Beispielhafte Starthilfe im Oberland
AFit Oberland ebnet Jugendlichen den Weg ins Berufsleben
3. Dezember 2025 | von
Christoph Hablitzel
Meeting in Imst: Patrick Fiegl (Coach Vormodul), Bettina Gabl (Projektleitung AusbildungsFit und Vormodul), Doris Pollhammer (Coach AusbildungFit), ehemalige Teilnehmerin Laura Leitner, Belinda Haidegger (Coach Vormodul), David Spiss (Coach Vormodul) und Dietmar Lindebner (SMS Projektverantwortlicher innerhalb der Lebenshilfe Tirol) (v. l.) RS-Foto: Hablitzel
Viele Schulabgänger stehen nach der neunten Schulstufe vor der Frage, wie es weitergehen soll. Nicht alle fühlen sich bereit für den direkten Schritt in eine Lehre oder weiterführende Ausbildung. Genau hier setzt das AFit Oberland an: Mit seinem Vormodul und dem AusbildungsFit-Programm schafft es einen geschützten Rahmen, in dem junge Menschen grundlegende Fähigkeiten aufbauen können, die sie für den Einstieg ins Berufsleben benötigen. „Unsere Angebote ermöglichen es Jugendlichen, ohne Druck herauszufinden, was sie interessiert, welche Talente in ihnen stecken und wie sie ihren Alltag strukturieren können“, sagt Bettina Gabl, Leiterin des AFit Oberland. Rund 200 Jugendliche haben dieses Angebot bereits genutzt. Besonders das Vormodul, das mit geringerer Stundenanzahl beginnt, dient vielen als sanfter Einstieg, wenn eine reguläre 16-Stunden-Woche noch
überfordert.
VON SELBSTZWEIFELN ZUR LEHRSTELLE: LAURAS ERFOLGSWEG. Wie wertvoll dieses schrittweise Heranführen sein kann, zeigt die Geschichte von Laura Leitner. Die heute 20-Jährige fühlte sich nach dem Schulabschluss orientierungslos. „Im Vormodul habe ich wieder Struktur gefunden und gelernt, an mich zu glauben“, erzählt sie. Nach sechs Monaten wagte sie den Wechsel ins AFit-Hauptmodul, nutzte die Unterstützung bei der Berufsorientierung und absolvierte mehrere Praktika. Schließlich fand sie eine Lehrstelle in einem Wellnesshotel in Mieming. Mittlerweile steht sie im dritten Lehrjahr zur Kosmetikerin und Fußpflegerin. „Laura hat nicht nur ihre Berufung gefunden, sie hat auch die Berufsschule mit Auszeichnung abgeschlossen“, freut sich Tina Zarfl vom Alpenresort Schwarz. Laura selbst blickt dankbar zurück: „Ich habe im AFit gelernt, auf Menschen zuzugehen, und wusste immer, dass jemand hinter mir steht.“
BREITE ZUSAMMENARBEIT FÜR STÄRKERE ZUKUNFTSCHANCEN. Für viele Jugendliche sei der Schritt von der Schule in eine Ausbildung eine „vielschichtige Herausforderung“, betont Dietmar Lindebner von der Lebenshilfe Tirol. Um Abbrüche zu vermeiden, werde das Programm gemeinsam mit dem Jugendcoaching vom Sozialministeriumservice finanziert. Angelika Alp-Hoskowetz unterstreicht die Bedeutung des Angebots: „AFit erreicht in Tirol einen Großteil der 15- bis 17-Jährigen und unterstützt zudem junge Erwachsene bis 25 Jahre – ein wichtiger Beitrag für einen stabilen Start ins Berufsleben.“
AUSBLICK: Mehr Digitalisierung, mehr Nachhaltigkeit, mehr Vernetzung. Für die kommenden Jahre plant das AFit Oberland, seine Inhalte weiterzuentwickeln. Digitale Fertigkeiten, nachhaltige Berufsfelder und eine noch engere Zusammenarbeit mit Unternehmen sollen künftig einen größeren Stellenwert erhalten. „Mit neuen Methoden und gezieltem Coaching möchten wir Jugendlichen weiterhin jene Werkzeuge an die Hand geben, die sie für eine selbstbestimmte Zukunft
brauchen“, so Gabl.
FINANZIERUNG DURCH EU UND SOZIALMINISTERIUMSERVICE. Die Umsetzung des Programms wird neben nationalen Mitteln auch durch den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) getragen. Diese Kooperation stärkt die Gleichberechtigung beim Zugang zu Ausbildung – und damit die gesellschaftliche Teilhabe junger Menschen.
überfordert.
VON SELBSTZWEIFELN ZUR LEHRSTELLE: LAURAS ERFOLGSWEG. Wie wertvoll dieses schrittweise Heranführen sein kann, zeigt die Geschichte von Laura Leitner. Die heute 20-Jährige fühlte sich nach dem Schulabschluss orientierungslos. „Im Vormodul habe ich wieder Struktur gefunden und gelernt, an mich zu glauben“, erzählt sie. Nach sechs Monaten wagte sie den Wechsel ins AFit-Hauptmodul, nutzte die Unterstützung bei der Berufsorientierung und absolvierte mehrere Praktika. Schließlich fand sie eine Lehrstelle in einem Wellnesshotel in Mieming. Mittlerweile steht sie im dritten Lehrjahr zur Kosmetikerin und Fußpflegerin. „Laura hat nicht nur ihre Berufung gefunden, sie hat auch die Berufsschule mit Auszeichnung abgeschlossen“, freut sich Tina Zarfl vom Alpenresort Schwarz. Laura selbst blickt dankbar zurück: „Ich habe im AFit gelernt, auf Menschen zuzugehen, und wusste immer, dass jemand hinter mir steht.“
BREITE ZUSAMMENARBEIT FÜR STÄRKERE ZUKUNFTSCHANCEN. Für viele Jugendliche sei der Schritt von der Schule in eine Ausbildung eine „vielschichtige Herausforderung“, betont Dietmar Lindebner von der Lebenshilfe Tirol. Um Abbrüche zu vermeiden, werde das Programm gemeinsam mit dem Jugendcoaching vom Sozialministeriumservice finanziert. Angelika Alp-Hoskowetz unterstreicht die Bedeutung des Angebots: „AFit erreicht in Tirol einen Großteil der 15- bis 17-Jährigen und unterstützt zudem junge Erwachsene bis 25 Jahre – ein wichtiger Beitrag für einen stabilen Start ins Berufsleben.“
AUSBLICK: Mehr Digitalisierung, mehr Nachhaltigkeit, mehr Vernetzung. Für die kommenden Jahre plant das AFit Oberland, seine Inhalte weiterzuentwickeln. Digitale Fertigkeiten, nachhaltige Berufsfelder und eine noch engere Zusammenarbeit mit Unternehmen sollen künftig einen größeren Stellenwert erhalten. „Mit neuen Methoden und gezieltem Coaching möchten wir Jugendlichen weiterhin jene Werkzeuge an die Hand geben, die sie für eine selbstbestimmte Zukunft
brauchen“, so Gabl.
FINANZIERUNG DURCH EU UND SOZIALMINISTERIUMSERVICE. Die Umsetzung des Programms wird neben nationalen Mitteln auch durch den Europäischen Sozialfonds Plus (ESF+) getragen. Diese Kooperation stärkt die Gleichberechtigung beim Zugang zu Ausbildung – und damit die gesellschaftliche Teilhabe junger Menschen.

