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Imst | Wirtschaft | 22. Feber 2021 | Barbara Heiss

Heimischen Kartoffeln den Vorzug geben

Heimischen Kartoffeln den Vorzug geben
Das Kartoffellager von Andreas Gabl (r.) ist voll. Die Gastronomie, als wichtigster Abnehmer, ist ihm weggebrochen. LK-Präsident Josef Hechenberger (l.) arbeitet daran, den enormen Schaden für die heimischen Bauernfamilien mit Partnern wie Land und Bund abzufedern. Foto: Tiroler Bauernbund
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Landwirtschaftskammer-Präsident Josef Hechenberger und Vize Helga Brunschmid zu Besuch im Bezirk Imst

Annemarie und Andreas Gabl gehört der „Lenelerhof“ in Wald im Pitztal. Neben dem Kartoffelverkauf bietet die Familie auch Urlaub auf dem Bauernhof an – leider sind mit Einbruch der Corona-Pandemie beide Standbeine des Familienbetriebs mit einem Schlag weggebrochen. Die Gästebetten sind nun schon seit fast einem Jahr leer und der wichtige Kartoffelabnehmer, die Gastronomie, fällt komplett aus.
Von Barbara Heiss

„Gerade unseren Bezirk Imst, der eine Vielfalt und Diversifizierung in der Landwirtschaft hat, wie sonst kein Bezirk in ganz Tirol, trifft die Pandemie hart. Am Beispiel der Familie Gabl sieht man sehr gut, wie mit einem Mal die wichtigsten Einkommensquellen am Hof und verlässliche Partner in der Region wegbrechen“, schildert Bezirksbauernobmann Andreas Gstrein die schwierige Lage. Das Erntejahr 2020 war für die Tiroler Erdäpfelbauern gut: Insgesamt 15000 Tonnen konnten geerntet werden. Aufgrund des Wegbrechens der Gastronomie als Abnehmer bleiben viele auf ihrer Qualitätsware sitzen. „Wir sind derzeit mitten in Verhandlungsgesprächen mit dem Lebensmitteleinzelhandel, jedoch auch mit Bund und Land, um diese Ausfälle abzufedern. Was viele nicht mitbedenken ist, dass unsere Produzenten die vollen Produktions-, Ernte- und Lagerkosten zu tragen haben und nun auf Tonnen von Kartoffeln, Kraut etc. sitzenbleiben. Tourismus und Landwirtschaft hängen in Tirol eng zusammen, wenn ein Partner ausfällt, so trifft es auch den anderen. Ich persönlich bin optimistisch, dass im kommenden Jahr wieder mehr Normalität eintritt. Bis dahin werden wir aber alles daran setzen, dass die Ausfälle für unsere Bauern bestmöglich abgefedert und die Produktion für die bevorstehende Saison im Land sichergestellt werden kann“, so Landwirtschaftskammer-Präsident Josef Hechenberger. Dabei appelliert die Landwirtschaftskammer auch an die Imster Bevölkerung: „Auch wenn es ohne landesweite Abfederungsmaßnahmen nicht gehen wird, kann jeder und jede seinen Beitrag zur Stärkung unserer Bauernfamilien leisten: Bitte greifen Sie bei ihrem Einkauf zum regionalen Produkt und verwenden Sie heimische Kartoffeln in ihrer Küche!“
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