Rundschau - Oberländer Wochenzeitung
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Jubiläumswinter ging erfolgreich zu Ende

Letzten Oktober startete der Skiclub Sölden-Hochsölden in die 100. Saison

Mit dem traditionellen „Skiclub-Rennen“ wurde die Jubiläumsrennsaison vom SC Sölden-Hochsölden kürzlich abgeschlossen. Gefahren wurde ein Riesenslalom am „Rosskirpl“. Die Teilnehmerzahl war wie immer sehr hoch. Ein Winter, der aber ganz im Zeichen des 100-jährigen Bestehens des von Isidor Riml gegründeten Skiclubs stand. Auch der jetztige Obmann des Skiclubs Sölden-Hochsölden, Sigi Grüner, ist schon seit 50 Jahren selbst Mitglied, übrigens der 13., der dieses Amt nun schon bekleidet.
23. Mai 2023 | von Christoph Hablitzel
Jubiläumswinter ging erfolgreich zu Ende<br />
Auch die Skiclub-Kinder lieferten eine perfekte Skishow bei der Jubliäumsfeier auf der Mittelstation, unterhalb des Gaislachkogels. Foto: Christoph Nösig
Von Christoph Hablitzel

Die 100-jährige Geschichte begann an einem Montag im November 1922 - exakt am 13. des Monats. Der damals schon fanatische Skirennläufer Isidor Riml aus Sölden konnte bei einigen Rennen nicht antreten, da er kein Mitglied eines Vereines war. Damals waren die Ski-Bewerbe übrigens noch eine Kombination  aus Langlauf, Sprung und Abfahrt. So beschloss der umtriebige Ötztaler kurzerhand, einen eigenen Skiclub zu gründen. Das war die Geburtsstunde einer der mittlerweile erfolgreichsten Skiclubs Österreichs. Gleichzeitig war Isidor auch der erste Obmann des Clubs. „1922 gab es im Wintertourismus noch nicht so viel - wenn überhaupt“, sagt SC-Obmann Sigi Grüner, „umso mehr muss man die Hartnäckigkeit von Isidor Riml  damals hochschätzen und bewundern”, weiß der 53-jährige Grüner die Leistung des Clubgründers richtig einzuordnen.

ALLES „BAUERNBUAM“. So war es auch Isidor Riml höchstpersönlich, der den jungen Männern - das Interresse der Frauen am Skisport  hielt sich in den 1920er Jahren noch in Grenzen - das Skifahren beibrachte. Die Jungs von damals, mehr oder weniger alles Bergbauernsöhne, sahen den Skisport bald als sportliches Vergnügen und hatten Spaß daran. Aus dieser Freizeitgestaltung sind dann die ersten Skischulen entstanden und so wurde das Ganze immer professioneller. Auch die dazugehörende Infrastrutkur mit Seilbahnen, Skiliften, Pensionen und Hotels wuchs mehr und mehr. „So ist dann halt auch der Skiclub immer größer geworden, mittlerweile zählen wir mehr als 800 Mitglieder“, berichtet Sigi Grüner.

AUSHÄNGESCHILDER. Die Erfolgsgeschichte des Skiclubs begann dann schon in den 1930er Jahren, als Eberhard Kneisl die Konkurrenz in Grund und Boden fuhr. 1948 nahm er als erster Ötztaler Skisportler an einer Olympiade in St.Moritz teil. Auch Andre' Arnold als mehrfacher Weltmeister bei den Profis sowie Kathrin Wilhelm oder Snowboarder Lukas Grüner hinterließen erfolgreich ihre Abdrücke im Schneesport. Aktuell sind Franziska Gritsch und Fabio Gstrein im Weltcup „super unterwegs“, wie Isidor Grüner, der Obmann Stellvertreter, betont. „Isi“ ist seines Zeichens auch Pistenchef beim alljährlich stattfindenden Weltcupauftakt am Rettenbachferner, wo auf den durchführenden Verein SC Sölden-Hochsölden die Augen der gesamten Skiwelt gerichtet sind. Durch die perfekte Durchführung gemeinsam mit den Bergbahnen Sölden hat man sich quasi eine „Startgarantie“ für die Eröffnung des alpinen Skiweltcups gesichert.

MOTIVATIONSFAKTOR. All  diese Erfolge gelten als Triebfeder und Motivationsfaktor für die Kinder und Jugendlichen. Über 100 Kinder besuchten heuer die Trainings vom Skiclub. „Wir müssen in die Breite investieren. Darauf basiert der Leistungssport, auch beim Snowboarden“, sagt Sigi Grüner. Was damals galt, gilt heute noch: „Die Jugend von Sölden muss Skifahren lernen. Der Skiclub Sölden-Hochsölden wird weiterhin für die Jugend da sein“, sagt der Obmann unmissverständlich. Grüner war übrigens selbst als Weltmeister im Synchro Ski in den Schlagzeilen diverser Gazetten zu finden. Also, alles nur eine Frage der Zeit bis ein Athlet oder eine Athletin vom SC Sölden-Hochsölden erstmals mit Olympischen Gold am „Postplatz“ empfangen wird.
 
Jubiläumswinter ging erfolgreich zu Ende<br />
Ein damals fast unschlagbares Team vom SC Sölden-Hochsölden: Gerold Santer, Alban Plörer, Trainer Georg Plörer † und André Arnold (v.l.). Foto: SCS
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Ehre wem Ehre gebührt! Erhielten die Ehrenmitgliedschaft vom SC Sölden-Hochsölden: André Arnold, BM Ernst Schöpf, Rainer Gstrein, Jakob Falkner (v.l. mit Urkunde) mit Isidor Grüner/Obm-Stv., Karin Frischmann/Stv.-Schriftführerin, Stefanie Grüner/Kassierin (v.l.stehend), Hannes Fender/Stv.-Kassier, SC Obmann Sigi Grüner und Nina Arnold/Schriftführerin (knieend v.l.) bei der 100-Jahr Feier im Restaurant „Falcon“. Foto: Christoph Nösig
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Aktuelle Top-Athleten vom SC Sölden: Die Weltcup-Starter Fabio Gstrein u. Franziska Gritsch. Foto: Auer

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