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Imst | Sport | 19. Feber 2019 | Albert Unterpirker

Unglaubliche Brisanz beim Weltcup-Finale

Dritter Gesamt-Weltcupsieg in Serie: Da ging „Kami“ vor seinen Fans auf die Knie. RS-Foto: Unterpirker
Florian Markt zeigt auf sein havariertes Bein. RS-Foto: Unterpirker
Riccarda Ruetz strahlt die Freude aus dem Gesicht. RS-Foto: Unterpirker
Fabian Achenrainer sicherte sich den starken Rang 8. RS-Foto: Unterpirker
Wenn der Druck abfällt und der Erfolg eingeholt ist: Thomas Kammerlander bei seinem Jubel im Zielgelände der Grantau. RS-Foto: Unterpirker
Geballte Fäuste von Kammerlander beim Triumph! RS-Foto: Unterpirker
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Naturbahnrodeln: Thomas Kammerlander holt erneut Gesamt-Weltcupsieg

Er ist einfach ein Ausnahmekönner! Thomas Kammerlander sicherte sich beim großen Weltcup-Finale in Umhausen zum dritten Mal in Serie den Gesamt-Weltcupsieg beim Naturbahnrodeln und lieferte sich beim abschließenden Rennen einen Zweikampf sondergleichen mit Alex Gruber (ITA). Der frenetische Jubel im Zielgelände der Grantaubahn unter den heimischen Fans kannte keine Grenzen mehr.

Von Albert Unterpirker


Ein Weltcup-Rennen auf der Naturbahn muss man einfach mal gesehen haben. Beeindruckend vor allem, was die Verantwortlichen in Umhausen bezüglich der schwierigen Grantaubahn wieder auf die Beine gestellt haben. Nämlich einen perfekten Eiskanal samt äußerst stimmungsvollem Rundherum. Und mitten drin ein Lokalmatador, der die Massen begeisterte. Thomas Kammerlander lag dabei nur zehn Punkte vor Alex Gruber im Gesamtweltcup in Front, alles spitzte sich also auf das letzte Rennen zu. „Kami“ konnte schlussendlich seine letzten Kraftreserven mobilisieren, behielt trotz enormen Drucks die Nerven, belegte Platz zwei und ließ seinen Kontrahenten einen Rang hinter sich. Der Sieg ging an Patrick Pigneter (ITA). Überbordend nach dem Zieleinlauf (Laufbestzeit) die Freude beim Ötztaler, der zum dritten Mal in Folge den Gesamt-Weltcupsieg einholte. Obwohl: „Wir haben in der Früh nochmals das ganze Material über den Haufen geworfen“, blickte Kammerlander zurück. Der Jubel bei den heimischen Fans gewaltig. Fazit: Gesamt-Weltcupsieg, drei Saison-Weltcupsiege – Herz, was willst du mehr! 13 Doppel, 27 Damen- und 47 Herren-Einzel gingen in Umhausen an den Start, darunter mit Fabian Achenrainer ein weiterer Oberländer – auch vor dem Junioren-Racer aus Ried im Oberinntal muss man den Hut ziehen: Super Rang, achter beim letzten Rennen! Ebenso vor Riccarda Ruetz, die heuer erstmals bei den Junioren im Weltcup mit dabei war, und bei ihrem ersten Antreten in der allgemeinen Klasse auf der Grantau den beeindruckenden zehnten Platz erkämpfte. „Ich freue mich voll, dass ich hier dabei sein durfte (Riccarda schaffte die Qualifikation) und ich habe sehr gute Läufe erwischt“, strahlte die 14-Jährige (Oberperfuss/Sellrain).

ENTWARNUNG.

Während das Weltcup-Finale so spannend wie noch nie war – für beste Stimmung sorgten das bravouröse Moderatoren-Duo Martin Böckle und Othmar Peer samt DJ Smile – gibt es abseits des Trubels eine äußerst erfreuliche Mitteilung, denn dem beim Junioren-Weltcup-Finale in Oberperfuss schwer gestürzten Florian Markt (Sautens) geht es den Umständen entsprechend schon deutlich besser. Die RUNDSCHAU traf den Ötztaler beim Weltcup-Finale und erfuhr von ihm aus erster Hand: „Bei der letzten Kurve (auf der Tiefental-Bahn in Oberperfuss) hatte ich einen kleinen Belastungsfehler, dann hat die Schiene gebissen und bin abgeworfen worden. Der Sturz war eigentlich harmlos. Ich bin dann aber weitergerutscht, habe die Rodel unter den Fuß bekommen – und die hat mir die Kniekehle aufgeschnitten (etwa sieben Zentimeter langer, tiefer Schnitt, Anm.). Die Schmerzen waren extrem und ich habe recht viel Blut verloren.“ Florian wurde dann in Hall operiert. „Nach dem Sturz war ich schon sehr enttäuscht, weil ich mit einer super Zeit unterwegs war. Der Ärger war dann größer als die Schmerzen. Jetzt geht es mit den Schmerzen wieder einigermaßen, glücklicherweise sind keine Sehnen durchtrennt. Vielleicht kann ich am kommenden Wochenende sogar bei der Junioren-EM an den Start gehen!“ Ist das nicht ein bisschen riskant? „Naja, der Unterschenkel ist momentan noch etwas taub, aber ich kann Fabian (Achenrainer) doch nicht so einfach den Titel schenken“, lacht der Ötztaler. Was für wilde Hund’ die Naturbahnrodler doch sind – aber von nix kommt nix!
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