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Imst | Politik | 17. September 2019 | Klara Fritz

Wärme, Wasser, Sicherheit

Die letzte Arbeit zur Sanierung des Thomas-Riß-Wegs wird die Errichtung einer Begegnungszone vor der Volksschule und NMS sein. RS-Foto: Dorn
Das Fernheizwerk wird im Frühjahr saniert werden. RS-Foto: Dorn
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Stamser Gemeinderat mit mehreren Themen


Auf der jüngsten Sitzung des Stamser Dorfparlaments standen gleich mehrere große, für die Gemeinde wichtige Themen zur Diskussion: So befanden sich unter anderem die Sanierung des Fernheizwerks, die Errichtung von Begegnungszonen im Dorf und künftige Möglichkeiten der zusätzlichen Wasserversorgung auf der Tagesordnung.


Von Agnes Dorn

Was Gemeinderat Peter Thaler von der Liste „Pro Stams“ seit Monaten gefordert hat, wird nun umgesetzt: Die Abgasanlage des Fernheizwerks wird um 350.000 Euro saniert. Da die Lieferung des Spezialstahls bis zu 20 Wochen dauern wird und für den Umbau das Werk zwei bis drei Wochen abgeschaltet werden muss, wird man mit den Arbeiten bis nach der kommenden Heizperiode warten müssen, wie Bürgermeister Franz Gallop erklärt. Dann wird die alte Kondensationsanlage abgebaut und an ihrer Stelle ein Elektrofilter installiert werden, der die defekte Wärmerückgewinnung wieder ermöglichen wird. Außerdem wird der Kamin verschmälert und verlängert, wodurch unter Umständen der Einbau eines Schalldämpfers erforderlich werden wird, wie Gallop auf Anfrage Thalers erklärt. Ob man weiterhin Strauchschnitt und unbehandeltes Altholz im Fernheizwerk verwerten dürfe, werde derzeit geprüft, beantwortete der Dorfchef die zweite Frage des Gemeinderats und der Anrainer der Anlage. Die anonyme Anzeige gegen Gallop, die diesem vorwarf, „strafbare Handlungen gegen die Umwelt“ vorzunehmen, sei von Staatsanwaltschaft verworfen worden, so der Geschäftsführer des Fernheizwerks abschließend.




Das Fernheizwerk wird im Frühjahr saniert werden. RS-Foto: Dorn

Begegnungszonen

Vor vier Jahren war im Rahmen eines Dorferneuerungsprozesses mit Einbindung der Bevölkerung beschlossen worden, die Verkehrsproblematik im Dorfkern durch Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung zu reduzieren. In der Wirtsgasse, der anschließenden Dorfstraße und dem Thomas-Riß-Weg werden die Kanalsanierungen bald abgeschlossen sein. Im Rahmen der Fertigstellung des Straßenbelags sollen dann im Frühjahr der untere Bereich der Wirtsgasse auf eine Länge von circa 70 Metern, der Dorfplatz sowie der Straßenbereich vor der Volksschule mit Bepflasterung, farbigem Asphalt und Anrampungen zu Begegnungszonen umfunktioniert werden. Er wäre bereits beim Land vorstellig geworden und hätte bereits mündliche Unterstützungszusagen von Landesrat Johannes Tratter und Landeshauptmann-Stellvertreter Josef Geisler erhalten, berichtet Gallop über angedachte Fördermöglichkeiten der auf 270.000 Euro geschätzten Kosten. „Im Endeffekt ist das ein Nullspiel, denn den Feinasphalt, einen Zebrastreifen und dazu die Beleuchtung müsste man sonst auch machen“, betont Gallop, der wie fast der gesamte Gemeinderat von der Maßnahme zur Erhöhung der Sicherheit für die vielen Schüler, die täglich nach Stams pendeln, überzeugt ist. Mit Ausnahme von Gemeinderat Peter Thaler, dem das Projekt zu teuer ist. „Meiner Meinung nach ist das nicht finanzierbar“, betont dieser und stimmt als Einziger gegen die Maßnahmen und deren Berücksichtigung im nächsten Budget.



Grundwasserquelle

Bei der monatelangen Suche nach einer zusätzlichen Quelle für Stams sei man nicht wirklich fündig geworden, berichteten Ingenieur Matthias Philipp und Geologe Wolfram Mostler dem Gemeinderat. „Gerade im Hochgebirge gibt es starke Schwankungen zwischen Sommer und Wintermessung“, erklärte Mostler. Aufgrund der geringen Wassermengen in der kalten Jahreszeit und der für eine Nutzung notwendigen langen Ableitungen wären Neuerschließungen nicht lohnend, so die beiden Experten unisono. Doch auch von einer bereits ins Auge gefassten Tiefenquelle rät Mostler ab: „Eine Grundwassererschließung ist natürlich eine Option. Ich tendiere aber dazu, eine andere Lösung zu finden.“ So wird nun gemeinsam mit der Raumplanung zunächst der Wasserbedarf der Gemeinde für die nächsten 50 Jahre erhoben und dann geprüft, ob man nicht einen Verbund mit den Nachbargemeinden eingehen kann. Dieser wäre unter Umständen zusätzlich zur Errichtung einer Grundwassererschließung und allfälliger Sanierungsmaßnahmen der bestehenden Quellen eine weitere Möglichkeit zur längerfristigen Wasserversorgung.

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