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Imst | Sport | 6. Juli 2021 | Mel Burger

Sportliche Superlative trifft Nachhaltigkeit

Sportliche Superlative trifft Nachhaltigkeit
Der Marathon-Sieg ging bei den Frauen an die Österreicherin Eva-Maria Peer, die auch nach 42 Kilometern noch strahlend im Ziel ankommt. Foto: Tourismusverband Pitztal
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15. Gletschermarathon im Pitztal – als Green Event im neuen Kleid

Nach einem Pitztaler Gletschermarathon der etwas anderen Art im Vorjahr wurde heuer neu durchgestartet – und wieder gemeinsam gelaufen, obwohl erneut einige Sicherheitsmaßnahmen im Vorfeld getroffen werden mussten. Der Jubiläumsmarathon fand dennoch wie die letzten 15 Jahre in drei Disziplinen und bei einer überaus internationalen Beteiligung im Läuferfeld statt.
Von Mel Burger

Unter dem Motto „Das Pitztal läuft wieder“ kehrte der Gletschermarathon nach einem Jahr der corona-bedingt außergewöhnlichen Umsetzung – jeder Läufer lief damals für sich zuhause – zurück ins Pitztal, wo vor 15 Jahren das erste Mal gestartet wurde. Der Jubiläumslauf fand deshalb fast wieder unter gewohnten Rahmenbedingungen statt und verlief wie gewohnt von Mandarfen durch’s Pitztal bis nach Imst, wobei der größte Unterschied zu einem „ganz normalen Jahr“ darin bestand, dass in Gruppen von etwa 40 bis 50 Läufern gestartet wurde. 477 Sportler aus über 20 Nationen liefen traditionell in den Disziplinen Marathon über 42,195 Kilometer, den ebenso langen Staffelmarathon, den Halbmarathon mit 21,1 Kilometer oder den „Run & Fun“-Lauf über 11,2 Kilometer. Wenn es auch dieses Jahr wieder gewisse Auflagen gab, war die Freude bei den Teilnehmenden spürbar – kein Wunder, angesichts des atemberaubenden Panoramas, das während des Laufs in vollen Zügen genossen werden darf und den Gletschermarathon so besonders macht.

NACHHALTIGKEIT. Schon bei den Werbeplakaten und Flyern ließ sich erahnen, dass Nachhaltigkeit heuer besondere Bedeutung beim Gletschermarathon genießt. Denn es wurde nicht nur in der herrlichen Natur gelaufen, sondern eben genau diese Natur auch berücksichtigt und besonders geschützt. Der diesjährige Gletschermarathon wurde so erstmals mit viel Vorarbeit als „Green Event“ durchgeführt. Zu verstehen ist darunter übrigens eine Veranstaltung, die sich durch nachhaltige Planung, Organisation und Umsetzung auszeichnet. Wichtigste Kriterien sind das Vermeiden von Abfall, aber auch klimafreundliche Verpflegung sowie ökologische Beschaffung und Transporte. So wurde nicht nur bei den Werbematerialien auf Hochglanz verzichtet und Recyclingpapier verwendet: Auch Mehrweggeschirr kam zum Einsatz und kein bisschen Plastik während des ganzen Lauf-Wochenendes verwendet. Verstärkt wurden auch Shuttlebusse oder sogar Mitfahrbörsen angeboten, die Verpflegung während der Veranstaltung wurde von heimischen und regionalen Firmen bezogen und spezielle Recyclingstationen im Start- und Zielgelände installiert.

BETEILIGUNG. Gerade heuer zeigte das bunt gemischte Läuferfeld, wo überall auf der Welt der Gletschermarathon schon Anhänger gefunden hat. Wie gewohnt, waren viele Läufer aus direkten Nachbarländern angereist, kombiniert aber mit einem kleinen exotischen Feld: So fanden sich Teilnehmer aus Dänemark, Polen, Belgien, England, Tschechien, Bosnien, Ukraine, Irland, aber auch Russland, Amerika und Kanada, um nur einige zu nennen, auf der Starterliste. Bei den Platzierungen wurde dann in die Kategorien Frauen und Männer sowie in Altersschritte von je fünf Jahren unterteilt. Ein besonders schönes Zeichen während Pandemie-Zeiten setzten die Sieger des Marathons, indem sie gemeinsam die Ziellinie passierten: Michael Chalupsky und Manfred Senn siegten gemeinsam mit einer Zeit von 2:36:10,4. „Beim Marathon läuft man eigentlich für sich, aber Manfred und ich haben uns gut verstanden. Wir wollten zum Schluss ein Zeichen setzen, dass man auch in Zeiten von Corona gemeinsam Erfolge feiern kann“, bedankte sich Chalupsky bei seinem Mitstreiter. Bei den Frauen hatte derweil die Österreicherin Eva-Maria Peer mit einer Zeit von 3:21:34,2 die Nase vorn. Übrigens: Auch die übliche Medaille, die jeder Teilnehmer im Ziel erhält, wurde dem Nachhaltigkeitsmotto getreu in Zirbenholz ausgeführt und konnte auf Wunsch noch im Zielgelände mit einer individuellen Gravur versehen werden.
Sportliche Superlative trifft Nachhaltigkeit
Den „Run & Fun“-Lauf der Männer gewann Pjotr Dielen (BEL, M.) vor Manuel Koch (ITA, 2.v.l.) und Volker Bender (GER, r.). Die Siegerehrung übernahm Gerhard Gstettner (l.), Geschäftsführer des Tourismusverbands Pitztal. Foto: Tourismusverband Pitztal
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