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Imst | Sport | 18. Jänner 2022 | Martin Grüneis

Italiener fühlten sich in Umhausen wohl

Italiener fühlten sich in Umhausen wohl
Erneut durften die Achenrainer Cousins aus Ried im Oberinntal in Umhausen auf das Podest steigen – dieses Mal aber eine Stufe höher. RS-Foto: Grüneis
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Thomas Kammerlander konnte beim zweiten Weltcuprennen auf der Grantaubahn Alex Gruber nicht mehr den Sieg entreißen

Weit reisen mussten die besten Naturbahnrodler der Welt nicht, denn das zweite Weltcupwochenende fand ebenso im Ötztal statt. Der packende Auftakt auf der Grantaubahn machte Lust auf mehr und enttäuscht wurde man als Zuschauer nicht. Auch dieses Mal lieferten sich vor allem die russischen, italienischen und österreichischen Rodler Duelle, die zum Mitzittern einluden. Darüber hinaus trauten sich Athleten vieler weiterer Nationen diese herausfordernde Naturrodelbahn in Umhausen herunter – jedoch nicht immer ohne Probleme.
Von Martin Grüneis

Die Naturrodelbahn in Umhausen bot erneut optimale Voraussetzungen für spannende Hundertstel-Krimis. Den Start machten wieder die Damen Einsitzer. Dominiert wurde der Bewerb wenig überraschend von Evelin Lanthaler (ITA). Unterdessen konnte Lisa Walch einmal mehr beweisen, dass sie derzeit in einer bestechenden Form ist. Die Tirolerin im Teamdress der deutschen Rodelmannschaft darf nach dem zweiten Rennen auf der Grantau abermals den zweiten Platz bejubeln. „Im zweiten Lauf musste ich heute wirklich alles geben, denn die Konkurrenz ist in bestechender Form. Vor allem Lisa Walch heizt uns ordentlich ein“, erklärte Lanthaler nach ihrem Sieg. Die österreichischen Naturbahnrodlerinnen verpassten indes das Podest. Wie bereits beim ersten Weltcuprennen auf der Grantaubahn landete Michelle Diepold – dank einem starken zweiten Lauf – auf Platz vier. Somit war sie erneut die beste Österreicherin. „Mit dem zweiten Lauf war ich sehr zufrieden, es war keine schlechte Zeit. Auch vom Fahrgefühl her hat’s gepasst. Im ersten Durchgang waren aber zu viele Fehler drinnen. Ein Podestplatz wäre drinnen gewesen. So ist der vierte Platz natürlich etwas bitter“, bilanzierte Diepold. Ihre Zimmerkollegin Tina Unterberger wurde auch dieses Mal nicht so richtig warm mit der Grantau und beendete das Wochenende auf Rang sechs. „Heute war ich grantig in der Grantau! Ich hab’ schon unterm Fahren gemerkt, dass es nicht läuft. Irgendwie ist in unserer Abstimmung derzeit der Wurm drinnen. Da müssen wir jetzt einfach rum tüfteln und eine Lösung finden“, so Unterberger. Riccarda Ruetz darf hingegen zufrieden sein. Das Nachwuchstalent ging hoch konzentriert an den Start, zeigte eine solide Leistung und darf sich über Platz neun freuen. Lokalmatadorin Vanessa Markt aus Sautens konnte beim zweiten FIL Welcup in Umhausen leider nicht unter die ersten zehn fahren – sie belegte den zwölften Platz.

STOCKERL WURDE GRÖSSER. Die Cousins Fabian und Simon Achenrainer aus Ried im Oberinntal präsentierten sich bereits beim Weltcupauftakt stark. Am vergangenen Wochenende bewiesen sie dann erneut, dass sie perfekt harmonieren auf der Rennrodel. Man merkte, dass Achenrainer/Achenrainer möglichst weit nach vorne wollen. So gelang es ihnen, neuerlich ein Ausrufezeichen zu setzten. Die österreichische Zukunftshoffnung im Doppel schlug sensationell die Russen Pavel Porshnev und Ivan Lazarev – einzig der derzeit überragenden italienischen Top-Paarung Patrick Pigneter und Florian Clara mussten sie sich geschlagen geben. „Im ersten Lauf ist uns leider ein kleiner Fehler passiert, aber das gehört dazu. Der zweite Run ist uns dann wirklich top gelungen. Mit dem Ergebnis sind wir einmal mehr hoch zufrieden“, sagte Fabian Achenrainer. Sein Cousin Simon ergänzte: „Wir machen das, was wir können. Auf der Strecke muss alles perfekt abgestimmt sein, damit wir es vorne spannend machen können.“

EINE REVANCHE, DIE AUS SICHT DER ÖSTERREICHISCHEN MANNSCHAFT SCHMERZT. Einen Tag nach den aufregenden Läufen bei den Damen und im Doppesitzerbewerb folgten die Einsitzer Herren. Freilich blickte alles auf die italienischen und österreichischen Top-Athleten. Diese lieferten sich bereits im ersten Lauf Duelle, die bis zur Zieleinfahrt spannend blieben. Der zweite Weltcup-Bewerb der Herren im Rennrodeln auf Naturbahnen auf der Grantau verlief beinahe exakt wie der Auftakt eine Woche zuvor. Die Halbzeitführung sicherte sich der Südtiroler Alex Gruber, dahinter folgten Lokalmatador Thomas Kammerlander und Michael Scheikl aus der Steiermark. Somit war alles angerichtet für ein Herzschlagfinale. Kammerlander legte im zweiten Lauf gut vor. Dieses Mal lies sich Gruber den Sieg nicht nehmen – er setzte sich mit einem Vorsprung von zwölf Hundertstel durch. „Im Verhältnis zur vergangenen Woche war ich mit meinen heutigen beiden Fahrten zufrieden. Ich hab’s diese Woche besser gemacht. Alex ist heute ganz einfach überragend gefahren. Er ist der verdiente Sieger. Mit den knappen Abständen ganz vorne ist es natürlich immer spannend. Für meine Nerven ist das in meinen alten Tagen nicht so gut.“ Komplettiert wurde das Podest von Michael Scheikl, der mit dem dritten Platz recht zufrieden war. Fabian Achenrainer, der bereits im Doppel eine beachtliche Leistung zeigte, konnte auch im Einsitzer sein Talent unter Beweis stellen und auf Rang sechs rodeln. Florian Markt aus Sautens gab auf seiner Heimbahn ebenfalls alles und wurde mit dem
elften Platz belohnt.
Italiener fühlten sich in Umhausen wohl
Lisa Walch hat derzeit gut lachen. Mit ihren Leistungen kann sie mehr als nur mithalten mit der Elite im Rennrodeln auf Naturbahnen. Die ersten beiden Weltcup-Bewerbe brachten ihr zwei zweite Plätze ein. RS-Foto: Grüneis
Italiener fühlten sich in Umhausen wohl
Riccarda Ruetz aus Sellrain kann wieder lachen: Das Nachwuchstalent konnte mit zwei guten Läufen unter die Top-10 fahren. RS-Foto: Grüneis
Italiener fühlten sich in Umhausen wohl
Abermals entwickelte sich zwischen dem amtierenden Weltmeister Thomas Kammerlander (im Bild) und Alex Gruber (ITA) ein sehenswerter Kampf um den Sieg in Umhausen. RS-Foto: Grüneis
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