meines Teams kann ich in Zukunft noch intensiver daran arbeiten und noch mehr bewegen“, freut sich Thurnwalder. Ihr Ziel sei es, unter dem Leitsatz „Kultur verbindet, unterhält und belebt“, den Kulturort Mieming zu einer Marke zu machen. Dabei sieht sie es als ihre Aufgabe an, alle Aspekte der Kultur zu bedienen und sowohl traditionelle Kultur zu unterstützen und zu fördern als auch neue Wege im Kulturgeschehen zu beschreiten. „Der Kulturort Mieming ist Marias Handschrift. Wir haben im Herbst letzten Jahres beschlossen, sie mit dem Management zu beauftragen, und werden im Sommer dann Bilanz ziehen. Kultur kostet Geld und da müssen wir uns die Kosten-Nutzen-Rechnung anschauen. Aber ich bin da guter Dinge. Außerdem sollten wir vermehrt darauf schauen, junge Leute anzusprechen“, will der neue Bürgermeister von Mieming, Martin Kapeller, den bisherigen Weg einer Kulturgemeinde weitergehen. 

BUNTE MISCHUNG. Um ein attraktives Angebot für alle zu schaffen, bietet Thurnwalder bereits spezielle Ermäßigungen wie den Kulturfünfer an, plant bis zu zehn Veranstaltungen pro Jahr bei freiem Eintritt und ermöglichst speziell Familien mit Kindern an Veranstaltungen wie den Sommer-Sonntags-Matineen im Kultursaal teilzunehmen. Auch „Musik auf Rädern“ im Seniorenheim, der Spiel- und Musiknachmittag „Boogie am Platz“ , Veranstaltungen für Schulen und Kinder, das gemeinsam mit Wildermieming und Obsteig abgehaltene Zeitfenster sowie das Jubiläumsjahr 950 Jahre Mieming fallen in den Aufgabenbereich Thurnwalders. Außerdem betreut die Kulturarbeiterin jene Teile der Gemeindehomepage, die die Kultur betreffen, und bietet den Vereinen die Möglichkeit, Veranstaltungen durch sie managen zu lassen. Im Rahmen des Jubiläumsjahres plant sie zusätzlich zu zehn Zeitzeugeninterviews 15 Stelen in ganz Mieming zu installieren, die Zeugnis davon ablegen sollen, wie der Ort früher ausgeschaut hat. Für die große Feier, die am 4. Juni stattfinden wird,  hat die Miemingerin eine bunte Mischung an Musikern gewinnen können, die von Jazz, Singer-Songwriting, über Chorgesang bis zu Hausmusik und Blasmusik wahrlich Kultur als verbindendes Erlebnis bieten wird.
Feedback geben

Weitere Artikel zu diesem Thema

Die OBERLÄNDER RUNDSCHAU

Die führende Wochenzeitung im Oberland und Außerfern!
Über 92.000 Haushalte erhalten wöchentlich die aktuellsten News!
Gegründet wurde das Familienunternehmen im Jahr 1978.
 jobs.rundschau.at

jobs.rundschau.at

DIE Jobplattform im Tiroler Oberland und Außerfern Helle Köpfe aufgepasst!
Tag cloud
Günter Salchner Georg Dornauer Nikolaus gesticktes Mieder Ötztaler Feuerteufel häusliche Gewalt Tiwag Landeck Telfs weibliche Festanzug gefallener Krieger das Heim am Wiesenweg Kraftwerk Kaunertal Ötztaler Arche Lumagica Ehrenberg Österreichisches Bundesheer Peter Linser Imst Cäcilienfeier Ausgabe Reutte Werner Friedle Eishockey „KIWI“-Medaille So war es früher Gemeinde
Nach oben