Rundschau - Oberländer Wochenzeitung
Imst | Kultur | 27. September 2022 | Ewald Krismer

Tagung zum Jubiläum 750 Jahre Stift Stams 2023

Tagung zum Jubiläum 750 Jahre Stift Stams 2023<br />
Die Organisatoren der dreitägigen Vortragsreihe: Jörg Schwarz, Julia Hörmann-Thurn und Taxis und Tobias Pamer (v.l.). Auch sie referierten über Themen das Stift Stams betreffend. RS-Foto: Krismer
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Imst  Ewald Krismer
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14 Autoren referierten drei Tage lang zu neuen Erkenntnissen über das Zisterzienserkloster

Das 750-Jahr-Jubiläum des Zisterzienserstiftes Stams wird zwar erst im nächsten Jahr gefeiert, eine wissenschaftliche Tagung gab es aber bereits vergangene Woche. Über drei Tage anberaumt war das vom Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie der Universität Innsbruck in Kooperation mit dem Stamser Stift organisierte Symposium. Der frühe Termin der Tagung rechtfertigt das Vorhaben, alle zur Vorlesung behandelten Themen in einem Buch zusammenzufassen, das nächstes Jahr pünktlich zum Jubiläum erscheinen wird.
Das Jubiläum gibt Anlass die Geschichte dieses Klosters, das zu den herausragenden religiösen Kulturstätten des Landes zählt, auf eine würdigende Weise in das Blickfeld der Öffentlichkeit zu rücken. Dabei sollen neue Erkenntnisse, die für die Erforschung mittelalterlicher Klöster generell von Bedeutung sind, aufgenommen und weitergedacht werden. Im Speziellen herausgearbeitet werden soll die Geschichte des Klosters Stams – dabei bewusst auf das Mittelalter konzentriert. Im Fokus der Tagung standen die Anfänge des Klosters, die Umstände der Gründung, die personellen und wirtschaftlichen Vernetzungsstrategien, die Identifikations- und Erinnerungsfunktionen sowie die Leistungen auf dem Gebiet der Kunst und Historiographie. Verantwortlich für die perfekte Organisation der hochinteressanten Vortragsreihe zeichneten die Historiker der Universität Innsbruck Julia Hörmann-Thurn und Taxis, Tobias Pamer und Jörg Schwarz. Julia Hörmann-Thurn und Taxis war es auch, die zu Beginn des dreitägigen Symposiums einleitende Worte sprach, nachdem Abt German Erd und Alt-Landeshauptmann Herwig Van Staa Grußworte an die Versammelten gerichtet haben.
DIE AUTOREN UND IHRE HOCH INTERESSANTEN THEMEN. Alle Themen, die bei der dreitägigen Tagung vorgetragen wurden, werden in einem Buch zusammengefasst, das rechtzeitig zur Jubiläumsfeier 2023 erscheinen wird. Folgende Autoren samt ihren wissenschaftlichen Erkenntnissen werden Inhalt des Buches sein: Julia Bruch, „Stams – ein typisches Zisterzienserkloster? Zur Geschichte des Zisterzienserordens und der Kaisheimer Tochterklöster im Mittelalter“; Christof Paulus, „Die ,Konradin-Tradition‘ des Stiftes Stams“; Julia Hörmann-Thurn und Taxis, „Stams als multipler Identifikationsort“; Claudia Feller, „Das Stift Stams in seinen regionalen bürgerlichen Beziehungsnetzen“; Tobias Pamer, „Pro remedio anime mee - adelige Seelgerätstiftungen im spätmittelalterlichen Tirol: Die Herren von Starkenberg und das Stift Stams“; Stephan Nicolussi-Köhler, „Finanzgebarung der Zisterzienser im süddeutschen Raum im Vergleich“; Jörg Schwarz, „Recht – Repräsentanz – Kommunikation - Die mittelalterlichen Papsturkunden für Stift Stams“; Malte Prietzel, „Das Stamser Türkentreffen“; Andreas Zajic, „Höhere Weihen und zyklisches Geschichtsdenken – Anmerkungen zu den mittelalterlichen und frühneuzeitlichen Inschriften von Stift Stams“; Iris Weiskopf, „Forma Ordinis ,made in Tyrol‘, Der Gründungsbau der Stiftskirche Stams – Bautradition der Zisterzienser und lokale Ausprägung“; Leo Andergassen, „Ex funere vita. Wolckers Deckenmalereien in der Stamser Stiftskirche als Bildmedium für Stifts- und Ordensgeschichte“; Christoph Haidacher, „Wolfgang Lebersorgs Chronik des Klosters Stams – Eine Analyse“; Claudia Schretter-Picker, „Libri Stambsenses. Zur Geschichte, Bedeutung und Erschließung der mittelalterlichen Büchersammlung des Zisterzienserstiftes Stams“ und Kathrin Wankmiller, „Das Innsbrucker Arzneibuch (Cod. 652) zwischen Antikenrezeption und Klosteralltag. Überlegungen zur Entstehung der deutsch-lateinischen Rezeptsammlung“. Zum Schluss des dreitägigen Symposiums stand eine Zusammenfassung von Jörg Schwarz und
Tobias Pamer.
Tagung zum Jubiläum 750 Jahre Stift Stams 2023<br />
Tobias Pamer, Historiker für Geschichte des Mittelalters und Historische Hilfswissenschaften am Institut für Geschichtswissenschaften und Europäische Ethnologie der Universität Innsbruck. Als Tarrenzer behandelte er natürlich „Die Herren von Starkenberg und das Stift Stams“. RS-Foto: Krismer
Tagung zum Jubiläum 750 Jahre Stift Stams 2023<br />
Es gab wahrlich keinen würdigeren Veranstaltungsort als den Bernardisaal des Stiftes mit den imposanten Fresken aus dem Leben des hl. Bernhard von Clairvaux – wie hier „die Bekehrung des exkommunizierten Wilhelm von Aquitanien“. RS-Foto: Krismer
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