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Imst | Sport | 6. September 2022 | Albert Unterpirker

Unsterblichkeit war greifbar nahe

Unsterblichkeit war greifbar nahe<br />
Lukas Lamp (blau) präsentierte mit der Imster Defensive eine fulminante Leistung. RS-Foto: Unterpirker
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Imst  Albert Unterpirker
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SC Imst bugsierte LASK im ÖFB-Cup an den Rand des Knockout

Nur wenige Minuten fehlten dem SC Sparkasse Imst zur absoluten Glückseligkeit. Vor 1500 Zuschauern (ausverkauft) rang die Truppe von Coach Herbert Ramsbacher Bundesliga-Tabellenführer LASK in der zweiten Runde des Uniqa-ÖFB-Cup alles ab, und stand kurz vor einer absoluten Top-Sensation. Doch auch wenn diese rassige Partie mit 1:4 nach Verlängerung verlorenging: Fußball-Österreich wird Imst länger in Erinnerung behalten – und ganz Tirol kann stolz auf dieses Team sein.
So hat man die Velly-Arena noch nicht gesehen! Der Imster Fußball-Tempel platzte schon lange vor Spielbeginn aus den Nähten und an allen Ecken und Enden wurde einem bewusst: Hier hat das Vereinsmanagement einen klasse Event auf die Beine gestellt. Es knisterte im Stadion, und der SC Imst trug sein Übriges dazu bei, dass dieser Abend unvergesslich bleiben sollte. Denn die Hausherren zeigten gegen den Bundesliga-Spitzenreiter null Respekt, spielten sich mit einer wahrlich intergalaktischen Leistung in die Herzen der Fans. Wie aus einem Guss präsentierte sich die beeindruckend agierende Mannschaft rund um Kapitän Rene Prantl, aus dieser ragten auch noch Lukas Lamp, Fabian Ponholzer und vor allem Armin Hamzic hervor. Kurzer Spielfilm: Mit einem 0:0 ging es in die Pause – ein erster, überraschender Teilerfolg für Imst, das selbst gute Chancen verbuchte. Nach Seitenwechsel bot die Partie weiter jede Menge Brisanz. Und während Imst-Keeper Emanuel Ponholzer wie die gesamte Imster Defensive inklusive Mittelfeld einen Linzer Angriff nach dem anderen entschärften, sorgte Prantl dafür, dass der LASK ab der 62. Minute mit einem Mann weniger auskommen musste: Ziereis wusste sich nach seinem kapitalen Fehler nur noch mit einer Notbremse zu helfen. Tja, und dann sollte der große Moment von Hamzic kommen, der zehn Minuten später nach einer tollen Flanke von Marko Jovljevic per Kopf zum 1:0 einnetzte (72.). Die Arena flippte aus, Standing Ovations auf der Tribüne, die Sensation – greifbar nahe!

ÜBERRAGEND. Aber fünf Minuten vor Ende der regulären Spielzeit schickte der eingewechselte Nakamura mit seinem Ausgleichstreffer (85.) das Match in die Verlängerung. Trotz numerischer Unterlegenheit zeigte die Kühbauer-Elf dort, warum sie an der Spitze der heimischen Bundesliga steht, siegte noch mit 4:1. Was bleibt von diesem Abend? „Ein wunderschönes Fußballfest, und man sieht, dass es möglich ist, hier eine Euphorie zu entfachen“, sagt SC Imst-Obmann Manuel Westreicher, der schon am Donnerstag um 7 Uhr morgens mit Club-Manager Martin Schneebauer wieder im Stadion war, um Gitter wegzuräumen. „Wir wünschen uns, dass noch mehr Helfer und Trainer zum SC Imst finden, und ich bedanke mich bei allen, die an diesem unvergesslichen Abend mitgeholfen haben!“ Zur Vorstellung des Teams: „Diese Leistung war überragend, die Mannschaft ist über sich hinausgewachsen – ein Wahnsinnspiel, und für den Club ein sehr guter Tag!“ Übrigens wurde im Vereinsbeisl „Velly-Nachspielzeit“ noch bis 2:30 Uhr diskutiert. Das Bier war um diese Zeit im gesamten Stadionbereich schon ausgegangen. Was sagt Trainer „Ramsi“  zum Spiel? „Eine unglaubliche Teamleistung, mutig und mit viel Leidenschaft! Wir haben den LASK lange Zeit vor ein Rätsel gestellt. Die Velly-Arena hat heute gebebt, es gab Imster Schlachtgesänge, die Stimmung hat mich an die Wacker-Zeiten im Tivoli erinnert.“ Diese  enorme Euphorie gehört nun konserviert – vielleicht für höhere Aufgaben.

 
Unsterblichkeit war greifbar nahe<br />
LASK-Trainer Kühbauer (l.) und „Ramsi“ – no comment. RS-Foto: Unterpirker
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Auch im Businessclub gesichtet: Joe Huber (WK-Obmann Imst), Marco Seelos (Vizebgm. sowie Sportreferent Imst), und Lukas Huber (v.l.). RS-Foto: Unterpirker
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SC Imst-Präsident Pepo Eisenbeutl (l.) mit Michael Zentner (Uniqa-Direktor Tirol). RS-Foto: Unterpirker
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