Rundschau - Oberländer Wochenzeitung
Imst | Wirtschaft | 30. Juli 2019 | Klara Fritz

Eine runde Sache?

In der Bergstation der Acherkogelbahn stellte der Wildschönauer Bürgermeister „seine“ Skischaukel vor. RS-Foto: Dorn
Nach dem offiziellen Teil der Beiratssitzung folgte der gemütliche in der Kühtaile Alm. RS-Foto: Dorn
vorher
nachher
Feedback geben
REDAKTION
Imst Klara Fritz
TAGS
Ausgabe Imst Beirat „Zukunft“ Hochoetz Skischaukel Wildschönau-Alpach
Artikel teilen
Artikel teilen >

Vierte Beiratssitzung zur Skischaukel Wildschönau-Alpbach


Die jüngste Sitzung des Beirats „Zukunft“ stand ganz im Zeichen des Skigebietszusammenschlusses – aber nicht von jenem umstrittenen Projekt Kühtai-Hochoetz, sondern dem bereits umgesetzten von der Wildschönau mit Alpbach. Der Wildschönauer Bürgermeister Rainer Silberberger war eigens nach Hochoetz gekommen, um den Beiratsmitgliedern von den Vorzügen der Unterländer Fusion zu berichten. Die Reaktionen der Anwesenden waren dagegen eher verhalten.


Von Agnes Dorn

Zumindest wenn man den Worten des Wildschönauer Dorfchefs Glauben schenkt, scheint alles eitel Wonne im Falle eines Skigebietszusammenschlusses. Man habe gleich im ersten Winter 2012/13 einen Zugewinn der Nächtigungen von zwölf Prozent verzeichnen können und außerdem die Investitionsbereitschaft steigern können. Auch das Nachwuchsproblem gebe es inzwischen nicht mehr. Wie dagegen Martin Neururer später auf Bernhard Stechers Blog „dynamoetz“ veröffentlichte, gab es bereits ein Jahr nach der Steigerung von zwölf Prozent wieder einen Rückgang – nämlich von 8,7 Prozent bei den Ankünften beziehungsweise 6,5 Prozent bei den Nächtigungen. Ein Jahr später verbesserten sich die Werte dann übrigens wieder.



Fast gleich?

Von den Zahlen abgesehen räumte Silberberger ein, dass es auch heute noch Gegner des Projekts geben würde, auch unter denen, die selbst beim Lift angestellt seien. Die Befürchtungen über mehr Verkehr seien aber nicht eingetroffen. Man hätte auch keine zusätzlichen Parkplätze gebraucht, sondern nur die bestehenden „vollgemacht“. Auch wenn er angab, sich keinesfalls in eine andere Gemeinde einmischen zu wollen, zog er doch einige Parallelen zu Oetz: „Irgendwie ist es fast gleich wie in Hochoetz-Kühtai“ und „Wenn man gewisse Ideen mit einbaut, dann sollte es auch hier eigentlich eine runde Sache werden“, wusste er dann doch eine Empfehlung abzugeben. Unterschiede zur Oberländer Region kamen erst im Anschluss an seinen Vortrag zur Sprache, als Silberberger Fragen der Beiratsmitglieder beantwortete. Die Wildschönau hat gegenüber Hochoetz oder Kühtai eine wesentlich kürzere Wintersaison (nämlich rund 100 Tage) zur Verfügung, von der aber das ganze Tal das ganze Jahr über leben müsse, wie Silberberger beschrieb.




Nach dem offiziellen Teil der Beiratssitzung folgte der gemütliche in der Kühtaile Alm. RS-Foto: Dorn

Varianten?

Eigentlich hatten die Kritiker der Skischaukel ja gehofft, dass der Antrag, den Bernhard Stecher von der Bürgerinitiative „Lebenswertes Ötz“ initiiert und der von 18 Mitgliedern des Beirats unterschrieben worden war, bei dieser Sitzung thematisiert werden würde. Dort wurden nämlich die Befürworter aufgefordert, „ihre Ideen und Gedanken für die zukünftige Gestaltung der Region unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltig- und Umweltfreundlichkeit“ zu präsentieren und offenzulegen. Dazu habe man noch zu wenig Zeit gehabt, bedauerte der Oetzer Dorfchef, der nach einer kurzen Zusammenfassung vergangener und zukünftiger „Ökoprojekte“ der Region versprach, dies in der nächsten Sitzung Ende August nachzuholen. Ob man bei diesem Treffen dann zu einer Richtungsentscheidung kommen wird, wie auch von Moderator Ulrich Müller erhofft, wird man noch sehen. Denn einige der Kritiker äußerten bereits Bedenken. Wie Gerd Estermann: „Ich habe den Eindruck, man will das jetzt wieder einengen auf Variantendiskussionen“ oder Markus Welzl: „Ich habe Angst, dass grün angemalte Einzelmaßnahmen dazu verwendet werden, um ein Projekt schönzureden.“ Falkner dagegen hofft, dass man vielleicht doch „ökologisch vertretbare Varianten“ finden könnte, die man gegebenenfalls aber keinesfalls „durchdrücken“ wolle.

Feedback geben

Weitere Artikel zu diesem Thema

Die OBERLÄNDER RUNDSCHAU

Die führende Wochenzeitung im Oberland und Außerfern!
Über 92.000 Haushalte erhalten wöchentlich die aktuellsten News!
Gegründet wurde das Familienunternehmen im Jahr 1978.
 jobs.rundschau.at

jobs.rundschau.at

DIE Jobplattform im Tiroler Oberland und Außerfern Helle Köpfe aufgepasst!
Tag cloud
Sautens Ötztal Reutte Ausgabe Reutte Tourismus Lechtal Chronik Telfs Landeck Polling ÖVP Bezirk Imst Margarete Maultasch Seefeld ÖGB Ausstellung Almwirtschaft Ökologisierung großer Wegerich Vernissage Monster und Margarete Ischgl Internationaler Feuerwerbewerb Tiroler Volksschauspiele So war es früher St. Leonhard im Pitztal
Nach oben