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Imst | Kultur | 21. April 2020 | Barbara Heiss

„Von früher lernen“

„Von früher lernen“
Die Ötztaler Museen sind seit Kurzem ein Klimabündnis-Betrieb. Im Garten des Heimatmuseums in Lehn wird bereits Flachs angebaut, um die Weiterverarbeitung zu Leinen zu zeigen.Foto: Ötztaler Museen
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Ötztaler Museen werden Klimabündnis-Betrieb

Die Ötztaler Museen bleiben am Puls der Zeit und setzen ihren Fokus vermehrt auf Nachhaltigkeit: Der mittelalterliche Turm in Oetz und das frühzeitliche Bauerndorf-Ensemble in Längenfeld zählen zu den ältesten Häusern des Tals – und werden jetzt zum Klimabündnis-Betrieb.
Von Barbara Heiss

Edith Hessenberger, Geschäftsführerin der Ötztaler Museen, sieht im Zusammenspiel von Geschichte und Tradition einen Auftrag für die Zukunft. Gerade wenn es um Ernährung, Mobilität oder Energie geht, könne man einiges von der früheren Lebensweise lernen, erklärt Hessenberger: „Die Ötztaler Museen sind als Gebäude, als Museen, aber auch in Hinblick auf ihre Kernthemen ideale Botschafter für Umwelt- und Klimaschutz, für einen bewussten Umgang mit Ressourcen und ein nachhaltiges Wirtschaften – im Tal wie auch im eigenen Betrieb.“ Mit dem Beitritt zum Klimabündnis-Betriebe-Netzwerk wurde die Grundlage für konkrete Klimaschutzmaßnahmen in den nächsten Jahren gelegt.

KLIMA-CHECK. Beim Klima-Check werden Unternehmen durch das Klimabündnis Tirol unterstützt und auf Energie, Mobilität, Abfall, Beschaffung, Verpflegung, Wasser, Boden und Kommunikation geprüft. Im Anschluss werden mit dem Team von Klimabündnis Tirol Klimaziele für die kommenden Jahre erarbeitet. „Schon kleine Änderungen im Betrieb können großes bewirken“, ist der Klimabündnis-Berater Martin Stolz überzeugt, „Wenn alle an einem Strang ziehen, können wir das gemeinsame Ziel der Energieautonomie Tirol 2050 erreichen.“ So wird im Heimatmuseum etwa ein Garten mit alten Sorten angelegt und das Wissen um die Weiterverarbeitung dieser Sorten bewahrt. Die Mühlen entlang des Lehnbaches thematisieren die historische Nutzung erneuerbarer Energien und auch in Hinblick auf erneuerbare Baustoffe können die Ötztaler Museen als „Best Practice“ aufwarten – zum Beispiel, wenn es um die Sanierung alter Bauernhäuser geht, wie dies etwa beim „Gedächtnisspeicher“ der Fall ist. Als Museumsbetrieb liegt ein weiteres wichtiges Klimaziel in der Bewusstseinsbildung der Besucher. „Die Ötztaler Museen bereiten die Geschichten der Vergangenheit auf, um Visionen für die Zukunft anzubieten“, so Hessenberger.
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