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Imst | Sport | 5. Jänner 2021 | Martin Grüneis

Keine großen Überraschungen

Keine großen Überraschungen
Thomas Kammerlander hat sich vor Kurzem zum Österreichischen Meister im Rennrodeln auf Naturbahnen gekürt. Sein nächstes Ziel: Die Goldmedaille bei der Heim-Weltmeisterschaft in Umhausen.Foto: ÖRV/Miriam Jennewein
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Favoriten setzten sich bei der Österreichischen Staatsmeisterschaft im Rennrodeln auf Naturbahnen durch

Auf der Grantaubahn in Umhausen, wo in diesem Jahr auch die Weltmeisterschaft der Naturbahnrodler ausgetragen wird, fand jüngst die Österreichische Staatsmeisterschaft im Rennrodeln auf Naturbahnen statt. Dabei konnten die Athleten aus dem Ötztal mit hervorragenden Leistungen aufzeigen. Dies gilt vor allem für Thomas Kammerlander, der sich nunmehr Österreichischer Meister nennen darf.
Von Martin Grüneis

Gelungenes Comeback von Thomas Kammerlander bei der Staatsmeisterschaft auf seiner Heimbahn in Umhausen. Der Ötztaler konnte sich erfolgreich vor dem Steirer Michael Scheikl, der die beiden ersten Weltcup-rennen gewonnen hatte, und Fabian Achenrainer aus Ried im Oberinntal durchsetzen. „Mit diesem Comeback kann ich nach meiner Corona-Erkrankung sehr zufrieden sein, bin ich doch am Montag erstmals wieder auf der Rodel gesessen. Ich habe meinem Körper die Pause aber ganz bewusst gegönnt. Der erste Lauf war super. Mit dem zweiten bin ich nicht ganz zufrieden, wobei ich da einfach gemerkt habe, dass mir noch die Trainingsläufe fehlen“, erklärt der Lokalmatador. Doch auch bei den Damen gab es allen Grund zur Freude. Vanessa Markt aus Sautens konnte sich hinter Tina Unterberger aus Oberösterreich den zweiten Platz sichern. „Beim Hochgehen an der Bahn habe ich schon noch gemerkt, dass mir nach der Corona-Pause etwas die Kondition fehlt. Mit den beiden Läufen und auch dem Material bin ich aber voll zufrieden. Platz zwei ist ein tolles Ergebnis für mich“, sagt Markt. Auch der Doppelsitzer mit den beiden Ötztalern Christoph Regensburger und Dominik Holzknecht konnte überzeugen. Sie konnten sich ebenfalls den zweiten Platz holen. Sportdirektor Gerald Kammerlander zu den Rennen in Umhausen: „Wir sind froh, dass wir die Meisterschaften unter den schwierigen Corona-Bedingungen abhalten konnten. Die Athleten haben durchwegs gute Leistungen gezeigt. Und das bei schwierigen Bahnverhältnissen, zumal die Strecke erst frisch fertiggeworden ist.“

VORSCHAU AUF DEN HÖHEPUNKT DER SAISON. Auf der legendären Grantaubahn in Umhausen wird vom 4. bis 7. Februar die Weltmeisterschaft im Rennrodeln auf Naturbahnen ausgetragen. Diese hat in den vergangenen Jahren auch im Weltcup mehrfach ihre Zähne gezeigt und auch schon Top-Sportler abgeworfen. Der mehrfache Weltcup-Gesamtsieger und Lokalmatador Thomas Kammerlander kann dies bestätigen: „Die Grantau ist keine Hochgeschwindigkeitsbahn, in der Spitze werden zwischen 60 und 70 Stundenkilometer erreicht. Aber es gilt die insgesamt neun Kurven auf 950 Metern und bei einem durchschnittlichen Gefälle von 13,9 Prozent unglaublich sauber zu fahren. Hauptentscheidend ist die vorletzte Kehre, die so genannte Grantau-Kurve. Wenn man die nicht erwischt, verliert man extrem viel Geschwindigkeit für die nachfolgende Gerade und kann jede Menge Zeit verspielen. Auf dieser Bahn trennt sich die Spreu vom Weizen – und die Zeitabstände sind meistens sehr groß“, schildert der WM-Favorit.
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