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Imst | Wirtschaft | 11. Jänner 2022 | Mel Burger

Brandneue Pfötchenbetreuung in Tarrenz

Brandneue Pfötchenbetreuung in Tarrenz
In wunderschöner Umgebung – und zugleich etwas abgelegen – wird in den nächsten Wochen das Freigehege für das Hundezentrum Oberland in Tarrenz entstehen. RS-Foto: Burger
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Heimisches Frauen-Duo erfüllt sich den Traum von der eigenen Hundepension

Das Eröffnen einer Hundepension mit Tagesbetreuung ist nicht mit einem Fingerschnippen getan. Umso stolzer blicken Sandra Friedl und Manuela Prantl nun auf die ersten greifbaren Resultate ihres Traums vom Hundezentrum Oberland. Nach Erfüllung aller gesetzlichen Auflagen wird ihr Projekt nun mit dem Installieren der ersten Bauelemente endlich sichtbar.
Von Mel Burger

„Was lange währt, wird endlich gut“: Deshalb haben Manuela Prantl und Sandra Friedl auch nie ihre Idee aufgegeben, eine professionelle Hundebetreuungsstation ins Leben zu rufen – trotz vieler Behördengänge und einem Berg an Auflagen. Freuen dürfen sich die beiden Frauen, die sich schon vor Jahren durch ihre berufliche Tätigkeit im Sozial- und Pflegebereich kennengelernt haben, nun ebenso gemeinsam: Über die ersten Container für die Unterbringung der Vierbeiner, die noch vor dem Jahreswechsel, nach Bewältigung aller kleiner und großer Stolpersteinchen geliefert wurden.
 
BEDARF. Beide haben privat mit Tieren und Menschen zu tun, kennen aber auch die Situation, dass ältere Halterinnen und Halter nicht mehr ausreichend für ihre Tiere sorgen können oder sie sogar in die Obhut von Verwandten entlassen werden müssen, etwa wegen einem Umzug ins Altersheim. Daher rühre auch der Wunsch her, einen Ort zu finden, wo diese Probleme eine Lösung finden – und wo Hunde auch während eines Urlaubs, beruflichen und privaten Verpflichtungen (oder wenn die üblichen Familienmitglieder und Freunde mal keine Zeit haben) für abgesprochene Zeiträume aufgenommen werden. Ebenso könnte die Tagesunterbringung für Gästehunde aus dem umliegenden Tourismusgebiet genutzt werden, um den Tirol-Urlaub noch erholsamer zu machen. 

ARCHITEKTUR. Für die moderne Bauweise haben sich Sandra und Manuela übrigens von anderen, aktuellen Projekten inspirieren lassen. Für die Container habe bereits in der Planungsphase nicht nur das einfache Reinigen gesprochen, sondern auch die unendlich flexiblen Gestaltungsmöglichkeiten mit Fenstern, Glasfronten oder einfachen Raumtrennungsmöglichkeiten. Gerade Manuela, mit den Erfahrungen aus ihrer langjährigen Tätigkeit in ihrem kleinen Refugium der „Tierhoamat“ für vernachlässigte und alte Tiere, weiß die einfache Reinigung zu schätzen und betont: „Gerade bei einer größeren Auslastung kann eine Reinigung schneller als gewohnt erfolgen und somit eine besonders hygienische Umgebung für die Vierbeiner geschaffen werden.“ Sandra, die in Zukunft mehr für die organisatorischen und finanziellen Belange zuständig sein möchte, schließt sich dieser Aussage an und erklärt, dass sie direkt im neuen Jahr mit den Ausstattungen anfangen möchten, die wandelbar den Ansprüchen der schnüffelnden Schützlinge entsprechen müssten..

ERÖFFNUNG. Der Startschuss für die Tages- oder Urlaubsbetreuungen ist übrigens für Mai angedacht, wobei Gruppen- oder Einzelbetreuung für einheimische Hunde oder Gästehunde vorgesehen wären. Mit der ersten Ausbaustufe des Containergebäudes könnten dann gleich zu Beginn zwischen 30 und 40 Hunde, je nach Verhalten und Bedürfnisse der Tiere, untergebracht werden. Sollte sich jedoch die vorsichtige Bedarfsanalyse von Manuela und Sandra bewahrheiten und das Projekt den Nerv der Zeit treffen, sei auch ein weitere Ausbau, ein Aufstocken mit Containern möglich, um bis zu 100 Hunden ein Ferien- und Freizeitdomizil zu bieten. Herzstück ist so oder so ein großzügiger Freilaufbereich, der 7000 Quadratmeter umfasst und nur noch eingezäunt werden muss. So – und eben auch durch das mögliche Aufheben von flexiblen Aufheben in den Innenräumen der Container – sind von Anbeginn Rudelhaltungen, aber auch notfalls Einzelbetreuung angedacht. Die beiden Frauen hoffen jedenfalls speziell bei der Langzeitbetreuung auf gut eingespielte Rudel: Weil gemeinsames Toben nicht nur das Sozialverhalten fördert, sondern auch besser ist für Geist und Körper. 

VERKEHRSGÜNSTIG. Die Anlage entsteht unterhalb der Miemingerstraße und scheint mit seiner zugesprochenen Fläche für zukünftige Gebäudeerweiterungen und einem abwechslungsreichen Bewegungsangebot auf der Außenanlage für den angedachten Zweck bestens geeignet. Durch die Lage auf einer tiefer gelegenen Ebene ist die Pension überdies auch von Blicken von der Straße aus geschützt. Nach der ersten Anlaufphase möchten Sandra und Manuela ihr Programm erweitern und eventuell Welpentreffen wie auch andere Hundekurse anbieten. „Schon jetzt hat sich der Aufwand gelohnt und das Resultat spricht für sich“, zeigt sich das Zweigespann entzückt über die ersten Baufortschritte und freut sich schon auf das baldige Einrichten ihres Hundezentrums, um bereit zu sein für den Mai. Eine der wichtigsten Aufgaben in den nächsten Wochen werde es aber sein, geschultes Personal zu finden. Um sie gemeinsam zu verwirklichen, die Vision der eigenen, kleinen Hundepension in idyllischer Lage im schönen Gurgltal.
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