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Imst | Politik | 27. Juli 2021 | Agnes Dorn

Rodelbahn, Parkplätze und Urnengräber

Rodelbahn, Parkplätze und Urnengräber
Das Gebäude soll abgerissen und Parkplätze errichtet werden. RS-Foto: Dorn
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Gemeinderat Silz bringt in letzter Sitzung drei Projekte weiter

Die geplanten Urnengräber auf dem Silzer Angerfriedhof sollen bereits zu Allerheiligen fertig sein, die nötigen Arbeiten dazu wurden in der jüngsten Gemeinderatssitzung vergeben. Die Rodelbahn in Kühtai muss aufgrund der Arbeiten der Tiwag verlegt werden, die Gemeinde muss – anders als gedacht – nun auch Geld beisteuern, das sie ihrerseits von der Tiwag als Ausgleich für die Belastungen erhält. In der Widumgasse werden nach Abbruch eines Gebäudes Parkplätze entstehen, von denen die Gemeinde 30 Stück pachten möchte.
Von Agnes Dorn

Darüber, dass im Rahmen des Baus der neuen Rodelbahn in Kühtai für die Gemeinde Kosten anfallen würden, sei man nicht informiert gewesen, ärgerten sich einige der Silzer Gemeinderäte bei der jüngsten Sitzung des Dorfparlaments. Immerhin habe man schon letztes Jahr 78.000 Euro für die Projektierung an den TVB überwiesen. Doch nun wird die Gemeinde auch für den Bau der Rodelbahn zusätzlich immerhin 450.000 Euro für die Errichtung der Rodelbahn berappen müssen, wie nun bekannt wurde.  Darin enthalten sind unter anderem die Kosten für Trassierung, Beleuchtung, Absicherung und Zielhaus, die insgesamt mit rund 528.000 Euro zu Buche schlagen. Die Leistungen der Bergbahnen werden sich dabei auf insgesamt 58.000, die des TVB auf die Erhaltungskosten von 25.000 Euro pro Jahr belaufen. Errichtet und erhalten wird die Rodelbahn indes zu 100 Prozent vom TVB Innsbruck und seinen Feriendörfern, wobei „die Gemeinde eingeladen wird mitzufinanzieren“, so Bergbahnen-Betriebsleiter und Gemeindevorstand Willi Mareiler. Das Geld kommt indes indirekt von der Tiwag, deren Arbeiten für das Speicherkraftwerk Kühtai ja auch zu der Notwendigkeit einer Trassenverlegung der Rodelbahn führen. Dieses „freiwillige Geld von der Tiwag“ (O-Ton Bürgermeister Helmut Dablander) beläuft sich insgesamt auf 1,54 Millionen Euro und soll die Immissionen abgelten, die während der Bauarbeiten entstehen. In welchem Auszahlungszeitraum das Geld nun fließen soll, wird der Finanzausschuss der Gemeinde entscheiden.

URNEN, PARKPLÄTZE, TEMPO 30. Für die Errichtung der Urnengräber auf dem Angerfriedhof (die RUNDSCHAU hat berichtet) wurden nun die Arbeitsaufträge vergeben: Den Zuschlag für die Baumeisterarbeiten in der Höhe von 243.300 Euro erhält die Firma Fröschl, die von allen vier Bieterfirmen das billigste Angebot gestellt hat. Für die Steinmetzarbeiten wurden sieben Firmen angeschrieben, von denen aber nur zwei ein Angebot abgaben. Weit günstiger war dabei das Angebot der Firma Steintec, die nun den Auftrag für das 84.000 Euro teure Projekt erhält. Insgesamt werden die Arbeiten, die zu Allerheiligen abgeschlossen sein sollen, teurer kommen wie im Budget veranschlagt, wobei auch mehr Posten (wie die Abdeckung der bestehenden Urnenmauer) beinhaltet sind wie ursprünglich geplant. Nachdem Ende Oktober die Pacht der Parkplätze hinter der Polizeistation ablaufen wird, hat die Gemeinde sich nun dazu entschlossen, in der Widumgasse 30 Parkplätze möglichst zu einer Laufzeit von zehn Jahren zu pachten. Die Kosten für den Abbruch und die Entsorgung des bestehenden Gebäudes wird die Gemeinde vorfinanzieren und mit dem Pachtzins gegenverrechnen. Der Gemeinde wird die Pacht des rund 900 Quadratmeter großen Areals 1,50 Euro pro Quadratmeter und Monat kosten, außerdem wird sie das Einzäunen und Beschildern übernehmen. Der Gehsteig bleibt ebenso wie die bestehende Widmung bestehen. Zehn der Parkplätze sollen für Dauerparker reserviert und mit Parkgebühren versehen werden. Die „Silzer Liste“ hat den Antrag eingebracht, auf Gemeindestraßen ein Tempolimit von 30 Stundenkilometern einzuführen. Mit einer knappen Mehrheit von acht zu sieben Stimmen wurde nun beschlossen, ein diesbezügliches Verkehrsgutachten in Auftrag zu geben.
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