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Imst | Politik | 15. Feber 2021 | Mel Burger

Logistische Herausforderungen

Logistische Herausforderungen
Das erst letztes Jahr gestartete Vorzeigeprojekt, das Steinbockzentrum, steht noch immer im Vordergrund und erwartet weitere Neuerungen sowie neue Highlights. Foto: Burger
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St. Leonhard: Zahlreiche Projekte im hinteren Pitztal

Auch wenn die Auswirkung der Pandemie und die üblichen Schwierigkeiten eines schneereichen Winters noch deutlich zu spüren sind, gehen auch im hinteren Pitztal die Geschäfte der Gemeinde weiter. Auch die Gemeinderatsmitglieder in St. Leonhard trafen sich zu ihrer ersten Sitzung des Jahres. Neben verschiedensten Umwidmungen und Bauvorhaben standen zudem die Zukunftspläne für das Steinbockzentrum sowie einer Zwischenlagerdeponie auf der Tagesordnung.
Von Mel Burger

Um den neuen Corona-Sicherheitsauflagen zu entsprechen, wurde die Gemeinderatssitzung, die bereits beim letzten Mal in den kleinen Gemeindesaal verlegte wurde, dieses Mal sogar im großen Veranstaltungssaal abgehalten. Mit mehr als zwei Metern Abstand und Maskenpflicht startete die Sitzung pünktlich mit einer straffen Tagesordnung in den Abend. Der erste Punkt der Sitzung betraf dabei die Zustimmung der Gemeinde zur Errichtung einer Zwischenlagerdeponie durch die Firma Pitztalbau im Bereich Schwarzloch. Die dort befestigte Deponie, die bisher von der Gemeinde für Bruchasphalt, Splitt und Strauchschnitt genutzt wurde, nun aber nicht mehr benötigt wird, konnte somit an Pitztalbau vergeben werden. Das Unternehmen wird allerdings Container für ein Zwischenlager errichten und sich zudem um den Strauchschnitt der Gemeinde bemühen. Nachdem dies einstimmig beschlossen werden konnte, gingen die Gemeinderäte zum zweiten Punkt des Abends über: Der kostenintensivste Teil der Tagesordnung. 

PROJEKTE. Im Bereich Plangeroß soll die automatische UV-Anlage zur Wasseraufbereitung im Trinkwasserbehälter ausgetauscht und erneuert werden. Ebenso müssen im Zuge dessen Leitungen und Anschlüsse ausgebessert oder ersetzt werden. Dass so ein Projekt besonders in Zeiten von Corona eine finanzielle Herausforderung für eine touristisch geprägte Gemeinde darstellt, sprach Bürgermeister Elmar Haid an und erklärte, dass eine direkte Umsetzung des voraussichtlich 70.000 Euro teuren Auftrags nicht möglich sei. Bei der Beschlussfassung kam es dann zur einstimmigen Vergabe der Ingenieurdienstleistungen für das Projekt. Eine Fertigstellung ist in den nächsten zwei bis drei Jahren geplant. Neben der Beschlussfassung zur Vergabe der fällig gewordenen Neubearbeitung des Raumordnungskonzepts, der Zustimmung für eine Genehmigung eines Steinschlagschutzdammes auf privatem Grund und der Zusage zu einem Zuschuss für die Bergrettung Jerzens zur Errichtung eines Stützpunktes im Riegetal kam auch ein anstehendes Projekt für das Steinbockzentrum zur Sprache. 

STEINBOCKZENTRUM. Die Gemeinde möchte in Zusammenarbeit mit dem Planungsbüro Rath und Winkler ein Vermittlungskonzept erstellen, das Kindergartenkindern, Schülern bis in die Mittelstufen sowie Studenten, Mitgliedern der Landesjagd und dem Landesforstamt eine neue Möglichkeit bietet, die Gehege zu beobachten oder direkt Unterrichtsstunden sowie Lehrgänge im Steinbockzentrum abzuhalten. Auch über das anstehende Projekt rund um das alte Schrofenhaus wurde erneut gesprochen und überlegt, das angedachte Konzept neu zu beleben. Einer der letzten Punkte war die Vergabe der Mietwohnungen in der Wohnanlage St. Leonhard im Gebiet Gschwand: Hierbei handelt es sich um 15 Wohnungen, von denen vier für betreutes Wohnen zur Verfügung stehen. Im Moment sind zwölf Wohnungen an überwiegend junge Einheimische vergeben worden. Auch eine betreute Wohnung hat noch vor der Fertigstellung einen glücklichen Bewohner gefunden. Dass eine Gemeinde wie St. Leonhard mit ihrer extremen Länge im hinteren Pitztal nicht nur viele organisatorische Herausforderung aufgrund der Versorgungswege und -straßen zu bewältigen hat, zeigte sich in den letzten Wochen aufgrund der Wetterkapriolen. Die ehrenamtliche Lawinenkommission St. Leonhard unter Bürgermeister Haid wurde Tag und Nacht auf Trab gehalten, wie der Dorfchef selbst erklärte, um die 86 Lawinenstriche im Auge behalten zu können. Besonders gefährlich waren in diesem Jahr nicht nur die Schneemassen, sondern auch früh das einsetzende Tauwetter samt Niederschlägen.  
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