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Imst | Sport | 3. Mai 2022 | Albert Unterpirker

„Zuschauern noch mehr Service bieten“

„Zuschauern noch mehr Service bieten“
Der SC Imst soll künftig noch mehr attraktive Performance bieten. RS-Foto: Unterpirker
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RUNDSCHAU-Interview mit Club-Manager und Sport-Vorstand vom SC Imst – Erklärung zu Spielerabgängen

Langsam neigt sich eine spannende Saison für den SC Sparkasse Imst zu Ende. Sportlich ist beim Traditionsklub einiges in Bewegung, auch infrastrukturell deuten sich Maßnahmen an. Die RUNDSCHAU nahm dies als Anlass, bei Club-Manager Martin Schneebauer und Sport-Vorstand Franco Böhler nachzufragen.
Von Albert Unterpirker

RUNDSCHAU: Die Kampfmannschaft zog in der Regionalliga Tirol in das obere Playoff ein – Ziele erreicht?
Martin Schneebauer: Für mich persönlich ja, das sportliche Ziel wurde noch geschafft, nachdem man mit einer guten Performance ins Frühjahr gestartet ist. Wenn sich die ersten beiden Plätze ausgegangen wären, hätte man diese natürlich auch gerne genommen. Aber wir haben eine ganz junge Mannschaft, außerdem hatten wir in den letzten Monaten einen großen Umbruch. Aus der durchwachsenen Herbstsaison wurde noch das Beste herausgeholt.

RS: Also ist man schlussendlich mit der Performance zufrieden?
Franco Böhler: Der Herbst ist sicher nicht ganz nach Wunsch verlaufen, das wurde über den Winter mit allen Beteiligten auch klar analysiert.

RS: Wo kann man generell den Hebel im spielerischen Bereich und der Weiterentwicklung in der Kampfmannschaft noch ansetzen?
Böhler: Wichtig ist jetzt, dass der Stamm der Mannschaft mal zusammenbleibt, dann entwickeln sich auch die Automatismen im Training und in den Spielen. Wir hatten in den letzten Jahren immer wieder mal einen Umbruch. Für diesen Sommer ist geplant, dass man den Kader zusammenhält, bis auf Ausnahmen, die sich beruflich abzeichnen. 
Schneebauer: Es wird drei fixe Abgänge geben. Fabian Ponholzer, Sandro Markovic und auch Joshua Stigger. Aber nicht, wie vielleicht in diversen Medien kolportiert wurde, aus sportlichen Gründen. Joshua etwa wechselt zum ÖSV, bekommt dort einen tollen Job – diese Chance will er nutzen. Wir sind jetzt mitten in den Gesprächen bezüglich Spielerverlängerungen. Ziel ist es, die Mannschaft absolut zu halten. Es wird aber auch der eine oder andere dazukommen.

RS: Was sind nun die sportlichen Ziele kurz- und mittelfristig?
Böhler: Das ist ganz klar: Nach der Regionalliga Tirol (läuft in dieser Form das letzte Mal 2022/23) dann in der richtigen Regionalliga zu spielen. Ziel ist natürlich auch eine Attraktivierung vom Fußball an sich, was die Performance und den Offensiv-Fußball angeht. Tabellarisch will man dann unter die ersten fünf Platzierten reinkommen.

RS: Wie läuft es derzeit mit der Nachwuchs- bzw. Ausbildungsschiene des SC Imst?
Böhler: Wir haben vom Nachwuchsleiter Rene Grüner bis über die Trainer ein sehr gutes Team. Natürlich wäre es gut, wenn der eine odere andere noch zu uns stoßen würde, damit man zum Beispiel auch mehr Individualtrainings machen kann. Wir sind aber mit der Entwicklung vom Nachwuchs sehr zufrieden. Außerdem haben wir top-ausgebildete Trainer. Ab der U14 gibt es bei uns Leistungsfußball, wobei die U14, U16 und U18 derzeit tirolweit im Meister-Playoff spielt, die U18 ist sogar Tabellenführer.

RS: Das heißt, ihr bleibt da weiterhin voll am Ball und baut diese Strukturen aus?
Böhler: Ganz klar – und jeder ist herzlich willkommen! Spieler werden bei uns super ausgebildet, nicht nur sportlich, sondern auch menschlich. Und es gibt einige gute Talente in unseren Reihen.

RS: Wie schaut‘s mit der zweiten Mannschaft, den Juniors, aus? Die scheinen ja momentan kaum vom Fleck zu kommen…
Schneebauer: Die Juniors sind eine Kampfmannschaft des SC Imst, sie spielen einige Ligen weiter unten (Bezirksliga). Wir wollen den Juniors eine andere Wertigkeit geben, und diese mit der U18 entsprechend verstärken, weil da gute, talentierte Burschen dabei sind. Die Juniors werden noch näher zur Kampfmannschaft rücken. Natürlich ist oberstes Ziel, dass die Burschen sportlich den nächsten Schritt machen können.

RS: Da wäre ein Aufstieg in die Gebietsliga schon enorm wichtig, oder?
Böhler: Absolut! Und es wird nächstes Jahr sicherlich nochmal eine jüngere Mannschaft sein, weil wir aus der U18 dann Spieler – auch aus Altersgründen – raufschieben (müssen). Dann wird der Juniors-Kader nochmals größer. 

RS: Was entgegnet man Unkenrufen, die sagen, dass mit Rene Prantl nur mehr ein richtiger Imster in der Startelf spielt?
Schneebauer: Dieses Thema gibt es ja bei jedem Verein, der sich weiterentwickelt. Im Zuge eines Aufstiegs (Tiroler Liga, RLW) ist in den seltensten Fällen soviel sportliches Potential da, dass alles aus den eigenen Reihen bedient werden kann. Für uns ist ein Imster mal auf alle Fälle jeder, der ein Imster Kennzeichen am Auto hat. Wir präsentieren als Verein ja nicht nur die Stadt Imst, sondern auch die gesamte Region. 
Böhler: Außerdem ist für mich jeder, der für den Verein alles gibt, ein Imster.

RS: Trotz alledem: Kommen zukünftig Talente nach, die aus dem Großraum Imst selbst stammen, und die das Potential haben, dann weiter oben zu spielen?
Böhler: Ganz klar! Wir haben in der U18 einige sehr gut ausgebildete fußballerische Talente drin, die seit der U8 beim Verein sind. Die müssen natürlich noch viel lernen und vor allem dann auch wollen. Wir geben ihnen aber alles, was wir können, sei es sportlich oder auch sozial, dass diese Talente dann mal in der Kampfmannschaft spielen!
Martin Schneebauer: Wir als Verein werden inzwischen so wahrgenommen, dass wir als Amateurverein ein sehr profihaftes Umfeld bieten. Und das bezieht sich nicht nur auf die Kampfmannschaft 1, dieses Angebot bekommt von uns jeder. Ob es ein Spieler dann in die Kampfmannschaft 1 schafft, entscheidet ein Spieler in vielen, vielen Phasen selber. Klar ist aber auch, dass der Verein als Gesamtes funktionieren muss.

RS: Apropos Zuschauer: Wie will man diese weiterhin bei Laune halten? Es ist ja doch ein (kleiner) Schwund bemerkbar in den letzten Jahren…
Schneebauer: Die Zuschauerzahlen hängen in erster Linie von der Performance der Kampfmannschaft ab, das ist immer so. Dass die Performance im Herbst nicht gut war – das wissen wir. Allerdings muss man auch sagen, dass der SC Imst in der Regionalliga Tirol zu den Top 2-Zugpferden gehört. Wir wollen unseren Zuschauern aber noch mehr Service bieten. So haben wir im Winter die Grillstation erweitert, damit das Kulinarische noch mehr Vielfalt bekommt. Und wir haben auf der Nordseite nun fix einen Ausschank gemacht. In den nächsten Wochen wird mit dem Bau des Kameraturms ein weiterer Ausschank entstehen, dort wo jetzt die Sprecherkabine ist. Das heißt, wir wollen noch mehr kurze Wege im Stadion und dementsprechend noch mehr Service anbieten.

PS: In der nächsten Ausgabe gibt es eine Fortsetzung des Interviews mit Schwerpunkt auf die baulichen Maßnahmen, die in der Velly-Arena anstehen bzw. geplant sind.
„Zuschauern noch mehr Service bieten“
Franco Böhler: „Stamm der Mannschaft soll zusammenbleiben!“ RS-Foto: Unterpirker
„Zuschauern noch mehr Service bieten“
Martin Schneebauer: „Die Juniors mit U18-Spielern verstärken!“ RS-Foto: Unterpirker
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