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Imst | Sport | 20. Juli 2020 | Albert Unterpirker

Lässige Fußball-Krimis im Oberland

Lässige Fußball-Krimis im Oberland
Das war ein rassiges Cup-Spiel in Obsteig – und beide Teams geizten nicht mit Gusto-Stückerln. RS-Foto: Unterpirker
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Kerschdorfer Tirol-Cup-Vorrunde lockte zahlreiche Besucher

Mei Liaber, mei Liaber! Jetzt wird’s aber Zeit, dass es bald wieder regelmäßig Fußball-Kost gibt, sonst werden die Entzugserscheinungen immer größer! Bestes Beispiel dafür sind die vielen Besucher, die derzeit zu Testspielen oder auch kürzlich zur Cup-Vorrunde pilgerten. Obendrein merkt man den Teams richtiggehend an, dass die Oberschenkel ob der Meisterschafts-Vorfreude schon bärig glühen.
Von Albert Unterpirker

FC NASSEREITH – SPG FALKNER & RIML SÖLDEN, 1:2 (0:1). „Ein paar Dinge haben wir leider nicht gut gemacht“, erklärt Marinko Mamic nach der Partie, „wir haben uns ein paar Fehler geleistet!“ Dennoch: Nach dem Ausgleich habe man Möglichkeiten zur Führung vorgefunden, „dann haben wir aber leider Gottes einen Elfmeter (Siegestreffer für Sölden) erhalten – einen wackligen“, schildert der Nassereith-Übungsleiter, der anfügt: „Eine bittere Niederlage! Aber die Stimmung und die Kameradschaft im Team sind gut.“ Ziel für die Meisterschaft? „Es muss alles passen, damit wir vorne mitspielen können.“ Sölden-Trainer Andreas Gritsch blickt derweil auf eine starke Anfangsphase der Seinigen zurück. „Da gab es gute Kombinationen, danach ist es immer schlechter geworden.“ Auch nach Seitenwechsel konnten sich die Ötztaler nicht wirklich steigern, schafften aber durch den verwandelten Strafstoß noch den Sieg. „Das war nicht das, was wir können“, so Gritsch, „25 Minuten haben gepasst, wir sind eine Runde weiter – aber einiges müssen wir noch besser machen!“

FC SIGLU ST. LEONHARD – SK HÖPPERGER STASTO RIETZ, 3:1 (1:0). Hat man sich das im Pitztal anders vorgestellt, oder? „Das war eine Kopfweh-Partie“, sagt Rietz-Neo-Übungsleiter Karl Max Draxl, „aber unterm Strich hat St. Leonhard verdient gewonnen!“ Warum? „Warum? Kunstrasen, kleinerer Platz – und die Meinigen haben sich überhaupt nicht drauf einstellen können, es gab keinen Spielfluss!“ Er könne seiner Mannschaft aber nicht den Willen absprechen. „Nur, wir sind nicht in die Zweikämpfe gekommen! Aber diese junge Mannschaft hat Qualität. Wir müssen nun draus lernen, zudem führten zwei dumme Eigenfehler zu Gegentoren. Vielleicht war das einfach nicht unser Tag.“

SPG THURNER OETZ/SAUTENS – FC STUBAI 19, 5:3 i.E. (3:3, 1:0). Ja, gut, also, einen Krimi kann man sich zu Hause auch ansehen, nicht? Thomas Klaus, der als Co-Trainer zusammen mit Headcoach Simon Melmer die neugegründete SPG Oetz/Sautens leitet, schmunzelt: „Tja, das hätte es nicht gebraucht! Wir haben schon 3:0 geführt, sind dann lässig geworden“, sagt Klaus, der kürzlich zum LAZ-Standortleiter Imst gekürt wurde. Nach einem eher schwachen Beginn gab es eine taktische Umstellung – und die fruchtete. Bis zum Zeitpunkt, wo die 3:0-Führung die Köpfe der Heimischen verdrehte. Dann mussten Überstunden geleistet werden. Im Mittelpunkt stand dabei ein Mann: Goalie-Legende Thomas Krabichler, der noch einmal in das Team zurückkehrte. „Wir haben nun wieder einen Tormann“, freut sich Klaus. „Heute hat er gleich einen Freistoß aus dem Kreuzeck rausgeholt und beim Stand von 3:3 einen Elfer gehalten!“ Ende gut, alles gut also. Fazit? „Die Spieler von Sautens haben sich super eingelebt, alle ziehen mit“, entgegnet der Trainer manchen Unkenrufen.

SPG MIEMINGER PLATEAU – SPG ROPPEN/KARRES, 2:1 (2:1). „Das war ein richtiges Cupspiel“, nickt Roppen/Karres Trainer Güney Laleli nach der 1:2-Niederlage seiner Mannschaft in Obsteig. Die Vorstellung seiner Truppe sei an und für sich nicht so schlecht gewesen, allein: „Wir haben unsere Chancen nicht verwertet und die Gegentore resultierten aus Eigenfehlern!“ Erschwert wurden die Bemühungen der Gäste auch durch „undiszipliniertes Verhalten, da müssen wir noch dran arbeiten – dann wird es besser werden!“ Richtig gut in den Gängen scheint indessen schon Mieminger Plateau zu sein, die straffe Handschrift von Trainer Jürgen Soraperra ist bereits deutlich erkennbar. Die Hausherren präsentierten sich dabei von Beginn weg aggressiv, mit gutem Stellungsspiel, nur in der Defensive könnte noch an gewissen Rädchen gedreht werden. Fazit: Zahlreiche Besucher erlebten in Obsteig am Samstag ein rassiges Cupspiel!

WEITERE ERGEBNISSE. SPG Oberes Gericht – SV Haiming, 0:4 (0:2). SV Ried – TS Raika Stams, 0:11 (0:6). SPG Pians/Strengen – SV Umhausen, 0:3 (0:2). FC Paznaun – SPG Intersport XL Pitztal, 3:2 (1:2). FC Fliess – SPG Arlberg, 0:5 (0:2). FC Lechaschau – FC Autohaus Krißmer Tarrenz, 2:1 (1:1). SU Inzing – SV Raika Längenfeld, 2:4 i.E. (1:1, 0:1).
Lässige Fußball-Krimis im Oberland
Auch am Sportplatz Nassereith musste jeder Meter hart erkämpft werden. RS-Foto: Grüneis
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