Ruine erhält eine Geschichte
Burg Auenstein in Oetzerau wird mit Infotafel beschildert
11. November 2025 | von
Agnes Dorn
Die Vereinsmitglieder montieren die Infotafel auf die Holzplatte. Hannes Regensburger zimmerte die Tafel, Christian Nösig motivierte als Obmann sein Team, Reinhold Gritsch und Gero Parth arbeiteten fleißig mit. Hans Neururer, einer der beiden Grundeigentümer, zeigt sich ebenfalls vom Projekt begeistert. RS-Foto: Dorn
Es ist ein äußerst idyllischer Platz da oben am Auenstein („Auen“ kommt vermutlich von dem Wort „oben“), wo um 1200 die Markgrafen der Ronsberger eine Burg errichteten. Von hier aus blickten sie ins Ötztal und ins Inntal und konnten sich mit der nächsten Burg in Arzl und diese wiederum mit Starkenberg und weiter der Kronburg mittels Feuerzeichen verständigen. Die kleine Burg, die vielleicht über eine Ringmauer verfügte, wurde vermutlich in kurzer Zeit errichtet und dürfte nach dem Aussterben der Markgrafen von Ronsberg schon nach wenigen Jahrzehnten bereits Geschichte gewesen sein. Zumindest wird sie nur einmal im Jahre 1259 schriftlich erwähnt und dürfte schon damals verlassen und verfallen gewesen sein, wie die Historikerin und Burgenexpertin Julia Hörmann-Thurn und Taxis in einer kurzen Abhandlung über die Gebäudereste anmerkt.
LANGE VORBEREITUNGSZEIT. Doch trotzdem ranken sich um die Mauerreste noch einige Legenden, denn die Lage direkt an der herb-schönen Auenklamm lädt gerade dazu ein, sich in eine ruhmreiche Vergangenheit, vielleicht auch mit Drachen und Schätzen ausgeschmückt, hineinzuversetzen. Dass der Turmmuseumsverein unter Obmann Christian Nösig sich dieser Ruine eines Tages annehmen würde, war wohl nur eine Frage der Zeit, und so wurde schon vor fünf Jahren von der Leiterin der Ötztaler Museen, Edith Hessenberger, die Idee geboren, sich diesen mittelalterlichen Überresten einmal anzunehmen. Begehungen mit dem Bundesdenkmalamt und Verhandlungen mit der Bezirkshauptmannschaft folgten, die wiederum eine Dokumentation der Gehölzarten zur Folge hatten. „Wir bekamen recht strenge Richtlinien der Naturschutzbehörde vorgeschrieben, zum Beispiel, dass die Bäume stehen bleiben müssen und die Sträucher auch nur gestutzt werden dürfen. Aber die Wurzeln der Sträucher geben den Mauern inzwischen auch Halt und können eh nicht mehr entfernt werden, ohne die Mauern zu beschädigen“, erklärt Nösig, der mit seinem fleißigen Team schließlich daran ging, die Mauerreste mit Vorsicht freizulegen.
GESCHICHTE IST DOKUMENTIERT. Parallel dazu wurde das Areal mittels Drohne grob vermessen. Die Mittelalterhistorikerin Julia Hörmann-Thurn und Taxis von der Universität Innsbruck erarbeitete schließlich einen wissenschaftlichen Text zur Burganlage, der nun die neue Infotafel ziert. Diese wurde vergangene Woche von den Vereinsmitgliedern nahe der Gebirgskapelle aufgestellt und informiert Wanderer und Spaziergänger nun über die Hintergründe der kleinen Burgruine am Rundwanderweg Auenklamm.
LANGE VORBEREITUNGSZEIT. Doch trotzdem ranken sich um die Mauerreste noch einige Legenden, denn die Lage direkt an der herb-schönen Auenklamm lädt gerade dazu ein, sich in eine ruhmreiche Vergangenheit, vielleicht auch mit Drachen und Schätzen ausgeschmückt, hineinzuversetzen. Dass der Turmmuseumsverein unter Obmann Christian Nösig sich dieser Ruine eines Tages annehmen würde, war wohl nur eine Frage der Zeit, und so wurde schon vor fünf Jahren von der Leiterin der Ötztaler Museen, Edith Hessenberger, die Idee geboren, sich diesen mittelalterlichen Überresten einmal anzunehmen. Begehungen mit dem Bundesdenkmalamt und Verhandlungen mit der Bezirkshauptmannschaft folgten, die wiederum eine Dokumentation der Gehölzarten zur Folge hatten. „Wir bekamen recht strenge Richtlinien der Naturschutzbehörde vorgeschrieben, zum Beispiel, dass die Bäume stehen bleiben müssen und die Sträucher auch nur gestutzt werden dürfen. Aber die Wurzeln der Sträucher geben den Mauern inzwischen auch Halt und können eh nicht mehr entfernt werden, ohne die Mauern zu beschädigen“, erklärt Nösig, der mit seinem fleißigen Team schließlich daran ging, die Mauerreste mit Vorsicht freizulegen.
GESCHICHTE IST DOKUMENTIERT. Parallel dazu wurde das Areal mittels Drohne grob vermessen. Die Mittelalterhistorikerin Julia Hörmann-Thurn und Taxis von der Universität Innsbruck erarbeitete schließlich einen wissenschaftlichen Text zur Burganlage, der nun die neue Infotafel ziert. Diese wurde vergangene Woche von den Vereinsmitgliedern nahe der Gebirgskapelle aufgestellt und informiert Wanderer und Spaziergänger nun über die Hintergründe der kleinen Burgruine am Rundwanderweg Auenklamm.

