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Imst | Politik | 2. Juni 2020 | Agnes Dorn

Kostenbeteiligung und Haftungsübernahme

Kostenbeteiligung und Haftungsübernahme
Im Mehrzwecksaal, wo die Gemeinderatssitzung stattfand, wird der Bodenbelag ausgetauscht.RS-Foto: Dorn
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Fahrradständer beim Bahnhof Silz, Sportvereinshaus und Saalboden werden saniert

Die Angebote für die Sanierung und den Umbau des Sportvereinshauses liegen am Tisch, insgesamt werden rund 270.000 Euro in das Gebäude gesteckt. Neben einem Zuschuss in der Höhe von 220.000 Euro übernimmt die Gemeinde auch eine zeitlich begrenzte Haftung für weitere 30.000 Euro. Beschlossen wurde zudem eine Kostenbeteiligung der Gemeinde am geplanten, neuen Fahrradständer der ÖBB und die weitere Vorgangsweise zum Austausch des Bodenbelags im Mehrzwecksaal.
Von Agnes Dorn

Das Sportvereinshaus von Silz ist in die Jahre gekommen und muss saniert werden. Für die Beheizung des 40 Jahre alten Gebäudes würden jährlich über 5000 Liter Heizöl benötigt und eine thermische Sanierung sei daher dringend erforderlich, so Sportvereinspräsident Max Heinz. Zudem soll das Gebäude erweitert werden und neben zwei weiteren Umkleidekabinen auch öffentlich zugängliche Toiletten bekommen. Auch die Duschen seien 40 Jahre alt und der Boden stark beschädigt. Neben der Isolierung der Außenwände und der Decke mit Styropor werden auch die Fenster ausgetauscht. Eine Pelletheizung wird die alte Ölheizung ersetzen und eine Solaranlage am Dach soll für warmes Wasser sorgen. Geplant wären die Arbeiten für den Umbau ab Mitte September bis Ende Oktober. Eine Sanierung des Daches wäre derzeit noch nicht notwendig, werde aber ebenfalls irgendwann anfallen, kündigte Heinz vorab an.

SUMME DER ANGEBOTE. Seitens der Gemeinde sind für die Sanierung bereits 220.000 Euro im heurigen Voranschlag budgetiert, nach der Einholung der Angebote sind nun die Gesamtkosten auf rund 270.000 Euro veranschlagt. Zwar seien einige Förderungen bereits zugesagt, trotzdem wäre eine Haftungsübernahme vonseiten der Gemeinde für 30.000 Euro zweckmäßig, so die Bitte des Sportvereins Silz an die Mandatare. Man sei durchaus gewillt, den Sportverein auch hier mittels Haftungsübernahme zu unterstützen, aber nur unter der Bedingung, dass diese bis zum 31. Dezember 2021 befristet wird. Außerdem müsste dem Verein – sollte die Summe tatsächlich für die Gemeinde schlagend werden – der Betrag jährlich von der Förderung im Ausmaß von 3.000 Euro abgezogen werden. Mit einer Stimmenthaltung wurde die Haftungsübernahme schlussendlich beschlossen.

FAHRRADSTÄNDER. Der Fahrradständer am Bahnhof Silz ist aufgrund von statischen Problemen durch die Schneelast nicht mehr benutzbar und müsste daher entweder saniert oder ersetzt werden. Nach einigen Diskussionen und Verhandlungen hat man sich nun mit der ÖBB darauf geeinigt, dass diese einen neuen Fahrradständer für 80 Fahrräder errichten wird und sich die Gemeinde Silz an den Gesamtkosten in der Höhe von 91.500 Euro mit rund 22.875 Euro beteiligen wird. Es sei für die Gemeinde die günstigste Variante und daher sei der Bauausschuss auch mehrheitlich für dieses Angebot, plädierte Gemeindevorstand Willi Mareiler für einen positiven Beschluss. Denn wenn die Gemeinde selbst einen Fahrradständer errichten müsste, käme es für sie teurer. Mit zwei Gegenstimmen wurde die Kostenbeteiligung dann auch beschlossen, vorbehaltlich jedoch unter der Voraussetzung, dass Vertragsklauseln betreffend Abschlagsbetrag, Instandhaltung und Haftung noch abzuklären seien.

HOLZ ODER KAUTSCHUK. Für die Sanierung des Bodenbelags des Mehrzwecksaals war der Abgabetermin für Angebote am selben Tag wie die Gemeinderatsitzung. Vier Angebote liegen nun vor, die jeweils noch über der Veranschlagung von 170.000 Euro liegen. Ausgeschrieben war ein Bodenbelag in Holz und als Variante Kautschuk gewesen. Die Vergabe der Arbeiten wird nun nach einstimmigem Gemeinderatsbeschluss an den Gemeindevorstand, Vertreter des Sportvereins, der Schulen und des Sportausschusses delegiert, die in Verhandlung mit den Firmen treten werden. Der Gemeinderat soll außerdem eine Einspruchsfrist bekommen. Eine zeitnahe Vergabe der Arbeiten und eine Ausführung im Sommer dieses Jahres soll so sichergestellt werden.
Kostenbeteiligung und Haftungsübernahme
Das Sportvereinshaus soll demnächst für 270.000 Euro saniert werden. RS-Foto: Dorn
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