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Imst | Wirtschaft | 17. März 2020 | Agnes Dorn

Raumordnungsvertrag mit Vaya-Gruppe

Raumordnungsvertrag mit Vaya-Gruppe
Vizebürgermeisterin Daniela Holaus stellt das Projekt „Vom Brot zum Korn“ dem
Gemeinderat vor. RS-Foto: Dorn
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Gemeinde Silz sichert sich gegen Investorenmodell ab






Es ist der erste Vertrag, den die Gemeinde Silz in dieser Form mit einem Bauwerber aufgesetzt hat und er soll künftig bei allen Bauvorhaben im touristischen Bereich Anwendung finden: Die Rede ist von dem Raumordnungsvertrag, den Silz im Zuge des Grundverkaufs sowie der Umwidmungen für den Bau des geplanten Vaya-Hotels in Kühtai aufgesetzt hat. Auf Schiene gebracht worden sind außerdem nun der Themenweg „Vom Korn zum Brot“ und zwei Grundstücksverkäufe an die Kühtaier Bergbahnen zur Errichtung der neuen Gaiskogelbahn. Von Agnes Dorn




Um sich gegen die immer stärker in Kritik geratenen Investorenmodelle und deren Hintertüren zur Wehr zu setzen, hat die Gemeinde Silz sich nun erstmals mit einem Bauwerber auf einen Vertrag geeinigt, der die spätere Schaffung von Freizeitwohnsitzen ebenso unterbinden soll wie die Bildung von Wohnungseigentum. Konkret geht es um das ehemalige Hotel Astoria, das die Vaya-Gruppe als die Bauwerberin zu einem Vier-Sterne-Hotel mit maximal 240 Betten auszubauen gedenkt. Zu diesem Zweck hat sie zwei Grundstücke von der Gemeinde Silz sowie der Agrargemeinschaft Silzer Alpen erworben. Der nun von der Vaya-Gruppe bereits unterzeichnete und vom Silzer Gemeinderat bewilligte Vertrag war dabei die Vorbedingung sowohl des Verkaufs als auch der nun bereits ebenfalls beschlossenen Umwidmung und des Bebauungsplans. Zu den nun grundbücherlich gesicherten Pflichten der Bauwerberin gehört es, das Gebäude „immerwährend und ausschließlich nur als Hotel und sohin gastgewerblich/touristisch zu nutzen“ sowie „kein Wohnungseigentum zu begründen (auf die Dauer von 15 Jahren) und die Liegenschaft im Alleineigentum zu halten“. Um dies zu überprüfen, hat die Gemeinde wiederum das Recht, jederzeit einen Auslastungsnachweis, vollständige Unterlagen über Strom- und Wasserverbrauch sowie eine vollständige Zusammenstellung der Gästemeldungen zu bekommen. Sollte die Vaya-Gruppe oder auch ein etwaiger Rechtsnachfolger gegen diese Bestimmungen, die „immerwährend“ auf dem Grundstück lasten, verstoßen, sind im Vertrag zudem hohe Konventionalstrafen vorgesehen, die mittels Bankgarantie abgesichertsind.



„Vom Korn zum Brot“.

In der jüngsten Gemeinderatssitzung wurde außer diesem mit einer Klausel ergänzten Vertrag noch die Auftragsvergabe des Projekts „Vom Korn zum Brot“ beschlossen. Von der Gemeindemühle bis zum Wasserfall sollen anhand mehrerer Stationen die Themen Korn, dessen Verarbeitung und Getreideprodukte aufgegriffen und familiengerecht anhand überdimensionaler Arbeitsgeräte spielerisch vermittelt werden. Auch der Platz unterhalb des Wasserfalls soll entsprechend aufgewertet und sowohl als Naherholungsgebiet als auch für Veranstaltungen wie Theater oder Platzkonzerte nutzbar gemacht werden. Für das Gesamtprojekt, das mit rund 350.000 Euro veranschlagt ist und von der Firma „Sunkid“ umgesetzt wird, erhält die Gemeinde eine bereits vom Regionalmanagement Imst beschlossene Förderung in der Höhe von 65 Prozent. Zudem sind heuer bereits 200.000 Euro im Gemeindebudget für das Projekt vorgesehen.





Gaiskogelbahn.

Um anstelle des alten Gaiskogel-Schlepplifts eine Gondelbahn errichten zu können, werden die Kühtaier Bergbahnen nun zwei, jeweils rund 1 500 Quadratmeter große Grundstücke von der Gemeinde Silz erwerben: Nach einer äußerst emotional verlaufenden Diskussion einigte man sich im Dorfparlament darauf, für das Grundstück, auf dem die Talstation errichtet werden soll, 100 Euro und für das der Bergstation 10 Euro von den Bergbahnen zu verlangen. Ein Infrastrukturbeitrag wie beim an die Vaya-Gruppe verkauften Grundstück wird dabei keiner geltend gemacht werden.












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