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Imst | Politik | 13. Juli 2020 | Mel Burger

Jahresabschluss in Sautens

Jahresabschluss in Sautens
Der Antrag für eine eigene Hausapotheke für Sautens wurde von allen Gemeinderatsmitgliedern einstimmig angenommen und für unverzichtbar erklärt, gerade in Ausnahmesituationen wie der Corona-Pandemie. RS-Foto: Burger
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Verspätete Jahresrechnung 2019: Kontrolliert und zugestimmt

Um den Rückstand aus der Corona-Pandemie wieder aufzuholen, lud die Gemeinde Sautens zur dritten Gemeinderatssitzung diesen Jahres ein. Natürlich im Vordergrund: Die Zahlen des vergangenen Jahres. Allfälliges und weitere Beschlüsse folgten im Anschluss.
Von Mel Burger

Bei der dritten Sitzung in diesem Jahr stand neben den Jahresabschlusszahlen auch die Entscheidung zu einer individuell einsetzbaren Bürgerkarte, neue Tarifbestimmungen in der Gemeinde und eine anstehende Gesetzesänderung zum Wohle kranker Gemeindebürger auf der Tagesordnung. Bürgermeister Manfred Köll kam direkt nach der Begrüßung zu seinem Bürgermeisterbericht über die Geschehnisse in der Gemeinde in den letzten Wochen. Bevor er zum Hauptpunkt der Sitzung kam, den Zahlen von 2019, erklärte er noch seine Enttäuschung über die sehr geringe Teilnahme aller Einwohner an den Volksbegehren, die im Juni unterschrieben werden sollten. Das „Smoke Ja/Nein“-Begehren wurde von sieben Personen unterschrieben, „Asyl europagerecht umsetzen“ von drei Personen und das Tierschutzbegehren lediglich von vier Personen.

JAHRESABSCHLUSS. Die Kassaprüfung der Gemeinde hinterfragte in den vergangenen Wochen einige Abweichungen, die grundsätzlich aus der speziellen Lockdown-Situation entstanden seien. Da alle Anwesenden schon in eigener Verantwortung die Zahlen und Ergebnisse über ihre Arbeitsplattform einsehen konnten, wurde nur kurz dem Bericht der Kassaprüfung zugestimmt, ein Beschluss zur etwas höheren Überschreitung einstimmig angenommen und die Jahresrechnung zur Entlastung des Bürgermeisters beschlossen. Trotz leichter Anstiege bei den außerordentlichen Ausgaben und Überschreitungen fiel die Abstimmung positiv aus, wobei das Augenmerk in den nächsten Jahren darauf liegen wird, die Ausgaben einzuschränken. Große Aufmerksamkeit wird dabei dem größten Posten – den Personalkosten – geschenkt, um eine bessere Effizienz zu erreichen. Ebenfalls wurde auch die Überschreitung des Kontokurrentkredits über 150.000 Euro einstimmig angenommen und direkt weitere Punkte besprochen. Die Einführung einer Bürgerkarte, die vorläufig nur im Recyclinghof Verwendung finden wird, jedoch auch für weitere zukünftige Projekte genutzt werden könnte, fand bei allen Mitgliedern reges Interesse. Mit der Karte kann ein Einwohner zukünftig Sperrmüll entsorgen und über eine elektronische Abrechnung eine genaue Auflistung bekommen. In Zukunft würden weitere Einsatzmöglichkeiten der Karte überlegt werden.

EINSATZ. Zum Abschluss war es Bürgermeister Köll ein besonderes Anliegen, über eine Gesetzesänderung zu beraten, die das vorherrschende Recht zum Betreiben einer Hausapotheke bei praktischen Ärzten regelt. Seit Jahren entscheiden Ortstafeln und Kilometer darüber, ob eine Apotheke direkt beim Hausarzt relevant ist, doch wurde es gerade zu Pandemiezeiten noch bewusster, wie mühsam es für ältere oder chronisch kranke Bürger ist, sich Medikamente zu besorgen – abgesehen davon, dass man in den ersten Tagen nach Erlass der verschärften Tiroler Maßnahmen eigentlich nicht den Ort hätte verlassen sollen, viele älteren Personen auf öffentlichen Verkehrsmittel zurückgreifen und sich so zusächtlichen Gefahren aussetzen müssen. Dieser Punkt musste nicht lange diskutiert werden, den alle Gemeinderatsmitglieder unterstützten den Vorschlag, dieses Gesetz neu zu überarbeiten.
 
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