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Imst | Politik | 29. Oktober 2019 | Klara Fritz

Mehr Betten für Sautens

Mehr Betten für Sautens
Geschäftsleiter und Projektentwickler Johannes Auer erklärte im Zuge der Gemeinderatssitzung anhand einer gut vorbereiteten Präsentation das Projekt „Hotel Gisela“. RS-Foto: Burger
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Projekt Golfhotel wichtigster Punkt der Tagesordnung


Die siebte Gemeinderatssitzung des Jahres in Sautens beinhaltete einige wichtige Beschlüsse und Projekte, jedoch wurden während der Sitzung gleich zwei Punkte erneut verschoben. Für den Grundsatzbeschluss zum dritten Punkt kamen nicht nur viele Zuhörer, sondern auch drei Experten zur besseren Erläuterung.


Von Mel Burger

Bürgermeister Manfred Köll begann die gutbesuchte Gemeinderatssitzung mit seinem allgemeinen Monatsbericht und der Bitte, einen weiteren Punkt in die Tagesordnung aufzunehmen. Neben der Information, dass die Kosten für den 20-Jahre-Service der Drehleiter im Bereich Silz unter den beteiligten Gemeinden – somit auch Sautens – aufgeteilt werden und Sautens mit der Summe von cirka 2.300 Euro für das Budget 2020 rechnen müsste, bat Köll, für die im nächsten Jahr anstehende Ehrenamtsverleihung des Landes vier verdiente Personen aus dem Bereich Vereine baldmöglichst zu nominieren.



Zukunft

Für den nächsten Punkt der Tagesordnung übergab Bürgermeister Köll direkt das Wort an Hannes Auer. Betreffend des Punktes zum Grundsatzbeschluss zum Projekt „Hotel Gisela“ erklärte Johannes Auer, Geschäftsleiter und Projektentwickler der Firma „Auer Bau“, dass man mit der Realisierung des Golfplatzes einen Umbau des bestehenden Hotels in ein Vier-Sterne-Golfhotel mit Spa vornehmen möchte. Mit der derzeitigen betrieblichen Situation kamen die Mitglieder der Baufirma auf die Idee, einen Umbau des Hotels vorzunehmen. Durch die großzügige Fläche und die günstige Lage von ungefähr 500 Meter Entfernung zum Projekt Golfplatz biete es sich an, ein Hotel zu errichten, das ungefähr 150 bis 200 Betten hätte und mit einem Restaurant und eigenem Spa-Bereich zu einem Golfhotel der Vier-Sterne-Klasse ausgebaut werden könnte. Die Kaufverhandlungen mit den Besitzern seien derzeit in den letzten Zügen und die Firma „Auer Bau“ möchte für die kommende Saison einen Betreiber einstellen, der das Fortlaufen des Hotels übernimmt, bevor man im nächsten Jahr mit dem Projekt Umbau starten möchte und sich einen neuen Betreiber für ein Golfhotel sucht. Eine der ersten Fragen aus dem Gemeinderat war, was mit dem Haus passieren würde, wenn das Projekt Golfplatz nicht zustande käme.



Ersatz

Auch für diesen Fall hat sich die Firma „Auer Bau“ bereits im Vorfeld Gedanken gemacht: So sicherte Johannes Auer allen Anwesenden zu, dass die Firma keinen sozialen Wohnbau und keine reine Wohnbebauung wünscht. Zudem soll kein Investorenmodell mit kalten Betten erstellt werden. Für den unwahrscheinlichen Fall des Scheiterns des Projekts Golfplatz hätte man an ein Appartementhaus mit Verbindung zur „Area 47“ gedacht. Zur Erläuterung der errechneten Zahlen betreffend der oberirdischen Baumassendichte des Hotelbetriebes wurde Hugo Schöpf als Berater hinzugezogen, der wiederum die Zahlen der Firma „Auer Bau“ bestätigte. Herr Schöpf sowie Bürgermeister Köll sind der Meinung, dass Sautens in Hinsicht auf die Zukunft die Zahl von bis zu 200 Betten verträgt und auch neue Arbeitsplätze im eigenen Ort als positiv angesehen werden müssen. Hinsichtlich der versuchten Verbesserung im Tourismus in Richtung Qualität statt Quantität befürworteten beide Herren das Projekt und baten die anwesende Frau Christine Hackl hinsichtlich des Golfprojekts um ihre Einschätzung. Frau Hackl begrüßte persönlich wie auch in ihrer Position für den Tourismusverband das geplante Projekt Golfhotel und sprach sich ebenfalls für die höhere Qualität aus. Sie erklärte: „Der Golfplatz wird kommen, die Frage ist nur wann!“



Einstimmig

So wurde der Grundsatzbeschluss zum Projekt „Hotel Gisela“ einstimmig beschlossen und darauf verwiesen, dass Bebauungspläne und Flächenwidmungen projektspezifisch noch abgeklärt werden und separat in einer Beschlussfassung vorgelegt werden. Nach einer zügigen Abstimmung über die Verlegung eines Abwasserkanals und der Auflassung eines Walweges musste man leider den Beschluss für einen neuen Gemeindetraktor und die Anpassung von Gebühren, Abgaben und Steuern auf eine neue Sitzung verschieben. Als letzten öffentlichen Punkt bat Bürgermeister Köll darum, den zu Beginn der Sitzung aufgenommen Punkt für die Umsetzung zu einer familienfreundlichen Gemeinde zu besprechen. Man kam zum Entschluss, dass die Spielplätze einer Renovierung bedürfen, die mit Hilfe der Eltern umgesetzt werden könnte und dass die Gemeinde das Projekt „Mobile Jugendarbeit“ bald möglichst in Angriff nehmen werde, um somit Sautens als familienfreundliche Gemeinde auszuzeichnen. Weitere Vorschläge würden dann im Laufe der Zeit noch dazukommen.      

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