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Imst | So war es früher | 16. November 2021 | Manfred Wegleiter, Chronist

So war es früher – Ausgabe Imst (KW46/2021)

So war es früher – Ausgabe Imst (KW46/2021)
Foto: Otto Schmid, Habichen
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Habichen Ausgabe Imst Joseph Schmid San Joao do Triumpho
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Er hatte auf technischem und künstlerischem Gebiet außergewöhnliche Talente: Joseph Schmid, geboren am 13. Oktober 1868 in Habichen als Sohn des Müllermeisters Franz Schmid und Maria Magdalena Höllrigl, entdeckte schon in jungen Jahren bei der Mühle seines Vaters das Interesse an der Technik.
Mit 13 Jahren trat der kluge Bub in das Knabenkonvikt in Brixen ein, wo er seine Gymnasialstudien mit ausgezeichnetem Erfolg abschloss. Anschließend studierte er erfolgreich Theologie und Philosophie und empfing 1891 die Priesterweihe. Er wirkte als eifriger Seelsorger in seiner Heimatdiözese und pflegte in den Abendstunden Kunst und Wissenschaft: Zeichnen, malen, fotografieren, schnitzen, gießen von Figuren. Daneben fand er noch Zeit, sich umfassendes theoretisches naturwissenschaftliches Wissen anzueignen. Studien- und Kunstreisen führten ihn bis nach Italien und Frankreich. Seine Berufung führte ihn schließlich zur „Gesellschaft des Göttlichen Wortes“, die als Steyler Missionswerk in der ganzen Welt Standorte aufbaute. Pater Joseph Schmid wurde nach Ablegung der Gelübde nach Brasilien entsandt. Er wirkte in verschiedenen Pfarreien, besonders segensreich in San Joao do Triumpho, wo er die Kirche restaurierte und die drei Altäre selbst herstellte. Dann ereilte ihn der Ruf zum Posten des Missionsoberen. In dieser Funktion arbeitete er Tag und Nacht, machte sich überall nützlich. Die Strapazen, die langen Ritte und das karge Essen hinterließen Spuren und als er sich zur Leitung der ganzen Mission nach Juiz de Fora begab, machte ihm seine angeschlagene Gesundheit schon sehr zu schaffen. Trotzdem wagte er die lange Seereise zum Generalkapitel nach Steyl (NL), wo ihn am 9. Dezember 1909 eine heftige Lungenblutung ans Bett fesselte. Am 13. Dezember starb Pater Joseph Schmid, ohne seinen Heimatort wiedergesehen zu haben.
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