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Imst | Politik | 3. Mai 2021 | Daniel Haueis

„Toll, wenn es danach besser als davor ist“

„Toll, wenn es danach besser als davor ist“
Günter Heppke leitete 27 Jahre lang das Baubezirksamt Imst – Straßenbau und -erhaltung sowie Siedlungs- und Schutzwasserwirtschaft waren sein Metier. RS-Foto: Archiv
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Nach 27 Jahren als Baubezirksamt-Leiter geht Günter Heppke in Pension

Für möglichst sichere Straßen, aber auch gebändigte Flüsse sowie eine gesicherte Wasserversorgung beziehungsweise Abwasserentsorgung im Oberland war Günter Heppke hauptverantwortlich. Vergangenen Freitag hatte der bald 65-Jährige nach mehr als einem Vierteljahrhundert als Baubezirksamts-Leiter seinen letzten Arbeitstag.
Von Daniel Haueis

Seine Heimat war sein Einsatzgebiet und zwar ein „sehr interessantes und sehr herausforderndes Gebiet“: Hofrat DI Günter Heppke, in Zams geboren und aufgewachsen, aber seit mehr als 40 Jahren in Imst wohnhaft, war 27 Jahre lang Leiter des Baubezirksamtes in Imst. Der besonnene und im persönlichen Umgang sehr angenehme Fachmann war für Straßenbau und -erhaltung sowie die Wasserwirtschaftsbereiche Siedlungswasserwirtschaft und Schutzwasserwirtschaft in den Bezirken Landeck und Imst zuständig. Mit 1. Juli geht er offiziell in Pension. Es gab schöne Momente, vor allem wenn Verbesserungen fertiggestellt waren: „Es ist toll, wenn man etwas geschafft hat und es danach besser als davor ist“, denkt Heppke an zahllose Straßen- und Wasserbauprojekte zurück. 2005 zum Beispiel waren aufgrund der massiven Regenfälle in fast allen Tälern Schäden zu beklagen, am massivsten im Paznaun. Zuletzt gab es für Heppke und seine Mitarbeiter zum Beispiel an Sanna und Fagge (Kaunertal) viel zu tun. 

STRASSEN. Und die Straßen waren ohnehin stets herausfordernd (Heppke war vor seiner Leiterfunktion Sachbearbeiter für Landesstraßen): „Wir haben sehr viel in die Verkehrssicherheit investiert in den letzten Jahren“, erinnert er sich beispielsweise an Projekte im Ventertal und im Pitztal, im Paznaun oder derzeit südlich von Landeck (Schlossgalerie). Es sei „überall das Dringlichste zuerst“ gemacht worden und diese Aufgabe ist auch noch nicht erledigt – weil sie in einer Region wie dem Oberland nie erledigt sein wird. „Hundertprozentig fertig gibt es einfach nicht“, sagt Heppke. Mitunter sind es dunkle Stunden, die einen daran erinnern – etwa als vor einigen Jahren ein junger Südtiroler auf der B180 durch einen Felssturz zu Tode kam. „Das bedrückt einen schon“, sagt Günter Heppke, auch wenn dort ein derartiges Ereignis einfach nicht abzusehen war – es war eine glatte Felswand. Dabei war (und ist) gerade die Reschenstraße ein Hotspot, in deren Sicherheit das Land Millionen investiert. Umzusetzen war im Oberland, da ja ganz Tirol diesbezüglich eine Herausforderung ist, natürlich nicht nur das Dringlichste zuerst, sondern auch immer das Effektivste. Glücklicherweise ist aber nicht immer direkte Gefahr im Spiel – derzeit etwa bei der Umfahrung Prutz. „Das ist auch für den Verkehrsfluss notwendig“, sagt Heppke über das Großvorhaben, das über das Konjunkturpaket des Landes finanziert wird.

NUN EHER ABSEITS DER STRASSEN. Die Straßen und die Fließgewässer im Oberland begleiten den bald 65-jährigen Günter Heppke in der Pension wohl nicht mehr so sehr wie in seinem Arbeitsleben – eher abseits wird er unterwegs sein: Der begeisterte Bergsteiger hat bereits einige Viertausender bezwungen, mit dem Mont Blanc (gut 4800 Höhenmeter) seinen bisher höchsten Berg. Ein erst kürzlich angeschafftes E-Bike wird ihn wohl auch eher auf Wege abseits von Landesstraßen B und L führen. Und schwimmen wird er auch nicht in den Flüssen, die er verbaut hat. Und wenn’s wieder möglich ist, wird Günter Heppke mit seiner Gattin wieder Reisen unternehmen – mögen die von ihnen dabei benutzten Straßen so gewissenhaft betreut worden sein wie die im Oberland.
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