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Imst | Sport | 31. August 2021 | Mel Burger

Die Ankunft in Sölden als erklärtes Ziel

Auch wenn er den Rekord der Vorjahre nicht brechen konnte, ist der Niederländer und ehemalige Radprofi Johnny Hoogerland mit einer Zeit von 7 Stunden und 21 Minuten verdienter und glücklicher Gewinner. RS-Foto: Burger
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Das zweite Mal in Folge holte sich bei den Damen Christina Rausch den Sieg mit einer Zeit von 8 Stunden und 15 Minuten. RS-Foto: Burger
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Schmerzen, die während des Radelns ausgeschalten wurden, bekamen im Zielgelände ihr eigenes Gesicht und wurden von den Helfern vor Ort direkt versorgt. RS-Foto: Burger
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Eine unglaubliche Leistung gelang dem erst 16-jährigen Tiroler Jonas Holzknecht, als er als 14. unter den Spitzenfahrern erschöpft im Ziel Platz nahm. RS-Foto: Burger
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Bereits zum 40. Mal begeisterte heuer der Mythos Ötztaler Radmarathon

Schlechte Wettervorhersagen und die verlängerte Strecke aufgrund eines Felssturzes konnten zahlreiche Teilnehmer des 40. Ötztaler Radmarathons nicht von ihrem Start abhalten. Besonders nach dem vergangenem Corona-Jahr wollten Sportler aus verschiedensten Ländern gemeinsam an ihre Grenzen gehen und das beliebte Rennen über vier Alpenpässe bestreiten.
Von Mel Burger

Am vergangenen Sonntagmorgen versammelten sich 2751 der über 4000 gemeldeten Radsportbegeisterten in Sölden, um pünktlich  ihren gemeinsamen Traum zu verwirklichen und den wahrscheinlich anspruchsvollsten Radmarathon der Welt zu bestreiten. Beim Ötztaler Radmarathon kämpfen Spitzensportler, ehemalige Radprofis und Amateursportler Seite an Seite. Was jedoch alle Fahrer verbindet, ist der eiserne Wille gegen Hunger, Durst und Schmerzen anzukämpfen und im vorgeschriebenen Zeitlimit wieder in Sölden anzukommen. Bestens organisiert standen den Athleten von Seiten des TVB Ötztal zahlreiche Betreuer, Verpflegungsposten und Begleiter während des ganzen Rennes bei.

STRECKE. In für diese Jahreszeit untypischer Kälte führte der erste Abschnitt des Rennens 31 Kilometer meist bergab von Sölden nach Oetz und heuer weiter nach Haiming, da man die Rennstrecke aufgrund eines Felssturzes ändern musste. Aus der Streckenänderung ergaben sich durch den Weg über das Haiminger Sattele nach Kühtai zehn Kilometer und 250 Höhenmeter mehr gegenüber der üblichen Strecke. Danach ging es Richtung Innsbruck, um direkt auf den Brennerpass abzubiegen und sich danach den ziehenden Serpentinen auf der italienischen Seite Richtung Jaufenpass zu stellen. Waren danach zwei Drittel der Strecke gemeistert, forderte gerade die letzte Passage, das Timmelsjoch, vielen ihre letzten Kräfte ab. Genau ab diesem Zeitpunkt mussten manche wegen Materialschwäche oder Entkräftung aufgeben – der Rest sagte sich aber: „Jetzt ist es der Berg und ich“, wie Werner Trummer aus Voitsberg erklärt, und kämpfte weiter. 

TEILNEHMER. Für die Spitze galt es auch heuer im Jubiläumsjahr, die Rekorde der Vorjahre zu schlagen. Vier Pässe, 248 Kilometer und 5750 Höhenkilometer machten das Rennen wieder besonders und boten vielen Amateuren den Reiz, an ihre Grenzen zu radeln. Viele sehen besonders in der Vorbereitung den Unterschied zu anderen Radrennen: Da jeder sein Training auf sich selbst abstimmen und sich wie heuer auch auf unvorhergesehene Situationen, wie Streckenänderungen oder kaltes Wetter, vorbereiten muss. Die Deutsche Christina Rausch, die das Rennen bei den Damen zum zweiten Mal gewann, sagte unter Freudentränen: „Ich habe erst 2011 mit dem Radrennfahren angefangen und war schon vor zwei Jahren unglaublich glücklich mit meinem Sieg. Heuer habe ich aufgrund des Wetters schon nicht mehr damit gerechnet und doch durfte ich es schaffen.“ Auch der Sieger der Herren, der Niederländer Johnny Hoogerland, der seit einigen Jahren in Kärnten wohnt, konnte es kaum fassen und erklärte mit einem Schmunzeln auf den Lippen, dass sein Sieg mit der guten Qualität des österreichischen Bieres zu tun habe. 

ABSCHLUSS. Während im Ziel schon gefeiert wurde, mussten am Timmelsjoch wichtige Entscheidungen getroffen werden: Einige scheiterten auf den letzten und zähsten Kilometern des härtesten Rennens. Als kleine Zugabe zu den kalten Temperaturen kam von oben leider auch noch eine kalte Dusche, die vielen ihre letzten Reserven abverlangte. Auch wenn die einige Fahrer dann nur mehr unter Schmerzen ankamen und jede Faser ihres Köpers spürten, überwog bei ihrer Ankunft stets die Freude über das erfolgreiche Beenden der gesamten Strecke. Die Freude über den eigenen Erfolg ließ die Strapazen der vergangenen Stunden vergessen. Die meisten denken deshalb schon an das nächste Jahr und an den erneuten Kampf gegen die Höhenmeter des Ötztaler Radmarathons.
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